Samstag, 2.8
So mutig wie ich bin klemme ich mir den Duschkopf zwischen mein Kinn und meinem Brustkorb ein um schnell zum Shampoo zu greifen. Mein Herz schlägt nicht mehr in seiner normalen Frequenz. Verständlich. Wenn der Duschkopf jetzt aus meiner Umklammerung löst und auf den Boden der Badewanne knallt, will ich nicht wissen, ob da dann eine Delle ist oder ob der Duschkopf sich umdreht und alles nass macht. Fokussiert und schnell verreibe ich mein Shampoo in meine kupferfarbenen Haare und bemerke, wie der Duschkopf langsam zu rutschen beginnt. Mist das würde laut werden. Im letzten Moment greife ich nach ihm und spüle nach ein paar verstrichenen Momenten meine Haare wieder aus, bevor ich sie mit Spülung verwöhne. Oder eher mich, denn ich bin diejenige die das Durchkämen ertragen muss. Anschließend greife ich nach meinem Handtuch und lasse mich in eine wohlige und flauschige Welt einhüllen. Mit ein paar schnellen Handgriffen trockne ich ab und schlüpfe in meine Unterwäsche sowie auch in mein dunkelblaues zweiteiliges Kleid und auch in meine Standard schwarzen High Heels. Die ziehe ich ja meistens nur zu besonderen Anlässen an, weil diese Schuhe nicht gerade günstig waren. Aber ich finde für den Anlass welcher heute zu feiern sein wird lohnt es sich doch diese kleinen Mörder Dinger anzuziehen. Zufrieden betrachte ich mich in dem großen Badezimmerspiegel von allen Seiten und nicke mir einmal zu. Mit meinen Händen fahre ich meiner Kontur von dem Kleid nach und streiche es einmal glatt.
Werde ich Arden gefallen? Was ist, wenn er das Kleid gar nicht so toll findet. Ich habe irgendwie das Bedürfnis gut für Arden auszusehen, ebenso wie ich das Bedürfnis habe heute etwas in einem Blauton zu tragen, weil mein Geschenk an Papa genau die gleiche Farbe hat. Ich fühle mic wie ein hoffnungsloser Fall. Ohne ein bisschen Make up aufzutragen verlasse ich das Badezimmer. Es geht auch ohne! So leise es geht versuche ich auf Absätzen durch das Haus von der Familie Wyler zu klackern. Wieso bin ich denn auch so dämlich und ziehe die nicht in dem Zimmer von Arden an? Im Zimmer angekommen atme ich einmal erleichtert aus und horche, während ich mich an die Tür anlehne, ob irgendwer im Haus durch mich geweckt wurde. Mir ist es immer so unangenehm, wenn ich jemanden wecke. Man kann ja dann schlecht wieder sagen:,, Ach upsi. Schlaf weiter." Unbewusst habe ich meine Augen geschlossen und öffne diese weswegen ich auf einmal Arden vor mir stehen sehe.
,,Heilige! Du kannst mich doch nicht so erschrecken!", rufe ich fassungslos aus und stütze mich in meine Hüfte ein. ,,Verrückter Junge...", murmel ich mir selber zu und könnte mich in dem Moment selber schlagen. Ist ja klar, dass er das auch hören kann. Grinsend erwidert er nur ein:,, Ich kann so einiges.",und macht einen Kussmund. Oh nein nicht mit mir, ich weiß worauf er seine Augenbrauen wackeln lässt. Jedoch fahre ich nur einmal provokant meine Kontur so wie im Badezimmer nach und schaue ihn eventuell doppeldeutig an. ,,Pass bloß auf so..-" ,,Ja ja sonst dies und das..." Mit einer wegwerfenden Handbewegung unter breche ich ihn. ,,Mach dich mal lieber fertig, wir müssen gegen 10am da sein." Kurz greife ich nach dem mittlerweile fertig verpacktem Geschenk und positioniere es auf meinem Schoß und gleite mit meinem Rücken auf das Bett, währen meine Füße noch am Boden kleben. Nach den Geräuschen zu urteilen zieht sich Arden wahrscheinlich sein Oberteil an, welches die ganze Zeit noch gefehlt hat. Natürlich habe ich auch mal raufgeschielt, doch das konnte ich gerade nicht offensichtlich machen.
Auf einmal wird mir das Geschenk von meinem Schoß geklaut und ich spüre seine Hände an meiner Hüfte. Und diese Hände bleiben nicht bei der gleichen Stelle sondern wandern immer weiter nach oben bis zu meiner Wange. Alles in mir kribbelt wieder und ich habe das Gefühl, dass ich hier in dem Moment eine unglaubliche Hitze ausstrahle. Ich glaube ich fliege. Es ist jedes mal das gleiche, wenn ich in seine Augen blicke und alles finde, was ich im Moment brauche. Frieden. Oh Gott, bitte lass mich nicht schwitzen! Federleicht küsste er mich auf die Lippe und zieht mich hoch. ,,Wir müssen los, lass dich nicht ablecken. Äh ich meine ablenken." Kurz stockt er, fängt sich aber wieder schnell und hält mich kurz fest, als ich schwankend stehe. ,,Okay, aber lass du dich auch nicht ablenken, oder ablecken?" Keck grinse ich ihm zu und schnappe mir das Geschenk und laufe schon mal vor. Das Grinsen kann ich mir jedoch nicht verkneifen.
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Wolfsblut
Hombres LoboOpen End bis jetzt. Die Geschichte hört mittendrin auf!! Ausschnitt: Schlagartig drehe ich mich in der Mensa nach Arden um und das ist das erste mal, dass ich mich nach ihm umsehe. Ich bemerke wie er gespannt zu uns sieht und ich könnte schwören, da...
