Während die Sonnenstrahlen auf meinen Augenlidern tanzen und sich nun langsam über mein Gesicht verteilen und mich somit aufwecken. Verschlafen reibe ich mir die Augen und recke meine Arme über dem Kopf. Mit einem Murren lege ich mich auf die Seite und vergrabe mein Kopf in meinem Kopfkissen. Die gestrige Nach kommt mir wieder in den Kopf und ich murre nochmal. Augenrollend halte ich mir die Stirn und kneife meine Augen zusammen. Viel zu hell! Schnell zeihe ich die Bettdecke über meinen Kopf. Meine Zehen schauen dadurch unter der Bettdecke hervor. Stöhnend schlage ich die Bettdecke wieder zurück und lege sie mir mit meinen Füßen zurecht. Das war eine Nacht. Peinlich wie viel ich gebechert habe und dann wie ich getanzt habe. Obwohl wie ich getanzt habe ist nicht der Punkt, eher mit wem ich so getanzt habe. Immer wieder kommt mir der Moment in den Kopf, wie ich mit Arden eng getanzt habe. Den ganzen Abend über hatte ich viel mit Arden unternommen. Das ist vielleicht auch der Grund, wieso ich in seiner Kleidung in seinem Bett liege. Damit hätte wohl keiner gerechnet. Noch einmal versuche ich die Augen zu öffnen. Dennoch kneife ich sie wieder zusammen. „Oh Gott!", kommentiere ich genervt meine Lage und stampfe mit dem rechten Fuß gegen die Matratze. Mit einem Ruck wälze ich mich von der Wandseite zur Bettkante und taste nach meinem Handy. Geschockt murmel ich:„Das kann doch nicht wahr sein. Es ist schon fast wieder abends. Heute einzuschlafen wird der Horror!" Kurzerhand greife ich nach dem Kissen rechts von mir und lasse einen gedämpften Schrei in das Kissen aus. Ich schaue zum Sofa und bemerke das Arden noch schläft. Leise setze ich mich auf und schnappe mir meine Kleidung von der Party. Leichten Fußes verlasse ich das Zimmer von Arden uns gehe auf das Badezimmer zu. Es wundert mich, dass ich keinen antreffe. Das Haus scheint komplett leer zu sein. Schulterzuckend schließe ich die Badezimmertür ab. Ich muss duschen, es fühlt sich an, als würde ich den ganzen Geruch der Party auf meiner Haut kleben haben. Gestern beim Suchen nach einer Zahnbürste habe ich einige frische Handtücher in einem Schrank gesehen. Es wird wohl keinem wehtun, wenn ich eins davon benutze. Ausgezogen und bereit für eine warme Dusche lege ich mir das Handtuch zurecht und steige in die Dusche. Zwar habe ich hier kein Duschzeug aber Wasser wird für den Anfang genügen. Nachdem ich mich ausgiebig abgeduscht habe stelle ich das Wasser ab und mache die Dusche sauber. Erst danach trockne ich mich ab und bemerke, dass ich keine Haarbürste habe. Überlegend lege ich den Kopf in den Nacken und atme einmal ruhig aus. Dann muss es fürs erste reichen, wenn meine Haare mit dem Föhn angewärmt werden.
Den restlichen Tag verbringe ich noch mit Ivor und Jill. Wir treffen uns in einem Café in der etwas belebten Stadt. Natürlich fragen sie mich über jedes noch so kleinste Detail aus und ich erzähle ihnen natürlich alles. Beginnend von der Fahrt zu seinem Haus über die Nacht und, dass ich in seinem Bett geschlafen habe. An der Stelle gucken mich beide verdutzt an. „Wolltest du im Bett schlafen?" „Nein ich habe versucht auf dem Sofa schlafen zu können aber er hat nicht locker gelassen. Er meinet ich bräuchte den Schlaf. Letztendlich hatte er sogar länger als ich geschlafen." „Wenn das so ist hätte er dich lieber auf dem Sofa schlafen lassen." „Wenn ich es so betrachte, dann ja.", stimme ich Ivor zu. Außerdem erzähle ich den beiden von den Bildern und der Einrichtung des Hauses. Interessant wird es, wenn ich den beiden davon erzähle, dass ich mit ihm einen Deal gemacht habe. „Im Grunde genommen habe ich ihm nur vorgeschlagen ihn besser kennenzulernen. Ich meine, er ist nett und sicherlich auch ein toller Kerl. Bis jetzt kann ich mir das aber nicht vorstellen. Eins muss ich ihm lassen, er hat sich mir gegenüber echt gut verhalten. Nicht nur auf der Party, okay da teilweise, aber den restlichen Abend war er relativ charmant.", ich rede mich hier fusselig. Ganz schön gefährlich, wenn man bedenkt, wie ich vor wenigen Stunden noch von ihm gedacht habe. Ich sollte besser aufpassen. Nicht, dass ich mien Herz tatsächlich noch an den falschen verliere. Nicht auszumalen, wie das wäre. „Hmm das heißt genau was?", fragt Ivo nach. Bevor ich zum antworten ansetze kann antwortet Jill:„Das bedeutet, dass unsere Gwen ein viel zu gutes Herz hat und selbst Arden eine Chance gibt und das obwohl sie dies nicht im Ansatz tun müsste." „Also seid ihr sowas wie Freunde?" Ivor schaut mich abwartend an. Gute Frage, sind Arden und ich Freunde? „Ja, das glaube ich schon." „Oh wow wer hätte das denken könne. So wie ihr euch in der Schule aufgeführt habt dachte ich, die Welt geht in ein paar Tagen unter. Aber wie gesagt, vielleicht wäre das doch besser gewesen." „Ivor hat recht, wir haben heute morgen noch kurz geschrieben, als wir alle gefahren sind. Ein bisschen schuldig an der ganzen Sache fühlen wir uns immer noch." Jill nimmt meine Hand in ihre und malt kleine Kreise mit ihrem Finger. Kurz drücke ich ihre Hand. „Ach was! Wir drei hatten an dem Abend doch unheimlich viel Spaß. Jetzt wo es mir einfällt, kannst du mir noch die Bilder von der Feier schicken?" Ich hole mein Handy aus meiner Hosentasche hervor. Vor dem Treffen war ich nochmal zuhause und habe mir andere Sachen angezogen. „Gerne aber wunder dich nicht über das ein oder andere Bild. Das war zu süß um es nicht zu fotografieren." Nervös schaut sie mich an als die Bilder ankommen. Ivor stupst Jill an der Schulter an, du meinst etwa die, wo wir so kurz ausgerastet sind. „Ja genau die." Verschwörerisch schauen sich die beiden an. Aufgeregt gucke ich mir im Schnelldurchlauf die Bilder an. Einige sich komplett verwischt. Auf denen kann ich nichts erkennen. Ein neues Bild lädt und die beiden werden immer hibbeliger. Oh je das kann nicht war sein. Die beiden haben Arden und mich, wie wir in der Küche stehen fotografiert. Die ersten Bilder sehen noch ganz normal aus, doch je weiter ich scrolle, desto enger stehen Arden und ich und unterhalten uns. Zum Schluss sehe ich noch ein paar Videos. Eins schaue ich mir an und schaue die beiden kurz darauf hochrot an. Ich dachte in dem Moment hätte das keiner mitbekommen, da alle am Tanzen waren. Anscheinend müssen noch andere von uns Videos gemacht haben, denn Jill und Ivor stehen beide im Hintergrund und sehen nur überrascht zu mir. Ich kann mich an den Moment erinnern, ich schwinge meine Hüfte nah an seiner und mein Po fährt kurz darauf seine Beine hoch. Sein Blick löst bei mir Unbehagen aus. Diesen Gesichtsausdruck habe nicht nicht mitbekommen. Er schaut mich mit so viel Disziplin und Kontrolle aber auch Verlangen an. Als ich sehe, wie er seinen Kopf in den Nacken legt, die Augen schließt um sich zu kontrollieren und die Fäuste kurz ballt, wird mir ganz warm. Beide sind nur am grinsen und schauen mich abwartend an. „Was soll ich sagen, das habe ich nur ganz schwammig in Erinnerung." ich schaue wieder auf mein Display und vergrabe mein Gesicht hinter meinen Händen. Schwammige Erinnerung, von wegen mir kommt alles wieder genau in den Kopf. Die Videosequenzen werde ich nie wieder vergessen. „Oh Gott! Wie tanze ich denn mit ihm. Das ist ja mehr als nur normales Party Getanze. Wieso habt ihr mich nicht gestoppt?" Empört zeige ich ihnen noch ein Video auf dem die beiden sich geschockt zeigen und dann die Kamera umdrehen und mich mit Arden zeigen. Wir stehen in der sich tanzenden Menge ganz still und reden. Als ich ihn im Video an die Schulter fasse spreche ich leise den Satz mit, welchen ich Arden auch im Video gesagt habe. „Ganz einfach, wir waren beschäftigt das zu filmen. Und das ist unsere Reaktion.", Ivor swiped ein Video weiter nach links. Die beiden filmen sich selber und kreischen in die Kamera hinein. „Ihr seid verrückt. Alle beide. Das kriegt keiner zu sehen. Verstanden?" Beide nicken brav. „Gwen, allerdings glaube ich, dass hat jeder mindestens einmal auf der Party mitbekommen. Ihr beiden wart wie der Hauptakt. Das war nicht zu übersehen. Das erste Video was du dir angesehen hast, haben wir nicht mal selber gefilmt sondern geschickt bekommen." Beide lachen über meinen gequälten Gesichtsausdruck. „Kopf hoch. Wir finden euch süß. Ihr solltet euch kennenlernen. Wer weiß was passiert.", Jill versucht mich aufzumuntern aber zwinkert mir am Ende verführerisch zu. „Wer weiß, was passiert...", äffe ich Jill bockig nach und verschränke meine Arme. „Genug zu dem Thema. Lasst uns noch auf essen. Ich muss leider noch die Hausaufgaben für morgen erledigen." Ivor ist, so habe ich es mitbekommen immer sehr spät mit den Hausaufgaben dran. Daher essen wir alle unsere Bestellungen auf und nach einer weiteren Stunde stehe ich wieder vor Arden's Haus und klingle. Kurze Zeit später öffnet Arden mir die Tür und ich verbringe den restlichen Abend bei ihm. Meinen Eltern habe ich nur geschrieben, dass ich bei Freunden sei, irgendwie stimmt das auch. Halb jedenfalls.
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Wolfsblut
Kurt AdamOpen End bis jetzt. Die Geschichte hört mittendrin auf!! Ausschnitt: Schlagartig drehe ich mich in der Mensa nach Arden um und das ist das erste mal, dass ich mich nach ihm umsehe. Ich bemerke wie er gespannt zu uns sieht und ich könnte schwören, da...
