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"Dir geht es beschissen!"

"Es ist nicht so schlimm wie es aussieht."

"Natürlich! Du bist leichenblass und übergibst dich seit gestern Morgen. Wir fahren jetzt sofort zu Sato."

"Dazai... Bitte." Seit heute Morgen bestand Dazai darauf mich zum Arzt zu fahren. Ich wusste das irgendetwas nicht stimmte, doch zum Arzt zu gehen wäre wirklich übertrieben.

Wie eine Leiche lag ich auf dem Sofa, denn bis zum Schlafzimmer habe ich es nie geschafft. Dazai's Handy klingelte heute zum 917489 Mal und mittlerweile sah er sehr genervt auf das Telefon.

"Los geh schon zur Arbeit. Du brauchst nicht auch zu Hause zu bleiben." Ich versuchte stark zu klingen, doch meine Stimme hörte sich kratzig und krank an.

"Erst wenn wir mit dir beim Arzt waren." Er stand mit verschränkten Armen vor mir und sah mich Ernst an.

"Na schön. Du hast gewonnen", antwortete ich genervt und wollte gerade aufstehen, doch mir wurde kurz weiß vor Augen. Ich krallte mich hektisch am Sofa fest, denn ich hatte das Gefühl meine Beine geben nach.

"Alles in Ordnung?", fragte mich Dazai nach einer Weile und setzte mich zurück auf's Sofa. "Mach langsamer."

"Ja. Nur der Kreislauf."

"Jetzt musst du zugeben, das wir zum Arzt müssen." Er schaute mich besserwisserisch, doch auch besorgt zugleich an.

"Jaja. Lass uns das hinter uns bringen."

Wir fuhren also ohne umschweife zu Sato, der mich genau untersuchte. Stirnrunzelnd schaute er auf die Laborergebnisse.

"Ich verstehe dich nicht. Warum hast du so viel gegessen? Du weißt das du nicht viel verträgst. Die Nahrung war zu lange in deinem Organismus. Das ruft heftige Reaktionen aus. Ich kann dir nur raten zu Hause zu bleiben und sich auszuruhen."

"Aber sie übergibt sich alle halbe Stunde. Sie wird noch zusammen brechen!"

"Ich kann ihr einen Zugang in den Arm legen und euch paar Infusionen mitgeben. Sonst kann man nichts dagegen tun."

"Ich muss also warten bis die ganze Nahrung meinen Körper verlassen hat? Wie lange wird das noch dauern?" Mir war warm und kalt zugleich. Es kostete mich viel Energie aufrecht zu sitzen.

Sato starrte konzentriert in die Luft. "Ich denke mal noch 1 oder 2 Tage."

Dazai nahm die Tasche mit den Infusionen und half mir auf die Beine. "Sie waren keine große Hilfe, wissen Sie das?" Man konnte seine Enttäuschung auch ohne das er es aussprach hören und sehen.

"Es tut mir leid." Ich sah Dazai irritiert an, doch er mied meinen Blick.

"Was? Wofür?"

"Ich habe dir diese Waffel gekauft. Du hast sie wegen mir gegessen. Wegen mir geht es dir so schlecht. Ich hätte es wissen müssen, ich Idiot." Sein Blick war voller Schuldbewusstsein.

"Es war immer noch meine Entscheidung sie zu essen. Dich trifft gar keine Schuld." Ich blieb abrupt stehen damit er mir in die Augen schaut.

Sein Blick war so traurig das mir das Herz weh tat. Warum war er so traurig? Warum war er wegen sowas so traurig. Ich konnte nicht anders, als ihn zu umarmen. Mein Kopf reichte gerade mal bis zu seinem Kinn und ich drückte mein Gesicht gegen seine Brust. Diese Wärme und diese Geborgenheit die er ausstrahlte ließ mich sofort die ganze Welt vergessen.

Er schlang ebenfalls seine Arme um mich und zog mich fester zu sich. Eine Hand legte er mir auf den Kopf, als wollte er mich vor der ganzen Welt beschützen.

"Komm. Lass uns nach Hause. Du erkältest dich sonst noch wirklich." Seine Stimme war wieder samt weich und dieser traurige Blick war verschwunden. Er nahm meine Hand und hielt sie fest, so als würde ich sonst weglaufen.

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Am nächsten Morgen, nachdem ich die ganze Nacht erbrochen habe, ging es mir wirklich besser. Diese Übelkeit war zwar immer noch da, aber sie war erträglich. Dazai war gerade dabei eine Infusion vorzubereiten, als sein Handy klingelte.

"Azuma? ... Ja ... Jetzt sofort? ... Ok." Da war er wieder. Dieser 'strenger Vorgesetzter'-Blick. Ich mochte es, ihn beim arbeiten zu beobachten.

"Was grinst du so?", fragte er lachend, als er mich Grinsen sah.

"Mach das nochmal. Dieser 'wenn ihr nicht das macht, was ich sage dann könnt ihr was erleben-Vorgesetzter'-Blick."

"Hey. So ein strenger Vorgesetzter bin ich nicht." Er schmollte, doch er konnte nicht aufhören zu lachen, was zu einer schrägen Grimasse führte.

"Du bist eine Legende. Die neuen schauen dir nicht mal in die Augen, so sehr haben die Angst vor dir." Das war kein Scherz. Er war wirklich sehr streng mit seinen Untergeordneten und das sprach sich rum. Sie hatten alle Respekt vor ihm.

"Ah. Wer war das gerade am Telefon?"

"Wir wurden gerade zu einer Konferenz gerufen. Es geht um den großen Fall mit den Ghoulen die bei mir eingebrochen sind. Aber ich gehe alleine. Du bist krank, also bleibst zu Hause."

"Nein ich möchte mitkommen. Ich werde ebenfalls an der Operation teilnehmen, also werde ich auch an dieser Konferenz teilnehmen." Ich stand beschlossen da, doch Dazai sah sehr unzufrieden aus.

"Darüber wollte ich auch noch mit dir sprechen. Ich... Ich will nicht das du daran teilnimmst. Es wird keine Garantie geben das wir dort jemals lebend raus kommen. Ich möchte nicht das du dich so einer Gefahr aussetzt."

"Ich lasse dich nicht alleine gehen. Klar, du bist ein Special Class, aber sie haben es auf dich abgesehen."

"Kaguya. Nein, mein Entschluss steht fest. Du kommst nicht mit." Er sah mich streng an und in seinen Blick war kein Funken von Unsicherheit.

Er nahm seine Sachen und ließ mich einfach verdattert zu Hause sitzen. Völlig sprachlos saß ich da. Nein, das akzeptiere ich nicht. Ich werde mitkommen.

Ich nahm mir ebenfalls meine Sachen und rannte ihm hinterher. Auf dem Parkplatz holte ich ihn dann endlich ein.

"Was machst du da!?", fragte er mich, als ich mich einfach in sein Auto setzte.

"Ich komme mit. Punkt. Zwing mich doch hier zu bleiben." Ich sah ihm entschlossen in die Augen.

"Wir reden später. Hörst du?" Er stieg ebenfalls ins Auto, doch ich konnte seine Unzufriedenheit deutlich spüren. Er war wirklich sauer.

Hätte ich das vielleicht doch akzeptieren sollen? Ich habe ihn noch nie so sauer gesehen.

Wir eilten schweigend zur Konferenz. Alle anderen waren schon anwesend und warteten nur noch auf uns.

"Tut mir leid. Sie können anfangen", rief Dazai außer Puste, als wir gerade den Konferenzraum betraten.

Er griff, ohne mich anzusehen, nach meiner Hand und zog mich auf zwei freie Plätze. Sein Blick war auf den Sprecher fokussiert, doch ich sah, das er nicht bei der Sache war. Dazai's Blick war nachdenklich und er war immer noch sehr verärgert.

"Wir werden ihre Basis schon morgen angreifen!", sagte der Sprecher.

CCG's Black Vampire (Tokyo Ghoul FF)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt