13. 💎

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Die Sonne ging langsam auf und wie immer fuhr Marten mich nachhause. Wir hielten grade an dem Haus und ich bedankte und verabschiedete mich von den beiden Jungs, hüpfte aus dem Auto und erstarrte für einen Moment. Mein Vater stand vor der Tür und musterte die beiden Männer kritisch. Ich hüpfte die Treppen hinauf und hörte dann wie Marten Gott sei dank davon fuhr. „Was hast du mit diesen Männern zutun?" fragte er mich deutlich angespannt und beäugte mich genau. „Ich kenne die schon etwas länger, die sind wirklich in Ordnung." versicherte ich ihm, jedoch belog ich ihn in der Hinsicht auch, denn ich wollte nicht das er sich sorgen machte und sie gleich zu unrecht verurteilte.
Mein Vater nickte und ging die Treppe hinunter. „Na dann, wir sehen uns heute Nachmittag." „Bis dann." Mein Vater ging zu seinem Auto und fuhr zur Arbeit.

Ich wachte gegen Mittag auf, ging Duschen und packte auch meine Sachen zusammen und lief dann zur Bahn. Ich hatte mich dazu entschlossen meinen Vater nach seiner Schicht abzuholen und mit ihm Essen zu gehen. Es war ein warmer Frühlingstag, weshalb ich eine schwarze Leggin, einen weiten weißen Kapuzen Pullover angezogen hatte und dazu kombinierte ich schwarzweiße Nike Schuhe. Die Sonne fühlte sich angenehm an und während A day to remember durch meine Kopfhörer rockte, wurde meine Laune von Minute zu Minute besser.

Am Revier angekommen, stand ich dann vor dem Gebäude und wartete dort auf meinen Vater. Ein Junger Mann in Polizeiuniform kam auf mich zu und musterte mich. „Kann ich Ihnen weiterhelfen?" er lächelte mich freundlich an, was ich genauso freundlich zurück gab. „Nein danke, ich warte nur auf Herrn Fuchs, er ist mein Vater." der junge Polizist sah mich überrascht an, lächelte aber noch breiter. „Ach, dann sind Sie wirklich die Tochter von Henning." verwirrt blickte ich zu ihm rauf. „Äh, wie meinen Sie das?" „Wissen Sie noch, vor paar Wochen im Park, da habe ich Ihre Personalien aufgenommen. Ich dachte mir schon das Sie die Tochter von Henning sind, sie haben die gleichen blauen Augen." mir ging ein Licht auf und ich erkannte den Polizisten wieder. „Da Sie die Tochter eines Kollegen sind, möchte ich das Du anbieten. Ich bin Ibo." er reichte mir seine Hand und ich zögerte kurz, schlug aber ein. „Lyra."
„Ah, da bist du ja." mein Vater kam grade aus dem Gebäude raus und sah überrascht und neugierig zwischen uns hin und her. „Reizende Tochter hast du Henning." sagte Ibo und lächelte mir kurz zu, verschwand dann aber gleich darauf im Gebäude. So ganz Koscher war mir dieser Kerl nicht, aber ich sollte nicht immer gleich alles negativ werten. „Können wir?" fragte ich dann und mein Vater nickte. Wir fuhren zusammen an den Fischereihafen zum Rive Fish & Faible, denn wir hatten uns beide dazu entschlossen mal wieder richtig guten Fisch zu Essen.

Vollgefuttert lehnte ich mich zurück und streichelte zufrieden meinen Bauch. „Kennst du Ibo schon länger?" Mein Vater sah mich neugierig an und grinste. „Ne, ich wurde von ihm mal kontrolliert." sagte ich und nippte an meinem Weißwein. „Warum?" seine Frage war deutlich, ich musste ihm ganz genau erklären weshalb sein Kollege mich kontrolliert hatte. Ich überlegte wie ich es ihm am besten erklären konnte ohne, dass er komplett ausflippte. „Ich war mit ein paar Kollegen im Park und wir haben bei gutem Wetter etwas getrunken, das wollten sie dann wohl prüfen." mein Vater nickte und überlegte wohl was er dazu sagen sollte, ließ es aber dann doch bleiben und trank sein Wasser leer. Wir bezahlten dann und gingen noch ein wenig an der Elbe spazieren, was genau richtig war. Wir hatten nicht viel zu erzählen, doch die Stimmung war nicht unangenehm.

Nachdem wir zuhause angekommen waren, machte ich mich fertig für den Stall, ich wollte das Wetter für einen ausgiebigen Ausritt nutzen. Ich packte Klamotten zum wechseln ein und ein paar Äpfel, die bei mir nur vergammelt wären. Als ich mein Rucksack zu machte, klingelte mein Handy und eine unbekannte Nummer wurde auf dem Display angezeigt, zögernd nahm ich ab.
„Hallo?" fragte ich unsicher und wartete auf eine Antwort, die aber gleich darauf kam.
„Hey kleine, was geht?" John. Etwas verwirrt blickte ich kurz auf mein Display.
„Ähm... ich wollte jetzt zum Stall. Wieso fragst du?"
„Wollten heute Abend wieder um die Häuser ziehen wenn ich Tyga zuhause abgeladen habe, willst du mit?"
„Sicher dass du mich dabei haben willst?" ein provokanter, aber belustigter Unterton schwang in meiner Stimme mit und ich konnte mir genau vorstellen wie er mit den Augen rollte.
„Entweder ja oder nein." gab er zur Antwort und ich fing an zu schmunzeln.
„Sehr gerne John." murmelte ich und mir Schlich tatsächlich ein richtiges lächeln auf meine Lippen.
„Nice. Ähm... würde es dir was ausmachen wenn Tyga und ich mit zum Stall kommen? Die Maus würde gern mal reiten." er wirkte unsicher, doch ich nahm sie ihm gleich ab und sagte zu.
„Ich hol dich ab, schick mir deinen Standort."
Mit diesen Worten legte ich auf und schlitterte dann aufgeregt in mein Wohnzimmer in dem mein Vater auf der Couch lag und sich durch die Fernsehkanäle zappte. „Papa~..." ich zog die A's extra lang und versteckte meine Hände hinter meinem Rücken. „Darf ich mir deinen Wagen ausleihen?" ich lächelte Engelsgleich und hoffte dass er Ja sagte. „Wie lange bleibst du denn weg?" ich sah auf die Uhr und überlegte. „So drei bis vier Stunden."
Mein Vater nickte und ich hüpfte erfreut auf und ab. „Danke! Bis später." sagte ich und schnappte mir seinen Schlüssel. „Fahr langsam!" rief er mir noch zu und schon hatte ich die Wohnungstür hinter mir ins Schloss fallen lassen.

Kopfgeficke. || Bonez Mc FFGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt