29. Kapitel

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Nach knapp zwei Stunden, war ich wieder vor dem Gebäude in dem der Psychologe sich befand und wartete bis Rebecca da war. Pünktlichkeit war ihre Stärke und somit war sie auch genau um 16 Uhr da. Ich stieg neben sie ein und wollte sie zur Begrüßung küssen, doch sie drehte ihren Kopf weg.

"Was ist los, Becca?" fragte ich verunsichert, da ich nicht wirklich wusste, was ich falsch getan hatte.

Sie konnte mich doch nicht gesehen haben.

"Wo warst du die letzten die letzten zwei Stunden?" fragte sie mich.

Ich schluckte. Sie hatte eine Vermutung.

"Na... Beim Psychol..." Sie unterbrach meine zitternde Stimme.

"Lüg mich nicht an Calum!" rief sie. Sie war mehr als nur sauer.

"Ich weiß, dass du nicht da warst. Er hat versucht dich zu erreichen aber offensichtlich war dein Handy auf Stumm geschalten. Also hat er bei mir angerufen."

Sie löste erst jetzt die Handbremse und fuhr los. Nach dem sie die Geschwindigkeit erhöhte fing ein hohes und lautes Piepsen zu ertönen, da ich nicht angeschnallt war.

"Schnall dich bitte an." forderte Rebecca immer noch in einem wütenden Ton, doch etwas sanfter.

Allerdings hörte ich nicht auf sie. Alles wurde mir zu viel. Ich hatte Rebecca angelogen, etwas falsches getan und noch schlimmer. Ich hatte sie sehr verletzt.

"Halt an." forderte ich von ihr.

"Was? Calum was stimmt nicht mit dir? Schnall dich jetzt an!"

"Halt verdammt nochmal an!" rief ich und schnell zog sie auf einen freien Parkplatz, was fast einen Unfall verursachte.

Sie hielt schnell an und ich stieg aus. Sie tat es mir nach blieb allerdings am Auto stehen, nicht so wie ich. Ich lief weg. So wie immer.

"Calum!" rief sie nur.

Da blieb ich stehen und drehte mich zu ihr um.

"Was stimmt mit mir nicht? Was stimmt nicht mit dir?"

Geschockt sah sie mich an.

"Du zwingst mich dazu Sachen zu machen, die ich nicht will und tu ich das nicht bist du wütend. Ist das, was dein Partner tun sollte? Ist das normal? Nein, das ist es nicht!"

"Calum du verstehst nicht... Ich will dir doch nur helfen."

"Dann lass mich doch lieber zu Deobra gehen, wenn ich nicht über meine Probleme reden will!"

"Du warst auf dem Friedhof? Und dann fragst du mich, was mit mir nicht stimmt? Vielleicht ist mein Problem, dass du sie mehr liebst, als mich!"

Darauf hatte ich keine Antwort. Ich hätte etwas sagen sollen wie, dass das nicht stimmt, was ja auch die Wahrheit war. Ich liebte Rebecca so sehr. Ich liebte sie mehr als anderes.

"Weißt du was? Wenn du sie liebst, dann solltest du dich vielleicht von mir trennen!"

Wieder wusste ich nicht so wirklich was ich sagen sollte.

Ich hätte zu ihr gehen sollen, sie umarmen, sagen sollen wie sehr ich sie liebe.

Und was tat ich? "Gut, vielleicht sollte ich das wirklich tun." Dann drehte ich mich um und lief weiter weg.

"Ist das jetzt das Ende?"

Wir beide kannten die Antwort.

Disconnected // c.h.Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt