~ Chapter Four ~

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Chapter Four

Als ich aufwache, ist Ryle immer noch da. Er muss wohl irgendwann eingeschlafen sein, denn sein Kopf lehnt an der Wand und sein Mund ist leicht offen.

Es sieht auf seine eigene Weise süß aus.

Ich schaue auf die Uhr. Die Zeiger verraten mir, dass es Elf ist. Um den Unterricht müssen wir uns heute keine Gedanken machen, denn es ist Sonntag.

Aber soweit ich weiß, hat Ryle in einer halben Stunde Training, und ich muss auch hin, wegen der Personal Girl Sache.

Ich wecke den Schlafenden auf und deute auf die Uhr.

Erschrocken springt dieser auf.

"Ich muss los, mich umziehen!", verabschiedet er sich und rennt davon. Ich lächele leicht. Ryle ist schon süß.

Wieso ist mir das noch nie aufgefallen?

Ich wechsle mein Kleid mit einer schwarzen Skinny Jeans und einer rotschwarz karierten Bluse. Ich schlüpfe in meine Vans und mache mich auf dem Weg zum Sportplatz.

Jana ist nicht da, hat wahrscheinlich die Nacht bei Simons Party verbracht.

Ich begegne Nick auf dem Weg zum Basketballfeld, beschließe aber, ihn zu ignorieren.

Er versucht, mich anzusprechen, aber ich tue so, als könne ich ihn nicht hören. Ich fühle mich wie ein beleidigtes kleines Kind, aber irgendwie bin ich das ja auch.

Bis ich es nicht mehr aushalte.

"Ich mach Schluss!", sage ich und sprinte, so schnell ich kann, davon.

Was ziemlich dumm war, denn Nick ist viel schneller als ich und holt mich nach wenigen Sekunden ein.

"Was habe ich falsch gemacht?", fragt er laut und er wirkt verletzt.

Ich antworte nicht, und Ryle kommt. Er hat bereits sein Jersey an, und er sieht darin verdammt gut aus.

"Du willst wissen, was du falsch gemacht hast? Du hast sie verdammt noch Mal betrogen! Du hast mit Celine geknutscht! ", brüllt er.

Nick sieht verwirrt aus. Dann scheint ihm etwas einzufallen.

"Ich kann das erklären!", ruft er dann.

Ja, klar. Ich habe keine Lust, seiner Lüge zuzuhören, also presse ich meine Lippen auf Ryles, um ihm zu zeigen, dass zwischen uns nichts mehr ist.

Ryle sieht überrascht aus, erwidert dann aber den Kuss. Er ist gut im Küssen. Ich lege meine Arme um ihn, und von einem ungeplanten Kuss wird ein leidenschaftlicher, und als wir uns lösen, sieht Nick mich fassungslos an und geht.

Ryle ignoriert ihn und küsst mich nochmal. Unsere Zungen spielen miteinander, als würden sie das schon machen, seit ich 3 bin.

Dann lösen wir uns wieder.

"Ich liebe dich. Schon seit unserer ersten Begegnung vor einem Jahr", gesteht er dann.

Er fasziniert mich.

Ich weiß nicht, was ich sagen soll, und setze meinen Weg zum Sportplatz lächelnd fort. Ryle folgt mir und nimmt meine Hand.

Händchen halten war noch nie meins, aber diesmal genieße ich es.

So laufen wir auch bis zu dem Ort, wo sie Spieler trainieren und sehen einen verletzten Nick. Aber er interessiert mich nicht, er ist ja selber Schuld.

Ich gehe zu Trevor, der bereits am Aufwärmen ist. Er macht Push-Ups, und zwar so viele und so schnell, dass mir fast schwindelig wird. Seine Armmuskeln spannen und entspannen, und jedes Mal, wenn sein Bizeps deutlicher wird, beneide ich ihn um die Muskeln.

Ich habe kaum welche. Ich bin schlank und liebe Sport, aber ich bin so der Typ, der wohl immer einfach nur schlank bleiben wird und die Muskeln sich weigern, zu wachsen.

Irgendwann steht Trevor auf und wischt sich seinen Schweiß mit dem Handrücken weg, weshalb ich ihm ein Handtuch entgegenschmeiße.

Ich setze mich zu den Anderen Personal Girls und sehe den Jungs beim Training zu. Wenn es Trinkpause ist, reiche ich Trevor seine Wasserflasche, ansonsten mache ich kaum was.

Er spielt echt gut. Ich kenne mich kaum aus in Basketball, aber er macht ein Korb nach dem anderen und umspielt seine Gegner geschickt.

Nick wirft mir die ganze Zeit Blicke zu, die ich nicht deuten kann, aber ich ignoriere ihn weiterhin. Als Ryle mir zulächelt, erwidere ich es.

Als das Training vorbei ist, will ich gehen, aber Trevor hält mich grinsend auf. Ich sehe ihn fragend an.

"Ich bleib immer länger als die Anderen", erklärt er und setzt alleine mit seinen Training fort.

Er übt Dreier-Körbe. Ich sehe ihm dabei zu, und staune, denn er trifft fast jeden Ball.

"Willst du auch mal?", fragt er plötzlich.

Ich schüttele sofort meinen Kopf. "Ich würde mich nur blamieren", rufe ich ihm zu. "Na komm!"

Er wirft mir seinen Ball zu. Es ist ein alter Ball, die Oberfläche ist schon total zerkratzt.

Seufzend stehe ich auf und versuche, den Ball in den Korb zu befördern. Ich treffe nicht, aber das war mir schon von Anfang an klar.

Ich will mich wieder hinsetzen, aber Trevor zieht mich zurück und sagt: "Probier's nochmal!"

Also hole ich die braune Kugel und bevor ich werfe, spüre ich seine Hände auf meinen. "Du musst so den Ball in dein Ziel befördern", bringt er mir bei und korrigiert meine Haltung.

Er kommt mir überhaupt nicht so kalt vor, wie alle es sagen. Stattdessen ist er nett.

Ich probiere erneut, den Ball im Korb zu versenken, und es klappt wieder nicht, aber ich bin schon viel näher dran.

"Ich bin einfach nicht talentiert", gebe ich zu und Trevor lacht.

"Übung macht den Meister."

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