~Kathrin
Aufgeregt und mit klopfendem Herzen zog ich ihn weiter mit mir. Anfangs musste ich ihn eher mitziehen, jetzt lief er schon von alleine mit. An den Ställen hielt ich schweratmend an und sah ihn mit glänzenden Augen an.
Zwar grinste Miles belustigt, doch trotzdem sah ich die Verwirrung in seinem Gesicht. Ich winkte ihn zu mir her, damit er näher kam.
" Also.." fing ich an.
" Wir wissen ja, dass meine Schwester nicht vor hat, hier zu bleiben. " Und schon legte Miles seine Hand auf meine Schulter und setzte schon an etwas zu sagen, aber ich unterbrach ihn schnell.
"Ich bin nicht naiv Miles. "
Er schloss für einen Moment seine Augen und nickte dann. Er trat einen Schritt zurück, um wohl anzudeuten weiterzusprechen.
" Ich habe Ideen. Viele Ideen. Für den Hof und für die Pferde. Wir haben tolle Ställe, tolle Reitplätze, tolle Ausreitplätze, tolle Möglichkeiten ein Pferd zu trainieren. "
Fragend sah er mich an.
" Warum nur trainierte Pferde weiter trainieren. Trotz dem sehe ich so viele Pferde die leidend, verspannt und ängstlich in den Parcour gehen. Ich wollte schon mein ganzes Leben lang anderen Pferden helfen. Den Reitsport freundlicher, mehr humaner machen. "
Durch diese Aufregung und der Euphorie war ich außer Atem gekommen, sodass ich erst mal Lift holen musste.
" Wenn es das ist was du machen willst, dann nutze die Chance. "
Erstaunt sah ich ihn an und zögerte keine Sekunde. Erleichtert fiel ich Miles um den Hals. Er schlang seine Arme um meine Wenigkeit und hob mich leicht an und drückte mich an sich ran.
Langsam ließ er mich wieder runter, ließ aber seine Arme um mich geschlungen.
" Menschen sehen massive Veränderungen oft negativ, ohne über eine andere Sichtweise nachzudenken. Und das ist deren Problem, denn so lebt man nicht glücklich. "
Lächelnd sah ich ihn an. Noch nie gab mir jemand so viele Perspektiven zu Verfügung. Durch ihn sah ich sie erst.
" Was ist wenn man sie nie gesehen hat, bis eine Person gekommen ist, und sie dir die gegeben hat ? " meine Stimme ging fast unter, doch Miles schien jedes Wort verstanden zu haben.
"Dann schlage ich vor, dass du diese Person für immer bei dir hältst. " wissend sah er zu mir runter.
Ich verschränkte zögernd meine Finger in seine und stellte mich auf Zehenspitzen. Miles Augen weiteten sich kaum merklich. Meinen Kopf neigte ich seitlich an sein Ohr und grinste verschmitzt.
"Lass uns einen Ausritt machen. "
Lachend ließ ich mich von dem Jungen ab und lief zu meinen Pferden.
Mein Puls ging in die Höhe und ich musste bedacht drauf acht geben nicht umzukippen. Er wusste alles. Von Jonas und von Simon. Und trotzdem nahm er mich eben so wie ich war. Es fühlte sich wahrhaftig absurd an, denn eigentlich kannte er mich schon länger als ich ihn. Für mich trat er erst am Turnier in mein Leben. Für ihn war er schon seit Beginn bei mir. Lächelnd schüttelte ich meinen Kopf und nahm Fire raus.
Blue und Smoke waren in der Führmaschine, um sich etwas auszutreten, denn nach dem Trubel bekamen sie eine kurze Pause. Sowieso bewegte sich Fire derzeit mehr an den Weiden, als unter dem Sattel.
Was eigentlich ja okay war. Denn mehr als Ausritte, machte er nicht mehr. Obwohl er erst 13 war, wurde er um vieles ruhiger, was mich teilweise beunruhigte.
Ich öffnete die helle Boxentür und nahm mir das Halfter, dass auf der Boxentür hang. Ich sah seine Silhouette draußen am Paddock, weswegen ich durch die mit frischer Sägespäne eingestreuten Box hindurch ging um zu meinem Pferd zu gelangen.
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Champions -Ein langer Weg-
Fiksi RemajaBand 1 der Reitsport Karierre Kathrin eine 18 jährige, engagierte, hübsche und talentierte Reiterin konnte sich eine Pferdefreie Welt gar nicht mehr vorstellen. Ihre Eltern, erfolgreiche Turnierreiter, Pferdezüchter, und Trainer sind Besitzer des gr...
