Kapitel 47: Tasty lips

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Lied ab dem Zeichen abspielen //*

Nach meinen ersten Atemzügen die ich gemacht habe, nachdem ich meine Augen langsam geöffnet habe, bemerke ich, dass Arden noch tief und ruhig schläft. Ich gönne es ihm sehr, nach dem was in der Nacht passiert ist. Schon alleine wenn ich daran zurück denke, habe ich das Gefühl, dass ich seinen Tritt in meinen Bauch im Sekundentakt wiederholt spüre. Nur aus reiner Vergewisserung halte ich mir kurz an der Stelle meinen Bauch. Ich weiß, dass Arden das nur im Rausch seiner Hysterie getan hat und deswegen bin ich ihm nicht böse und das soll er auch wissen, denn ich möchte ihn nicht verunsichern. Ich beobachte ihn noch eine ganze Weile beim Schlafen und inspiziere sein Gesicht. Immer wieder fällt mir sein markanter Kiefer auf und die Narbe die an seinem rechtem Unterkiefer auf. Sie ist ein Teil von ihm, so wie ich es jetzt auch bin und ich finde es nicht mehr schlimm. Es ist alles mittlerweile anders. Alles, wirklich alles. Vorher war es nicht immer so ereignisreich wie jetzt auch, wenn das in beide Richtungen geht.

Erst überlege ich, ob ich nicht schon mal Frühstück machen sollte, doch ich denke nicht, dass ich hunger habe. Plötzlich grummelt mein Bauch und somit wurde Widerspruch eingelegt, weswegen ich mich langsam von Arden entferne und darauf achte, dass er nicht geweckt wird. Danach schnappe ich mir ein paar Sachen und ziehe mich außerhalb von Arden's Blickwinkel um und schleiche mich aus dem Zimmer in die Küche. Dort hole ich Brot aus der Ablage, Belag aus dem Kühlschrank und den Orangensaft aus dem Getränkefach neben dem Kühlschrank. Als erstes belege ich für mich zwei Brote und für ihn vier Brote, da ich weiß, dass er immer mehr isst. Dann schneide noch ein paar Tomaten und Gurken klein und lege alles auf die Teller und hole zwei große Plastik Gläser und trage alles nach oben und stelle alles so gut es geht auf dem Nachttisch ab und krabbel dann wieder in das Bett zu Arden. Kurz darauf wecke ich Arden vorsichtig und dieses mal wird er auch nach einer kleinen Zeitspanne wach und guckt mich verschlafen an. Ich muss wegen seinem Anblick einfach nur grinsen. Er sieht in dem Augenblick einfach so süß aus! ,,Arden ich habe uns Frühstück gemacht.", murmel ich und deute leicht auf seinen Nachttisch auf dem ich das Tablett mit allem abgestellt habe. Er greift danach und legt alles auf seinen Schoß und gibt mir meinen Teller und nimmt sich seinen, bevor er das Tablett wieder wegstellt. Genüsslich essen wir unser Essen und trinken die Flasche Orangensaft ganz aus. Nachdem wir beide unsere Teller weggestellt haben, wird Arden auf einmal ganz kuschel bedürftig und kuschelt sich an mich an.

Entweder ist es noch wegen heute Nacht, oder er hat gerade diesen Impuls dem er voll und ganz nachgeht. Er kuschelt sich ganz nah an mich, was mich lächeln lässt, denn diese Geste ist so verdammt angenehm und sehr niedlich. Ich lege mich mit ihm hin und lasse mich von ihm ganz umarmen und schließe einfach meine Augen um so viele Minuten es geht, so entspannt zu sein. Während er ruhig ein und aus atmet streift sein Atem meinen Hals und kitzelt mich dort. Kurzzeitig denke ich, dass er wieder einschläft, doch sein kleines Grinsen verrät ihn. Er weiß, wie er mich kriegt. Zu erst kann ich es noch ignorieren, doch mit der Zeit wird es für mich schwerer und ich versuche mich ein wenig aus seiner Umarmung zu winden, damit es mich nicht mehr so kitzelt. Doch so sehr ich es auch versuche, immer wenn ich denke, dass ich es geschafft haben könnte zieht er mich einfach wieder zurück. Eine Frechheit! Doch aufgeben werde ich nicht, deswegen belasse ich es für einige Momente ruhig zu halten und mich dann wieder den Versuchen der Flucht aus der Kitzelattacke zu widmen. Aber auch nach dem gefühlt zwanzigsten Mal bei dem er mich wieder zurück gezogen versuch ich ihn weich zu machen. ,,Arden, das kitzelt total. Kannst du das ändern?", schmolle ich und schaue ihn traurig an, auch wenn ich mir dafür meinen Hals dafür verrenke.

Kurz gleitet seine Hand zu meinem Bauch genau an die eine bestimmte Stelle und es breitet sich schlagartig wieder dieses komische Gefühl aus, das solange anhält, wie seine Hand dort ist. ,,Och Arden bitte, komm schon." ,,Ach aber Gwen, es ist doch so schön gerade hier. Warum willst du das zerstören?" ,,Ja, weil du mich mit deinem Atem kitzelst." Und promt atmet er noch mal ganz provokant gegen meinen Hals. Ahhhh, das ist so anstrengend. Abrupt drehe ich mich zu ihm hin und versuch mich so dann aufzusetzen, was mir dann auch endlich gelingt. Doch so schnell ich diese Freiheit gewonnen habe droht sie mir wieder zu entfliehen und so greife ich schnell zu einem Kissen und ziehe ihm eins damit über. Da der Überraschungseffekt auf meiner Seite ist kann ich nun aus dem Bett flüchten und beobachte Arden scharfsinnig, der nun auch ganz langsam aus dem Bett steigt und mich Raubtierartig fixiert. Ein unangenehmes Gefühl überkommt mich plötzlich und lässt mich erschaudern. Mit zwei weiteren Schritten kommt er mir nun näher und weiß genau, was er machen muss. So komisch es auch ist, doch ich spüre, wie sich das Adrenalin langsam in meinem Körper verbreitet und ich mich anspanne und nur darauf warte, was Arden macht. Um mich selber zu schützen, gehe ich einen Schritt weiter nach hinten und hoffe einfach, dass Arden das Sofa noch nicht hinter sich verschwinden lässt. Er fixiert mich weiter hin mit seinen Augen und ich spüre, wie es in mir ganz warm wird. Sehr warm. Gleichzeitig erhöht sich auch mein Herzschlag und ich mache noch zur Sicherheit einen Schritt nach hinten. Bald muss die große Fenster Front gegen meinen Rücken prallen, weswegen ich mir schnell was einfallen lassen sollte. Während er nun auch zwei weitere Schritte in meine Richtung macht, bewegt er sich ganz leicht weiter. Er drängt mich in die Enge. Das ist ganz klar. Und genau das weiß er auch, denn er wartet nur darauf dass ich den ersten Schritt in seine Richtung mache.

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