Mit dem Laptop auf den Beinen abgestellt, sitze ich in meinem Bett und schaue mir die letzten Minuten der Folge an. Mein Wecker reißt mich aus dem schauen meiner Serie raus, und signalisiert mir, dass ich mich vielleicht noch mal kurz fertig machen sollte, bevor Arden kommt und mich abholt. Schnell laufe ich ins Badezimmer frische mein Make-up noch mal auf, geh aufs Klo, und käme mir die Haare. Danach höre ich auch schon in meinem Zimmer Ardens Auto auf die Einfahrt fahren. Schnell laufe ich nach unten und ziehe meine Schuhe an. Meinen Eltern verklickerer ich, dass ich noch mal zu jemanden muss wegen einem Schulprojekt. Draußen angekommen schlägt mir die ein wenig die kühle Abendluft in mein Gesicht. Ich kuschel mich ein wenig tiefer in die Jacke und steige dann zu Arden in sein Auto ein. Wir fahren wie immer, wenn wir zu ihm fahren, auch gleichzeitig zum Rudelhaus. Die Frage kommt mir auf, was Arden jetzt in den drei Stunden machen möchte. Ich mein das hätten wir auch wann anders machen können, nur weil ich jetzt mal mal bei meinen Eltern bin.
,,Und was willst du jetzt in den drei Stunden machen?" ,,Nur ein bisschen chillen." Irgendwie werde ich misstrauisch. Chillen kann Arden ja auch wann anders. Auch mit mir kann er wann anders chillen, und selbst wenn, wann wollte er schon mal mit mir chillen? Trotzdem lasse ich darauf beruhen und schaue aus dem Fenster. Nach wenigen Minuten kommen wir an dem Haus an. Lichter sind aus, sind alle in ihren Zimmern welche auf der Hinterseite des Hauses sind. Ich steige aus und Arden auch. Per Funk schließt er noch schnell das Auto ab. Er sperrt mir die Tür auf und lässt mich zuerst eintreten. Weil auch aus den Zimmern kein Licht scheinen, frage ich Arden was los wäre.
Er meint nur, es wäre irgendwas mit dem Strom. Er würde später mal nachfragen. Aber was will er denn dann ohne Strom machen? Wir gehen weiter ins Wohnzimmer und irgendwie bedrückt mich diese Stille, diese Dunkelheit, und dieses nichts wissen. Nachher trete ich noch irgendwo rauf! Ich spüre wie sich Arden hinter mir weg bewegt. Wohin? Keine Ahnung. Trotzdem gehe ich einfach weiter, denn ich weiß den Weg ja eh schon. Auf einmal geht das Licht an. Durch die Helligkeit kneife ich meine Augen reflexartig zu, und warte ein wenig bis sich meine Augen an das helle Licht gewöhnt haben.
Ich höre :,,Alles Gute zum Geburtstag" von vielen Stimmen her geschrien und erschrecke mich heftig. Was ist hier los? Mein Puls rast, und mein Blutdruck steigt in die Höhe. Ich sehe mich um. Jill, Ivor, Brenda, Helen, Dan, Elazia, Duncan plus Emma und Arden stehen in dem Wohnzimmer. Es ist geschmückt mit einem ""Happy Birthday" Banner und eine Riesentorte steht auf einem Tisch sowie einigen Geschenken. Eine Geburtstagsüberraschungsparty! Gerührt halte ich meine Hand immer noch vor dem Mund und tauche ein wenig aus meiner Starre aus. Das ist echt süß! Ich habe eigentlich gedacht, dass ich keine große Geburtstagsparty feiern werde, geschweige denn überhaupt eine feiern werde und hier stehe ich nun mit allen Leuten, die ich bisher kenne und ich werde wahrscheinlich mein Geburtstag mit ihnen feiern.
Sie kommen alle auf mich zu, und umarme mich alle nach dem anderen und wünschen mir alles Gute. Ich schneide die Torte an und jeder nimmt sich ein Stück wir unterhalten uns ein bisschen über dies und das, und dann wird mir ein Geschenk überreicht. Ich öffne das und zu meinem Erstaunen sehe ich eine Gutscheinkarte für einen Einkaufsladen. Ich bedanke mich bei der Person die es mir gegeben hat und öffne auch noch die anderen Geschenke. Wieder bedanke ich mich bei allen Personen, und dann fällt es mir ein!
Meine Eltern. Scheiße. Schnell hole ich ich mein Handy und rufe sie an. ,,Sorry Mama und Papa wollte Dir nur sagen von wegen, dass ich auf eine Überraschungsparty bin und meinen Geburtstag jetzt hier feier mit den Leuten, die ich schon kenne. Also es könnte sein dass es doch nicht irgend so ein erfundenes Schulprojekt ist.", plapper ich sofort los, und verdrängen ein paar schlechte Gefühle. Ich mein theoretisch habe ich sie ja angelogen. ,,Ja das wissen wir schon mein Schatz. Und zwar das alles schon gesagt. Wir haben erfahren dass du entweder bei Jill oder bei Ivor übernachten wirst.", antwortet sie durch das Handy zurück. Ich finde das voll lieb von ihnen, dass sie bei dem ganzen mitspielen und mich nicht nach Hause zitieren.
Nach dem Gespräch werde ich wieder in die Realität gezogen. Am Arm werde ich zu den anderen gezogen und wir feiern meinen Geburtstag. Es wird ausgeschenkt. Getrunken. Und mir zu liebe auf den Alkohol Konsum geachtet. Ich möchte meinen Geburtstag nicht mit Leuten verbringen, die den dann eh vergessen haben, wenn sie am nächsten morgen aufstehen. Später sitzen wir auf dem großen Sofa und hören gespannt zu, wie sich Emma und Duncan gefunden habe. ,,Als erstes dachte ich sie wäre meine Cousine und hatte dieses Gefühl einfach verdrängt, und gedacht meine Mate wäre nur irgendwo in der Umgebung. Ich bin also auf meine vermeintliche Cousine hingegangen und habe sie angesprochen. Als sie sich umgedreht hat, habe ich dann ihr Gesicht gesehen und meine Cousine mit jemanden mir noch fremdes verwechselt. Das war es dann irgendwie auch schon.", schmunzelt Duncan und schwebt auf einer kleinen Wolke der Erinnerungen. ,,Aber zum Glück war es kein schreckliches kennenlernen sondern eher ein ganz lustiges, den jedem kann das mit dem verwechseln passieren." Wie Recht sie hat!
Später verabschieden sich alle und fahren nach Hause. Ich schließe die Haustür und seufze einmal auf bevor ich mich in das Wohnzimmer begebe und noch die kleinen Überreste der Party mit Arden beseitige. Danach ruft mir Arden zu, ich solle mich doch schon mal im Badezimmer fertig machen. Ich laufe die Treppe hoch und steuer erst sein Zimmer an und ziehe aus meinem Stapel Kleider aus einem Fach meine Schlafsachen und gehe damit in das Badezimmer. Dort ziehe ich mich fix um und putze mir die Zähne und gehe noch einmal kurz auf die Toilette. Fertig mit dem Nerven und ein wenig erschöpft ziehe ich die Badezimmertür hinter mir zu und lege mich kurze Zeit später in sein Bett. Nach wenigen Minuten kommt Arden auch und legt sich auf das große Sofa. Irgendwann, als ich kurz vor dem einschlafen bin ertönt ein:,, Wir gehen heute nicht mehr zur Schule. Dafür habe ich keine Kraft. Ich rufe dann wenn wir wach werden bei der Schule an." Mit einem ,,Hmmm.." und ein Nicken welches Dummerweise in der Dunkelheit nicht wahrnehmbar ist, stimme ich ihm zu und versinke in mein Traumland.
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Wolfsblut
Hombres LoboOpen End bis jetzt. Die Geschichte hört mittendrin auf!! Ausschnitt: Schlagartig drehe ich mich in der Mensa nach Arden um und das ist das erste mal, dass ich mich nach ihm umsehe. Ich bemerke wie er gespannt zu uns sieht und ich könnte schwören, da...
