Kapitel 13: ,,Man hört nicht bei fremden Gesprächen zu"

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Donnerstag, morgens um acht Uhr in den ersten beiden Stunden Biologie. Ja genau das ist es, was ich immer in meinem Leben möchte... Gelangweilt mache ich mir Notizen und höre der Lehrerin zu, wie sie fasziniert über Kot von Tieren ihren Vortrag hält und der Klasse immer mal wieder schöne Beispiele zur Veranschaulichung gibt. Ja schönen Dank auch, ich möchte mein Essen eigentlich noch in mir behalten. Diese Lehrerin ist komisch, wenn sie wirklich Kot so interessant findet wie sie mir gerade den Eindruck vermittelt. Irgendwann vergesse ich es weiter zu notieren und ihr zuzuhören, und ich denke auch gar nicht daran dies fortzuführen, sondern lasse meinen Gedanken freien Lauf, egal wohin sie mich tragen fast überall ist es besser als hier. Dieser Biologie Unterricht zieht sich so lang wie ein Kaugummi und möchte, so habe ich das Gefühl, auch nicht enden, doch nach einer gefühlten halben Ewigkeit, beendet die Lehrerin ihren wortwörtlichen Scheiß Unterricht und lässt uns zehn Minuten zu spät raus.

Mit Jill und Ivor rede ich noch ein bisschen über den Bio Unterricht und über meinen Geburtstag, bis wir wieder Unterricht haben und sich Ivor von uns trennt und zu Politik geht, während wir zum Mathe Unterricht gehen welcher aber nur eine stunde ist, da wir danach Physik gleich hinterher haben.

Wir schlüpfen vor dem Lehrer durch die Tür und hetzen uns auf unseren Platz, und bekommen noch einen missbilligenden Blick von dem Lehrer aus. Dieser fängt jedoch sofort mit dem Fach an und verteilt Arbeitsblätter wo wir verschiedene Formeln lösen, umstellen oder aufstellen müssen. Mit einer komplizierten Rechnung, welche ich nur teilweise verstehe kommen wir zum Ergebnis. Nach der fünfzehn minütigen Bearbeitungszeit vergleichen wir die Lösungen an der Tafel, während ich mir gleichzeitig jeden Rechenschritt auf einem extra Blatt aufschreibe. Doch dieser Unterricht verläuft schneller alle Biologie. Kaum sind wir in der Pause laufen Ivor und ich zusammen zu Erdkunde und Geschichte weil Jill dieses mal erst Geschichte und dann Erdkunde hat.

Deswegen sitzen Ivor und ich wenig später in Erdkunde und Geschichte, und lasen es über un ergehen. Der Unterricht verläuft überaschender Weise schnell und ich packe gerade meine Sache zusammen und gehe schon mal mit Ivor in die Mensa uns was zum Essen zuholen und einen Tisch zu suchen, als Jill sich neben uns bei einem Tisch gesellt.

,,Gwen und ich waren gestern shoppen und Gwen hat so ein schönes Kleid gekauft, was sie super gut zu Arden's Party anziehe könnte, doch sie will nicht mit.", beschwert sich Jill auf einmal. ,,Hach Jill bitte bitte, ich will nicht.", seufze ich und spiele mit dem Gedanken doch zugehen, damit ich Jill's gebettel nicht mehr hören muss. ,,Aber waaarum? Da ist doch nichts wenn deine erste Party bei Arden ist.", fragt sie mich. ,,Ja finde ich auch, komm schon Gwen ein bisschen feiern. Außerdem sind die Party's echt gut." Soll ich? Aber andererseits habe ich mich schon erfolgreich dagegen gewehrt. Plötzlich fällt mir wieder die Begegnung mit Arden ein wo er mich persönlich eingeladen hat. Schlagartig drehe ich mich in der Mensa nach Arden um und das ist das erste mal, dass ich mich nach ihm umsehe. Ich bemerke wie er gespannt zu uns sieht und ich könnte schwören, dass er uns gerade zuhört.

,,Man hört nicht bei fremden Gesprächen zu!", murmel ich leise und habe ihn fest im Blick. Sofort ändert sich sein Gesichtsausdruck in geschockt und er sieht mich an. Leicht grinsend drehe ich mich um und stocher in meinem Gemüsesalat herum. ,,Okay ich komme mit.", sage ich laut genug, dass Arden mich hört. Kurz drehe ich mich um und sehe ihn in sein zufriedenes Gesicht an. Okay warum zufrieden? Wahrsheinlich nur ein Mädchen mehr auf der Party oder so. ,,Juhu! Aber woher der Sinneswandel?", erkundigt sich Ivor bei mir. ,,Ich kann mir euer gejammer nicht mehr anhören.", und fange wieder mit meinem essen an. Nach der Mensa habe ich nur noch Fremdsprache, Kunst un Musik und dann ist mein Schultag vorbei. ,,Okay ich komme morgen bei dir vorbei und übernachte einfach bei dir, ist das okay?", frag Jill. ,,Ja alles klar, ich gehe dann jetzt zu Deutsch.", sage ich und stehe auf um mich auf den Weg zu machen.

Erschöpft vom Schulltag schmeiße ich meine Tasche in einer meiner Ecken und schmeiße mich anschließend auf mein Bett. Kurz darauf hole ich mein Handy heraus und checke mein Instagram. Sechs neue Abonnenten Anfragen. Von Ivor, Jill, Brenda, Helen, Arden und einem Duncan. Ich nehme alle außer Arden und diesem Duncan an und mache mich an die Hausaufgaben.

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