Am nächsten Tag regnet es draußen und es ist stockdunkel, doch das kann meine Hochstimmung nicht trüben, die daher rührt, dass ich den Mann meines Lebens gefunden habe. Natürlich macht mir das auch Angst und es ist total ungewohnt, neben jemanden aufzuwachen. Aber es ist auch schön, den niedlichen Anton angucken zu können, während er schläft, und mich zu fragen, wie ich jemals in seinen Bruder verliebt sein konnte. Natürlich habe ich Anton letzte Nacht gebeichtet, an was ich bei unserem ersten Mal gedacht habe, und seine Antwort war: "Falls du es wieder tust, erzähle es mir einfach nicht." und er hatte mich frech angegrinst. Oh, dieser Mann ist einfach Sahne!
Hoppla! Dieses Bild entspricht nicht unseren inhaltlichen Richtlinien. Um mit dem Veröffentlichen fortfahren zu können, entferne es bitte oder lade ein anderes Bild hoch.
Anton mault und blinzelt mich nur kurz an, bevor er weiter schläft, als ich gegen acht versuche, ihn zu wecken. Denn um neun machen wir ja auf. Toll, ich bin auch total müde! Doch ich mache mir Sorgen um Adrian und kontrolliere den Dachboden, er ist leer. Ich seufze, suche das ganze Haus ab und finde Papa im Büro. Anton ist jetzt doch aufgestanden und wir wechseln einen besorgten Blick. Papa hat uns Kaffee gekocht und Brötchen mitgebracht, sodass wir uns erstmal wieder nach oben verziehen und versuchen, Adrian zu erreichen, doch sein Handy ist aus. Dann ruft Anton seine Eltern an und berichtet ihnen von mir und dass es „was Ernstes wäre", so hat er es mir jedenfalls vorher erklärt, er redet ja polnisch. Und da er vorhat, erst einmal bei mir zu wohnen, sollen sie versuchen, das Haus der Großeltern zu verkaufen. Ich höre anhand der Reaktion seiner Mutter, dass sie es nicht gut findet, doch er ist sehr deutlich. Er fragt sie nach Agata, aber ich erkenne an seinem Gesichtsausdruck, dass nichts dabei raus gekommen ist, was er mir bestätigt, nachdem er aufgelegt hat. Nun sage ich Papa doch, dass Anton wohl bleiben würde. Er freut sich ehrlich darüber, besonders, als ich berichte, dass Anton finanziell abgesichert wäre, da seine Großeltern den Jungen ein Vermögen hinterlassen hätten. Nur den Jungen. Agata war leer aus gegangen, da sie von klein auf eine berechnende Bitch gewesen sei, lacht Anton. Sie hätte die Großeltern nur besucht, wenn sie Geld gebraucht habe, die Jungen hingegen hatten ihre Großeltern sehr geliebt, wie umgekehrt, jedoch hatte Adrian zu der Oma die bessere Beziehung gehabt und Anton wäre das Opakind gewesen, der Opa wäre genauso ein Abenteurer mit Schalk im Nacken gewesen, wie Anton, oder eher umgekehrt.
Gegen Mittag- Adrian ist immer noch nicht zurück und Anton überlegt, was er als Ausrede benutzen könne, nach ihm zu suchen, denn Papa hat ihn total in die Renovierung eingebunden- ruft mich Mike an und fragt, ob der dunkelblaue Minivan zu mir gehören würde, er stände gegenüber vom Haus im Parkverbot, schon seit dem Morgen und nun müsse er ihn langsam mal abschleppen lassen. Anton geht rüber und fährt den Wagen seines Onkels auf unser Grundstück- er war vor der Ausfahrt unserer Nachbarn geparkt- während ich Mike nach Enrico frage. Ja, er sei seit zehn Uhr Morgens auf freien Fuß, jedoch müsse er sich alle zwölf Stunden melden und dürfe das Land nicht verlassen, ich sage, wenn ich er wäre, würde ich mich daran doch nicht halten. Mike scheint sich dessen aber sicher und ich lege unverrichteter Dinge auf. Anton tut vor Papa so, als hätte er den Wagen aus Versehen falsch geparkt, und lenkt Papa ab, während ich Adrian, der im Wagen geschlafen hat, nach oben schmuggele. Papa hat sich den Dachboden am Morgen bereits staunend angeschaut und ich habe ihm erklärt, dass Anton ihn bewohnt, wenn er hier wäre. Papa hat nur gegrinst! Die beiden sind weiter mit dem Kinderzimmer beschäftigt, während ich mich um die Geschäfte kümmere, unser Fahrer hat mir zwei Neuzugänge gebracht. Ein dritter kommt am Abend und dann noch ein Unfall, ich bin gut ausgelastet und Papa meint, es sei gut, dass Anton hier wäre. Am Abend reicht es Berit dann und sie ordert Papa zurück, endlich kann Adrian runter kommen und berichtet, dass Papas Wagen auf der Auffahrt gestanden habe, als er am Morgen zurück kam. So habe er sich in den Laderaum des Transporters gelegt und sei dort eingeschlafen. Da er nun den ganzen Tag geschlafen habe, sei er wieder fit. Er übernimmt ab zehn die Arbeit im Institut, damit ich meine Nachtruhe bekomme, die ich dringend brauche! Anton muss auch Schlaf nachholen, es ist höchste Zeit. Wir küssen uns nur noch einmal kurz und sind schon im Land der Träume.