25. 💎

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John hatte mich in ein Sushirestaurant geschleift in dem wir ganz gemütlich unser Sushi aßen und uns ein wenig näher kennenlernten. Naja, eigentlich lernte er mich näher kennen, denn etwas über ihn zu erfahren das man ohne Social Media nicht wusste war schwer. „Hast du eigentlich noch Geschwister?" fragte er mich nun, während ich mir ein Maki in den Mund stopfte. „Ich habe eine ältere Stiefschwester, müsste in deinem Alter sein." murmelte ich während ich mir die Hand vor den Mund hielt. „Du bist also ein Scheidungskind?" ich nickte daraufhin. „Meine Eltern waren der Meinung nicht mehr miteinander auszukommen und haben sich dann getrennt. Mama reist mittlerweile mit ihrem Schweizer durch die Welt, während mein Vater Kriminelle wie dich einbuchtet und zuhause eine liebevolle Polin ihn bekocht." bei dem Wort Kriminelle fing er an zu grinsen. „Du hast dich also in einen Kriminellen verliebt." ich schnaubte zur Antwort und natürlich wie so ein Gehirn offenbar funktioniert, hatte ich einen Ohrwurm von Britney Spears.
„An was denkst du?" John musterte mich und tunkte sein Sushi in die Sojasoße. „Mama I'm in love with a criminal..." nuschelte ich grinsend und John fing an zu lachen. „Ach komm, eigentlich bin ich doch ein recht anständiger Junge." ich schüttelte Wortlos den Kopf. Er war alles andere als anständig, wahrscheinlich genoss dieser Mann wenig Erziehung, obwohl ich daran glaubte, dass nicht die Eltern das Problem waren. Sein stures und rebellisches Verhalten hat ihn wohl dahin gebracht wo er nicht hätte hin sollen, doch es hat ihn Gott sei dank genau dahin geführt wo er heute ist.
Ich glaube nicht an Zufälle, sowas gibt es nicht. Ich glaube an das Schicksal, an das was für uns bestimmt ist und alles seinen Grund hat, wieso man nun dort ist wo man hingeführt wurde. Mittlerweile war mir auch klar, dass es kein Zufall sein konnte John in meinem Leben zu haben. Dieser Kerl brachte mich zwar oft auf die Palme, doch ich sehnte mich viel zu sehr nach ihm. Seine Persönlichkeit war etwas besonderes und ich hätte niemals erwartet, dass ich mich doch irgendwie gut mit ihm verstehen könnte, denn sein Leben in der Öffentlichkeit hatte mich gut abgeschreckt. Er war mehr als das was er zeigte, da war ich mir sicher. Ich konnte noch nicht alles über ihn erfahren, doch ich war auf einem guten Weg. Abgesehen von seinem Perfektionismus und dem Workaholic, war er unfassbar Loyal und Treu seinen Freunden gegenüber. Manchmal etwas versnobt und materialistisch, doch auch wirklich oft selbstlos. Was Tyga anging brauchte ich gar nicht erst anzufangen, für sie würde er jede Kugel fangen. Nichts war ihm zu teuer, denn für sein eigenes Fleisch und Blut würde er wirklich alles machen. Und mir gegenüber, ja das konnte ich noch immer nicht ganz einschätzen, aber er hatte es endlich geschafft sich zu öffnen und konnte wohl endlich seine Gefühle zulassen. Ich war gespannt was das Schicksal noch mit uns vorhatte.

„Du sabberst dein Sushi voll." John holte mich mit dem Kommentar wieder in die Realität. Er hatte mich beim starren erwischt, grinste schelmisch und zwinkerte mir zu.
„Was wirst du eigentlich Cleo sagen?" fragte ich dann nach, als meine Gedanken kurz zu ihr schweiften. „Ich brauche ihr nichts zu sagen. Cleo ist zwar die Mutter von Tyga, aber meinen Beziehungsstatus braucht sie nun wirklich nicht zu wissen." mir reichte die Antwort, so nickte ich nur und packte mein letztes Sushi Stück in den Mund.
„Willst du noch ein Dessert?" fragte er mich dann und ich nickte grinsend. Er hob seine Hand in die Höhe und rief eine Kellnerin an den Tisch. Derweil checkte ich kurz mein Handy auf Nachrichten. Ich hatte 8 verpasste Anrufe von meinem Vater, das war meist kein gutes Zeichen. Ich ließ John somit entscheiden was für ein Nachtisch wir essen würden und entschuldigte mich für einen Moment.
Ich tigerte auf der Damentoilette hin und her und kaute aufgeregt auf meinem Daumennagel herum.
„Was stimmt nicht mit dir, Lyra!?" mein Vater hatte mich direkt angebrüllt als er sein Handy abnahm, perplex blinzelte ich mein Handy an. „Jetzt mal ganz ruhig, was ist das Problem?" fragte ich noch höflich nach, jedoch war ich schon zum schreien bereit. „Du bist mit ihm zusammen und lässt dich mit diesem Kriminellen ablichten! Was habe ich in meiner Erziehung falsch gemacht, dass mein Kind sich mit Drogenabhängigen, kriminellen Männern abgibt!?" Fassungslos starrte ich auf den Boden. In meinem Kopf flogen tausende Fragen. „Wovon redest du Papa?" ich stellte die eine recht neutrale Frage und hoffte das mein Vater sich nicht noch weiter in Rage redete. „Von dem Artikel der im Netz überall zu sehen ist. »Bonez Mc hat eine Freundin?« und darauf bist eindeutig du zu erkennen!" Völlig überfordert hörte ich meinem Vater beim schreien zu. "Papa, was für ein Artikel bitte? Kannst du mir den mal schicken?" Mein Vater zögerte keine Sekunde und schickte mir den Link dazu und ich laß ihn mir durch.

Kopfgeficke. || Bonez Mc FFGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt