Take me to church
I'll worship like a dog at the shrine of your lies
I'll tell you my sins and you can sharpen your knife
Offer me that deathless death
Good God, let me give you my life
»Wo sind wir hier?«, fragtest du leise und dein Griff an seinem Mantel wurde etwas enger.
Kakuzu trug dich auf dem Rücken und das schon einige Stunden. Laufen war noch immer schmerzhaft und du verlangsamtest eure Reise sehr. Kurzerhand hatte er dich hochgehoben und trug dich nun durch den hohen Schnee.
»Wir sind südlich von Iwagakure.«
»Wo wollen wir denn hin?«, fragtest du weiter und beobachtetest die gräulich-weißen Wolken am Himmel. Es würde bald wieder schneien.
»Ich habe ein Versteck, nicht weit von hier.«
»Immer bestens vorbereitet.«, stauntest du und lehnte den Kopf gegen seinen Nacken. Schweigend trug er dich weiter, doch dir entging nicht die Unruhe die in ihm steckte. Ihm schien einiges auf dem Herzen zu liegen.
»Es ist kalt.« Du riebst dir die Arme und dein Atem verursachte kleine Wölkchen vor deinem Gesicht.
»Ich war ja auch schon Jahre nicht mehr hier.«, bekamst du eine kühle Antwort und du beobachtetest Kakuzu dabei, wie er sich am Kamin zu schaffen machte.
Die Hütte war klein, mit einem Hauptraum, einem winzigen Schlafzimmer und einem kleinen Bad. Die Kochnische im Wohnraum war wie alles andere schon eingestaubt und du inspiziertest neugierig die kleine Vorratskammer. Dosen und Einmachgläser, aber nicht wirklich etwas was dir das Wasser im Mund zusammen laufen ließ. Typisch Kakuzu: Hauptsache praktisch.
Es dauerte einige Stunden bis es warm in der Hütte wurde, doch dann war es tatsächlich recht kuschelig. Zwar verstaubt, aber darum konntest du dich morgen kümmern.
Dich wunderte nur, dass Kakuzu dich kaum ansah. Er mied einen Blick und sprach kaum ein Wort mit dir. Hin und wieder versuchtest du ein Gespräch zu starten, aber er gab nur karge und kurze Antworten.
»Ich kann dich verstehen, wirklich.« Deine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern, doch der Schwarzhaarige hört dich und sah auf. »Es ist verständlich dass du mich nicht willst, nachdem was-«
»Jetzt halt den Mund.« Er stand von dem kleinen Tisch im Raum auf und legte sein Buch zur Seite. Du senktest den Blick und zogst die Knie an den Körper.
»Ich fühle mich ganz schmutzig.«, murmeltest du deinen Knien entgegen und vergrubst das Gesicht in den Händen. Er seufzte, ließ sich neben dir auf dem engen Sofa fallen und legte den Arm um deine Schulter.
»Du weißt, dass das Unsinn ist.« Ein ungläubiger Blick deinerseits ließ ihn genervt die Augen verdrehen und ungeduldig erhob er sich wieder. Enttäuscht über das Fehlen seiner Körperwärme zogst du die Mundwinkel nach unten, wurdest aber von ihm nur wenige Sekunden später hochgezogen.
»Hör bloß auf so einen Mist zu reden.«, knurrte er, jedoch mit einem warmen Funkeln in den Augen. »Und jetzt ab in die Badewanne mit dir – deine Hände sind eiskalt.«
»Ich mag den Schnee nicht.«
»Warum?«
»Wenn so hoch Schnee lag kam kein Licht in den Keller. Es war stockfinster.«
Du lehntest dich gegen Kakuzus Oberkörper, die Knie angewinkelt und bis zum Kinn in heißem Wasser. Er saß hinter dir, zurückgelehnt und die Wärme genießend.
»Warum bist du nur so eine Plaudertasche.«, grollte er und verzog die Mundwinkel, so dass sich die Nähte spannten. »Genieß doch einfach mal die Stille, hm?«
Du schwiegst für einige Minuten und sahst dann zu ihm hoch.
»Danke dass du mich gerettet hast.«, murmeltest du leise und er legte mit einem Seufzer das Kinn auf deinem Kopf ab. Er schien bedrückt.
»Ich war nicht rechtzeitig da.«
»Aber du bist gekommen, das ist wichtig.«
Daraufhin sagte er nichts, sondern verstärkte nur den Griff um deinen Oberkörper. Du spürtest das Spannen seines Bizeps und deine Fingerspitzen fuhren gedankenverloren über die Nähte an seinen Armen. Seine Nähe heilte deine Wunden – auch wenn das einige Zeit dauern würde.
In deinen eigenen Überlegungen versunken zupftest du an einer schwarzen Naht herum, als es Kakuzu reichte und er sich deiner Berührung entzog.
»Entschuldige.«, murmeltest du geistesabwesend, sahst aber auf als er sehr tief und schwer seufzte.
»Jiongu.«
»Mh?«
»Du hast mich mal gefragt wie ich zu den hier gekommen bin.« Einige Fäden krochen zwischen den Nähten hervor und umschlangen sanft deine Hand. »Jiongu heißt das Jutsu dem ich das zu verdanken habe.«
»Verstehe.«
Er zögerte einen Moment lang.
»Ich habe es gestohlen, als sie mich damals aus Taki vertrieben haben.«
»Warum haben sie das getan?«, fragtest du leise.
»Ich sollte den ersten Hokage töten.«
Du setztest dich auf und warfst ihm einen überraschten Blick zu.
»Ein ziemlich gewagter Auftrag.«, sagtest du und er nickte.
»Selbstverständlich habe ich versagt – es war immerhin Hashirama und ich war jung und unerfahren. Ich wurde bestraft und da hat es mir gereicht. Ich entschloss mich zu gehen – nicht ohne einen angemessenen Abschied versteht sich.«
»Ich glaub, ich muss dir etwas gestehen.« Du strecktest dich kurz, zucktest aber unter deiner gebrochenen Rippe zusammen. Er sah dich erwartungsvoll an, verfolgte deine Bewegungen während du aus der Wanne stiegst. Mit einem kratzigen Handtuch um deinem Körper sahst du zum Schwarzhaarigen.
»So langsam finde ich dich gar nicht mehr so anstrengend.«
Er grinste amüsiert und zuckte mit den Schultern.
»Dafür redest du noch immer wie ein verdammter Wasserfall.«
Du schrecktest auf und griffst dir an die Brust. Kalter Schweiß stand auf deiner Haut und dein Herz hämmerte wild in deiner Brust. Ein Albtraum – nicht der erste seit Kakuzu dich befreit hatte.
Der Schwarzhaaarige setzte sich ebenfalls auf und legte eine Hand auf deinen Rücken. Du zucktest unter seiner Berührung zusammen, bereutest das aber sofort wieder.
»Entschuldige, ich- ich habe nur schlecht geträumt.«, flüstertest du und er ließ sich zurück auf die Matratze fallen.
»Komm her.« Er zog dich zu sich herab und schloss dich in seine Arme. Einige stille Minuten vergingen, bevor du zu ihm aufsahst.
»Ich war nicht ganz ehrlich zu dir.«, sagtest du ernst.
»Was meinst du?«
»Ich hab dir vorhin gesagt ich würde dich nicht mehr so anstrengend finden.«, antwortetest du und lauschtest mit dem Kopf auf seiner Brust dem stetigen Herzschlag.
»Worauf willst du hinaus?« Seine Hand lag auf deinem Nacken und strich sanft über die weiche Haut.
»Das war nicht ganz die Wahrheit.« Deine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern. »Ich denke eher, dass ich dich liebe.«
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Big Bad Wolf
Fiksi PenggemarKakuzu x Reader // Es war schon immer eine seltsame Beziehung zwischen dir und Kakuzu - man konnte es eher ein schwaches Interesse nennen. Doch selbst ein nur schwaches Interesse kann der Funke sein der alles niederbrennt.
