Während des Laufens bekomme ich das Gefühl beobachtet zu werden, doch trotzdem laufe ich weiter, denn seit dem ich mit Arden mehr Zeit verbringe ist ja nichts mehr normal. Da kann es schon mal sein, dass man Paranoid wird. Eigentlich hoffe ich ja, dass das nicht zutrifft aber wer weiß. Ich gelange auf ein etwas unebenes Gelände und passe mehr auf, denn ich möchte ja ungern fallen. Doch dieses Gelände gefällt mir nicht, sodass ich wieder umkehre und woanders lang laufe. Wieder an meiner altbekannten Route angekommen laufe ich noch ein wenig gerade aus, bevor ich eine Kurve nach links mache und den Weg wieder zurück laufen will. Immer wieder beschleicht mich das Gefühl, als würde hinter jedem dickeren Baum etwas sein. Plötzlich bewegt sich was an einem Baum. Abrupt halte ich an und sauge erschrocken die Luft ein und halte diese auch an. Ich drehe meinen Kopf zu dem Baum und sehe, dass es... nur ein Eichhörnchen ist, dass auf den nächsten Baum gesprungen ist. Meine Güte, hat das mich erschreckt. Wahrscheinlich hat mich ein Eichhörnchen verfolgt. Doch trotzdem ist dieses komische Gefühl noch da und ich beschleunige mein Tempo.
Ich drehe mich immer wieder mal um, doch kann nichts oder niemanden sehen. Ich jogge weiter an den Bäumen und Büschen vorbei. Im Fall der Fälle würde ich auch einen Sprint einlege um mich zu retten. Plötzlich vernehme ich eine Schemenhafte Bewegung aus meinen Augenwinkeln. Schon wieder das Eichhörnchen oder wie? Doch ich weiß nicht, denn wenn es nicht das Hörnchen ist was dann? Schnell drehe ich mich um und blicke sofort in die Augen von einem Wolf. Dieser steht angriffslustig vor mir und hat mich fest im Blick, während er gefährlich knurrt. Panisch schaue ich mich nach einen Fluchtweg um. Wie konnte ich denn einen Wolf übersehen? Ich habe mich doch mehr als genug umgedreht und meine Umgebung beobachtet! Die Hitze meiner Wangen breiten sich auf meinen ganzen Körper aus und gleichzeitig breitet sich ein Kälte Schauer auf meinem Rücken aus. Fix wische ich mir den Schweiß von meiner Handinnenfläche an meiner Sporthose ab. Verzweifelt versuche ich durch kleine schritte einen größeren Abstand zwischen mir und den Wolf zu bringen. Ein Schritt. Noch ein Schritt. Und noch ein kleiner Schritt.
,,Das ist nicht Arden... Arden würde nicht in Wolfsgestalt vor mir stehen!", murmel ich zu mir selber und vergrößere immer weiter den Abstand zu den Wolf. Vielleicht hilft das ja irgendwie.
Der Abstand zwischen mir und dem Wolf wird immer größer und nun kann ich meine Flucht in Erwägung ziehen. Doch sollte ich überhaupt fliehen? Was passiert wenn ich ausrutsche und dann falle, oder was ist wenn ich zu langsam laufe und der Wolf mich kriegt. Und kämpfen kann ich auch nicht, denn die Chancen stünden wohl sehr schlecht für mich. Würde mich wer anderes hören wenn ich schreien würde? Aber andererseits könnte das den Wolf zum Angriff verleiten. Also ich bin dem Wolf sozusagen chancenlos ausgeliefert.
Ich schaue mich panisch um und sehe, dass hier etliche Bäume rumstehen unter denen sich teilweise auch potentielle Retter tummeln können. Der erste der in der Nähe ist hat die Äste zu weit runter hängen. Der Wolf würde mich schnappen, noch bevor ich einen Ast höher klettern könnte. Auch der Baum daneben sieht nicht sehr gut aus, das die Äste viel zu dünn sind. Rechts neben mir ist einer dessen Äste stabil aussehen, doch er ist viel zu klein. Also könnte ich doch den Baum nehmen, der etwas weiter hinten steht. Der Baum ist hoch genug, damit ich ebenfalls genug Zeit aber, noch ein wenig höher zu klettern und die Äste sehen stabil aus. Den nehme ich! Der Wolf steht immer noch vor mir und beobachtet mich ganz genau und hat mich fest im Blick.
Den Schweiß, der sich schon wieder gebildet hat, wische ich mir noch einmal an meiner Hose ab bevor ich mich schnell umdrehe und los laufe. Ich laufe um mein Leben und halte sogar die Luft an, welche gerade zum zerreißen ist. Hinter mir höre ich wie der Wolf mir hinterher läuft und versucht mich zu schnappen. Schnell springe ich hoch um nach einen Ast zu greifen. Schnell kletter ich weiter nach oben und atme einmal tief durch, bevor ich das alles realisiere. Ich werde von einem Wolf gejagt, welcher mich nun auf einem Baum gezwungener Weise festhält. Wie kann ich nur Hilfe holen? Meine Schreie würde man niemals hören. Ich würde mir nur die Seele aus dem Leib schreien und das hilft nicht wirklich. Mit Schmerzen im Hals könnte man später nicht schnell laufen, wenn sich die Möglichkeit dazu ergibt. Also was mache ich... Ich grüble die ganze Zeit über eine Idee zum Hilfe holen nach, doch nichts will mir einfallen!
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Wolfsblut
Manusia SerigalaOpen End bis jetzt. Die Geschichte hört mittendrin auf!! Ausschnitt: Schlagartig drehe ich mich in der Mensa nach Arden um und das ist das erste mal, dass ich mich nach ihm umsehe. Ich bemerke wie er gespannt zu uns sieht und ich könnte schwören, da...
