1 Jahr später - Epilog

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Rebeccas Sicht

Sonntag morgen. Außer heute zu Ashton zu gehen hatte ich nichts vor.

Ich stand wie immer früh auf, richtete mich und aß eine Kleinigkeit.

Nie im Leben hatte ich damit gerechnet, dass etwas besonderes an diesem Tag passieren würde.

Es sollte ein Tag wie jeder werden. Ein Tag ohne Calum.

Dann bekam ich einen Anruf der Psychiatrie. Mein Herz raste jedes Mal, wenn ich ein Anruf von ihnen bekam, weil das entweder bedeutete, ich durfte mit Calum reden, oder etwas ist mit Calum passiert. Zum Glück ist letzteres noch nie eingetreten.

Ich ging ran, es war ein kurzes Gespräch.

Mit Tränen in den Augen, rannte ich die Treppen hinunter zu meinem Wagen und startete sofort den Motor sobald ich mich im Sitz befand.

Es erinnerte mich an das Szenario, als ich zu Calum fuhr, an dem Tag als er versuchte, sich das Leben zu nehmen.

Ich fuhr aus der Stadt raus. Außerorts drückte ich dann heftig auf's Pedal, ohne Tränen aber immer noch extrem emotional.

Mein Herz klopfte mir bis and den Brustkorb, ich konnte es förmlich spüren und es wurde nicht besser.

Auch nicht als ich dann vor der Klinik auf dem Parkplatz parkte und nach der einstündigen Fährt da war.

Im Gegenteil. Ich dachte ich würde gleich in Ohnmacht fallen.

Ich stieg aus und lief zum Eingang wo ich wartete. Nervös spielte ich mit dem Bund meiner Jacke. Ich könnte kaum still auf einer Stelle stehen.

Mit Duke and der Leine in der einen Hand und seinem Koffer in der anderen, kam Calum heraus.

Er sah mich im ersten Moment gar nicht, doch als er mich sah, blieb er stehen und er starrte mich nur an.

Da stand er. Endlich konnte ich ihn wieder sehen.

Er sah gut aus. Er sah viel viel besser aus als wie vor einem Jahr.
Ausgeruht, frisch und sein Lächeln sah echter aus. Es war echt.

Ein ganzes Jahr lang könnte ich ihn nicht sehen. Nur die engsten Familienmitglieder, könnten ihn besuchen, sprich seine Mum, sein Dad und Mali.
Wir konnten nur ab und zu telefonieren.

Ich konnte nicht sagen wer breiter grinste. Er oder ich?

Als er, wie auch realisierten, dass das echt war, dass das echt sein musste, liefen wir aufeinander zu und umarmten uns, wo mir wieder Tränen aus den Augen kullerten.

Freundentränen.

Calum ließ alles stehen und liegen, nur um mich in seine Arme zu schließen. Selbst Dukes Leine ließ er los, die Duke aber sowieso nicht nötig hatte.

Er hielt mich fest in seinen Armen und drehte mich wie auch sich einige Male im Kreis, bevor er much wieder los ließ.

"Du hast auf mich gewartet? Über ein Jahr?" fragte er, wie als könne er es nicht glauben. Vermutlich, vor allem weil er mir doch sagte, ich solle keinen Falls auf ihn warten

"Ich würde noch viel länger für dich warten, Calum Thomas Hood."

Darauf hin nahm ich sein Gesicht in meine Hände. Er wusste was darauf hin folgte und legte sofort seine Hände um meine Taille. Wir beide kamen ein Stück näher und legten unsere Lippen nach langer Zeit wieder aufeinander.

Es fühlte sich wie unser erster an.

Und vielleicht war es das auch. Ein neues Kapitel sollte beginnen und unser zweiter erster Kuss war der Startschuss für ein neues Leben.

Natürlich würde nicht alles sofort perfekt werden. Calum musste weiterhin seine Therapie fortführen. Doch solange Calum bei mir war und vor allem ich bei Calum, war alles okay. Zusammen schafften wir alles.

Ein ganzes Leben lag vor uns welches zusammen gemeistert werden musste.

Disconnected // c.h.Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt