Useless device, it won't suffice
I want a new game to play
When I am gone
It won't be long, before I disturb you in the dark
Du strecktest dich ausgiebig und seufztest schwer. Satt und zufrieden warst du nach diesem sehr üppigen Abendessen. Dein letzter Fang hatte sich im wahrsten Sinne des Wortes ausgezahlt und dir ein teures Essen eingebracht. Dein letztes gutes Essen war ewig her und umso mehr hattest du dieses jetzt genießen können. Mit einem höflichen Nicken nahmst du deinen Nachtisch entgegen. Ein prächtiges Stück Kuchen – etwas so teures war nur ausgesprochen selten im Bereich deiner Möglichkeiten. »Du wirst fett werden.«Deine Augen huschten nach oben und vor dir stand Kakuzu. Er sah herablassend zu dir runter und ließ sich auf den Stuhl dir gegenüber nieder. Provokant legte er seinen Geldkoffer zwischen euch auf die Tischplatte und du zogst instinktiv dein Stück Kuchen näher an dich heran. »Sowas sagt man nicht zu einer Frau.«, erwidertest du genervt. »Was willst du überhaupt?«»Als würde ich das gerade dir verraten.«Er funkelte dich an, herausfordernd. Es verunsicherte dich wie offen er mit dir umging. Sonst sagte er kaum ein Wort zu dir und nun das. Er sprach dich von sich aus an und setzte sich zu dir. Er war auf etwas aus, soviel war klar. »Lass mich in Ruhe.«, knurrtest du und stochertest in deinem Nachtisch herum. Dir verging so langsam der Appetit. Er musterte dich abschätzend und schnaubte dann verächtlich.»Immer etwas zu meckern, hm?«, fragte der Schwarzhaarige und beobachtete dich genau. Wollte er dich etwa provozieren? Das war sonst gar nicht seine Art – woher die plötzliche Offensive?»Wenn du etwas willst dann spuck's aus!« Er schwieg für einen Moment und griff dann nach seinem Geldkoffer. »So wichtig ist es nicht.«, erwiderte er trocken und stand auf. Unter deinem etwas verwirrten Blick verließ er das kleine Restaurant und ließ dich mit deinem Kuchen zurück. Der Hunger war dir endgültig vergangen. Draußen vor dem Lokal amüsierte sich Kakuzu über dich. Verwirrung stand dir offen ins Gesicht geschrieben – du warst ein offenes Buch. Für eine Kunoichi trugst du deine Gefühle viel zu offen mit dir herum und das machte diesen Spiel nur umso einfacher für ihn. Der erste Schritt war getan, er hatte deine Neugierde geweckt. Sonst hielt er es für absolut überflüssig auch nur ein Wort mit dir zu wechseln. Warum auch, immerhin warst du nicht mehr als ein naives, junges Ding. Er fragte sich wie du bist jetzt überhaupt allein überlebt hattest. Sicher, du warst eine ausgezeichnete Kunoichi mit einigen Talenten, aber es fehlte dir in einigen Dingen schlichtweg an Erfahrung.
Du überlegtest noch einige Minuten was das Ganze zu bedeuten hatte. Kakuzu war nicht der Typ Mensch der einfach zu einem kam und einen ansprach. Er war schweigsam und verschlossen und gab nie etwas von sich preis. Du wusstest ja nicht einmal wie er ohne seine Maske aussah. Dieses elende Ding trug er immer, schon seit du ihn kennen gelernt hattest. Es machte es sehr schwer in einzuschätzen, da seine Mimik fast ausschließlich unlesbar war. Und seine Körpersprache war feindselig und abweisend – alles in allem war er ein echtes Rätsel.Schon einige male hattest du Auseinandersetzungen mit ihm gehabt und jedes Aufeinandertreffen endete in deinem Rückzug. Den Arm hatte er dir schon einmal gebrochen und nicht nur eine Rippe böse angeknackst. Dich störte das nicht – so war nunmal das Leben als Kopfgeldjäger. Du hattest dich damit abgefunden dass dein Leben nicht unbedingt vor Luxus erstrahlte. Man jagte Gesuchte, fing sie ein und kassierte dafür die Kohle. Einige Kopfgeldjäger arbeiteten in Gruppen zusammen, viele blieben jedoch für sich, ganz wie du. Selten trafst du einen freundlich gesinnten Jäger mit dem man sich ein wenig austauschen konnte. Man kannte sich untereinander doch mehr war da nicht. 'Bekanntschaften' war wohl der zutreffendste Titel dafür. Aber Kakuzu überschritt dort einen sehr dünnen Grad. Er war von selbst zu dir gekommen, hatte sich zu dir gesetzt und mit dir gesprochen. Er hatte Interesse gezeigt und das wurmte dich sehr.Das war so gar nicht seine Art...
»Verfolgst du mich?!«, giftetest du ihm entgegen, doch er gab nur ein verärgertest 'Tse' von sich. In der gut besuchten Gaststätte des Dorfes hättest du wirklich jeden erwartet, nur nicht ihn. Du hattest eher damit gerechnet dass er das Dorf schon verlassen hatte – er hielt sich nie an einem Ort besonders lange auf. »Selbst wenn ich dich verfolgen würde«, grollte er und beugte sich etwas zu dir herab. »Wäre es nicht besonders schwer.«Angesäuert schobst du dich grob an ihm vorbei und stießt dabei mit deiner Schulter gegen ihn, worauf er jedoch nicht einging. Er sah dir kurz nach und grinste in sich hinein. Du warst ja so verdammt berechenbar!Er betrat sein Zimmer und warf seinen Mantel auf das Bett. Der Geldkoffer fand seinen Platz neben dem Bett, in direkter Reichweite. Er streckte seine Muskeln und rieb sich den Nacken. Er beschloss heiß zu duschen um die Nackenschmerzen los zu werden – doch erst wenn er sein Vorhaben noch weiter ausgeführt hatte. Er bedachte seinen nächsten Schritt. Neugierig warst du schon und durch das Anmieten des Zimmers nun auch misstrauisch. Nun musste er nur noch auf deine Reaktion warten. Er kannte dich und Neugierde sowie dieses gewisse Misstrauen würden dazu führen dass du von ganz allein zu ihm kamst. Nur Geduld, sagte er sich. Geduld.
Mit einem leisen Klicken öffnetest du das Fenster und betratst lautlos den Raum. Es war dunkel und nirgends auch nur eine Spur von Kakuzu. Das Rauschen von Wasser aus dem Badezimmer bestätigte dir dass er duschte und du begannst deinen Streifzug durch seine Sachen.In den Manteltaschen war nichts zu finden bis auf einen Steckbrief und einige Notizen zu aktuell Gesuchten Leuten. Seine Handschrift war sehr kontrolliert und dir fiel auf, dass sie wirklich zu ihm passte. Akkurat und eng, irgendwie zugeknöpft. Du griffst nach dem Geldkoffer und öffnetest ihn möglichst geräuschlos. Du lauschtest dem Wasser aus dem Nebenraum – keine Veränderung. Aber viel Zeit hattest du sicherlich nicht mehr.»Warum läufst du mir nach...?«, brummtest du in dich hinein und untersuchtest den Koffer genauer. Das Geld interessierte dich herzlich wenig, du warst selbst gut ausgestattet zurzeit. Keine versteckten Fächer oder Taschen. Nichts. Irgendetwas musste er doch haben?!Enttäuscht erhobst du dich und sahst dich um. Kakuzu reiste immer ohne Gepäck und alle Informationen behielt er im Kopf. Du würdest hier keine Hinweise finden. Aber dich ließ es einfach nicht los. Was wollte er von dir? »Gefunden wonach du gesucht hast?«Du fuhrst herum, die Augen groß vor Schreck. Das Wasser lief nicht mehr. Kakuzu lehnte im Türrahmen mit einem Handtuch um den Hüften. Sein Grinsen hing ihm schief im Gesicht und das schwarze Haar lag nass und glänzend auf seinen Schultern.Dein Mund stand offen, als du den Blick über die Narben an seinen Mundwinkeln wandern ließt. Die Nähte spannten sich leicht unter dem höhnischen Grinsen auf seinen Lippen. Deine Augen folgten einem Wasser tropfen, der über seine Brust lief und du schlosst endlich den Mund. Du schlucktest. Du hattest dich oft gefragt wie er wohl unter seiner Maske aussah. Jetzt wusstest du es. Er hatte die Arme vor der Brust verschränkt, wodurch sein Bizeps deutlich hervor trat. Alles in allem schossen dir zwei Gedanken durch denk Kopf: Dass er dich erwischt hatte und dass er verdammt gut aussah ohne Maske.
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Big Bad Wolf
FanfictionKakuzu x Reader // Es war schon immer eine seltsame Beziehung zwischen dir und Kakuzu - man konnte es eher ein schwaches Interesse nennen. Doch selbst ein nur schwaches Interesse kann der Funke sein der alles niederbrennt.
