Kapitel 36: Morgen

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Nachdem ich untersucht wurde nach äußerlichen Verletzungen und man auch die inneren Verletzungen ausgeschlossen hat, kann ich nun endlich von dieser ekelhaft kalten Liege aufstehen und meinen steifen Rücken einmal durchstrecken. Während ich mich an der Liege, mit meiner linken Hand festhalte, wird mir für einen kurzen Moment schwarz vor den Augen, sodass ich mir mit der rechten Hand an die Stirn fasse. Kurz darauf schlage ich die Augen wieder auf, die ich gerade eben reflexartig zugekniffen hatte, mit dem Gedanken es könne dadurch besser werden auf, und gehe noch leicht schwankend einige Schritte, bevor diese sich verfestigt haben. Mittlerweile ist auch das von mir produzierte Adrenalin aus meinen Adern gewichen, und ich spüre wie sich langsam mein Muskelkater von den Waden auch in die beiden Oberschenkel verbreitet und mich bei jedem Schritt das Gesicht verziehen lässt.

,,Gwen? Gwen, ist du hier unten?", höre ich eine Stimme gedämpft nach mir rufen und wie die Schritte näher kommen und nach einem kurzen Wimpernschlag befinde ich mich in einer festen Umarmung in zwei starken Armen eingeschlossen. ,,Ja ich bin hier unten.", antworte ich Witzes halber und entlocke Arden einen kleinen Lacher damit, was mich in diesem Moment selber lächeln lässt. Es tut gut einfach in seinen Armen zu sein und zu lächeln und für einen kurzen Moment alles zu vergessen. Ich schließe meine Augen und genieße einfach nur diese Nähe und Wärme, die von seinem Körper ausgeht. Meine Beine werden weicher und meine Arme schlaffer und ich lasse es zu in seinen schützenden Armen weg zu dämmern. Sanft werde ich hochgehoben was mich dazu veranlasst, vor Angst runter fallen zu können mich näher an ihn zu legen und nun gänzlich einzuschlafen.

Ausgeruht durch mein kleines Schläfchen schlage ich meine Augen auf und bereue dies sofort und kneife diese schnell wieder zu als sich die ersten Sonnenstrahlen durch das große Fenster auf meine Netzhaut brennen und ich kurz einige helle Punkte bevor diese verschwinden. Mit einem Stöhnen hebe ich meine Hand und streiche mir durch mein Gesicht und halte mir meine Hand vor den Augen und öffne ganz langsam meine Augen um sie an das helle, gleißende Licht zu gewöhnen. Ich rolle mich ein wenig in Richtung Bettkante und komme dieser immer näher bis ich auf einmal ruckartig gestoppt werde.

 Wie? Was? Wieso komme ich nicht weiter? Mit einem Blick zur Seite stelle ich fest, dass Arden neben mir liegt und seinen Arm um meine Taille geschlungen hat und mich so umarmt. Wie viel Uhr ist es denn, wenn selbst Arden neben mir schon liegt und tief und fest schläft. Auf dem Boden sehe ich mein Handy an der Steckdose angeschlossen und laden, doch an mein Handy komme ich nicht ran, da ich Arden nicht wecken möchte. Mein nächster Versuch ist der Wecker und diese Idee erweist sich glücklicherweise als voller Erfolg und die Uhrzeit 10.34 Uhr blinkt in regelmäßigen Abständen auf.

Aus Langeweile beginne ich die Sekunden Abstände von der Uhrzeit Anzeige zu zählen.

1,2,3,4...

10.34

1,2,3,4...

10.34

Plötzlich vernehme ich ein leises Grummeln was mich aus dem Zählen reist und mich erstarren lässt. Habe ich ihn jetzt geweckt weil ich mich bewegt habe? Noch ein paar Sekunden grummelt Arden neben mir noch bevor es wieder leise ist. Kurz darauf, als ich dachte es ist alles wieder gut und ich kann mich wieder der Uhr widmen kann bewegt sich Arden noch mal und verfestigt seinen Griff an meiner Taille bevor ich zu ihm gezogen werde und mich nun ganz nah an seinem Körper befinde und nun seine Körperwärme mit abbekomme. Arden verfestigt seinen Griff noch mehr und ich liege nun vollends an seine Brust gepresst gedrückt neben ihn, während ich es kaum wage mich zu bewegen. Mein Atem geht ganz flach und unregelmäßig, weil ich mich normalerweise nicht so nah an einem Jungen befinde. Unregelmäßig atme ich aus und stocke einige male um zu gucken ob er noch schläft oder nicht. Mein Herz schlägt schneller als normal und ich spüre wie sich die Hitze in meinen Wangen verbreitet und die rote Farbe hervorruft.

Was habe ich eigentlich an, denn ich glaube nicht, dass ich noch die verschwitzten Sportsachen von gestern an habe, die zum Teil ein wenig dreckig sind. Mit einem Blick an mir herunter bemerke ich, dass ich ein weites und großes T-Shirt trage und eine, für mich etwas zu große Jogginghose. Doch wer hat mich umgezogen? Ich hoffe mal, dass nicht Arden mich umgezogen hat, doch vorstellen könnte ich es mir schon, doch andererseits könnte ja auch Jill mich umgezogen haben. Auf einmal höre ich ein tiefes Lachen neben mir ertönen welches nur von Arden kommen kann. Ich hebe meinen Kopf und blicke ihm direkt in seine Augen.

,,Ach du scheiße, dein Gesicht hättest du mal sehen müssen. Das war ja unbezahlbar, und als ich dich an mich gezogen hatte, bist du ja fast gestorben, so schnell war dein Atem und dein Herzschlag." Hahaha, wie lustig das doch ist, nicht. ,,Ja ja reg dich ab, mal nh Frage, wer hat mich denn umgezogen?", frage ich ihn nun etwas unsicher. ,,Na was denkst du denn wer?", fragt er und wackelt mit seinen Augenbrauen und schaut mich an. Jegliche Farbe weicht aus meinem Gesicht und ich schaue ihn schockiert an. ,,Nein Spaß, ich weiß doch, dass du das nicht wollen würdest. Elazia hat dich umgezogen.", antwortet er kurz nachdem mich mein Leben verlassen hat. Aber er hat Recht, ich würde es nicht mögen hätte er es gemacht. Das ist ein Pluspunkt für ihn.


Guys i'm back. Endlich nach echt langer Zeit kann nun endlich ein neues Kapitel hochgeladen werden. Vergesst nicht zu Voten und zu kommentieren. Ganz krass ist ja auch, dass ich obwohl ich nicht online war und was geupdatet habe, dass ich trotzdem noch einen guten Hashtag habe. Ihr seid die besten.

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