16. 💎

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„Pass auf dich auf und bau kein Mist!" brummte mein Vater und tätschelte mir den Kopf. „Ja Papa. Sag Johanna einen Gruß von mir, wenn sie mal wieder Piroggen macht soll sie bescheid sagen!" sagte ich und grinste. Allein der Gedanke an ihre polnische Küche lies mich sabbern. Mein Vater nickte amüsiert, stieg in seinen Audi und fuhr davon. Ich seufzte, sowohl erleichtert als auch traurig. Dann verschwand ich wieder in meine Wohnung. Ich atmete tief durch, sah auf die Uhr und überlegte ob ich spontan mit Mio ins Gelände gehen sollte. Dann erinnerte ich mich an Tyga, die das letzte mal vor ein paar Tagen wirklich Spaß hatte und von diesem Gedanken ging ich weiter zu John, was mich daran erinnerte, wie sehr mein Hintern doch schmerzte. Zwei Tage waren bisher vergangen und er hatte seine Drohungen vollends wahr gemacht. Ich konnte zwar nach einem halben Tag wieder schmerzfrei umher laufen, jedoch hatte mein Po einen Riesen blauen Fleck und wirklich sitzen ging kaum. Also war ausreiten auch schon wieder verworfen.
Trotzdem schrieb ich John eine Nachricht und fragte ob er und Tyga vielleicht Lust hatten mit zu kommen.
Nach ein paar Minuten warten, kam dann auch gleich ein Anruf von ihm, weswegen ich gleich abnahm.
„Möserchen?" ich grinste in mich hinein, denn ich wusste dass es ihn nervte wenn ich ihn so nannte. Er sagte: „Ich bekomm dabei das Gefühl als wäre ich voll der Lappen."
Einige Sekunden war dann tatsächlich stille und plötzlich hatte er aufgelegt. Ich lachte in das tuten hinein und wartete darauf dass er mir wieder anrief, was auch gleich passierte.
„Na, eingeschnappt?" sagte ich gleich als ich abnahm und verkniff mir das Lachen.
„Schnauze du Biest." ich hörte einen amüsierten Unterton raus und grinste dabei.
„Ich kann nicht, aber Tyga ist grade bei mir und sie würde gern mit kommen. Ich klär das mit ihrer Mutter dann kannst du sie holen, ist das in Ordnung?" gab er dann als Antwort zu meiner eigentlichen Frage und ich stimmte zu.
„Aber ich hab kein Auto mehr, ich werd sie wohl mit der Bahn mitnehmen wenn das ok für dich ist."
„Ich kläre das." sagte er und legte einfach auf.

Während ich auf eine Antwort wartete, machte ich mich parat für den Stall und packte diesmal ein paar Möhren für Mio ein.
Grade als ich meinen Zopf nochmal enger an die Kopfhaut drückte, klingelte es an der Tür. Ich huschte also schnell zur Gegensprechanlage und meldete mich.
„Ist Mi'lady bereit für ihr Ross? Dann kommen Sie doch aus Ihrem Schloss." witzelte Martens stimme und auch ich fing an zu grinsen. Ich öffnete ihm die Tür und er lief mit schweren Schritten die Treppen hinauf. Als er vor mir ankam, verbeugte er sich vor mir. „Spinner." murmelte ich grinsend und ließ ihn in meine Wohnung. „Schön hast du's hier. Endlich kann ich die Wohnung mal im hellen betrachten." sagte er dann und sah dich dabei um. „Danke. Gott sei Dank hat mein Vater in der Nacht nichts mitbekommen als du den Schlüssel in meinen Schlüsselkasten gehangen hast." sagte ich als ich meine Schuhe anzog.
Wir verließen zusammen die Wohnung und ich krabbelte dann wie immer in Martens G-Klasse, diesmal aber auf den Beifahrersitz. „Cool das du Tyga mitnimmst, die ist vorhin schon fast ausgerastet als sie gehört hat dass du sie mitnehmen möchtest. Sie hat dein Pferd wohl ganz schön lieb gewonnen." sagte Marten als er sich in den Verkehr einfädelte. „Mio ist leider nicht mein Pferd, aber ja die haben sich sehr gut verstanden."
„Wem gehört das Pferd dann?" fragte er verwundert und bog dabei in die nächste Straße ein. „Einer Dame die beruflich ziemlich eingespannt ist. Die hat eine Reitbeteiligung gesucht und ich war wohl die richtige für meinen Bubi." ich lächelte in mich hinein, die erste Begegnung mit Mio war anders, der gute war schon immer super lieb gewesen, doch bei mir verhielt er sich wohl ganz anders. Er suchte ständig meine Nähe und seine Besitzerin bekam ihn kaum von mir weg. Auch das erste mal reiten war ein ganz anderes Gefühl, ich konnte spüren wie sehr wir uns vertrauten und wie gelassen er über den Platz schritt.
„Woran denkst du?" Marten riss mich aus meinen Gedanken und musterte mich. „An mein erstes Treffen mit Mio." Marten machte ein amüsierten Laut, weswegen ich ihn angrinste.

Wir parkten vor einem Gebäude und stiegen aus, genau da kam uns schon Tyga entgegen gerannt und umarmte mich freudig. „Danke das du mich mitnimmst!" quiekte sie und strahlte mir entgegen. Ich tätschelte ihr den Kopf und lächelte sie warm an, als sie sich von mir löste kam John aus dem Gebäude und zündete sich gleich eine Zigarette an. Hinter ihm erschienen zwei weitere Personen, den einen erkannte ich sofort und mein kleines Fangirl-Herz machte einen erfreuten Hüpfer, dahinter erkannte ich eine hübsche junge Frau ungefähr in meinem Alter. Sie hatte Schulterlanges lockiges Aschblondes Haar und ihre Augen strahlten so blau wie das Meer. Bausa und die junge Frau sahen verwirrt zu mir herüber, lächelten mich aber freundlich an. „Ist sie das Biest vom Telefon?" fragte Baui amüsiert und grinste John an. Mein Blick fiel direkt auf ihn und ich sah wie er grinsend mit dem Kopf nickte. „Sie sieht aber gar nicht nach einem Biest aus." murmelte sie grinsend dazwischen und John fing laut an zu lachen, weswegen sich mein Blick verfinsterte. „Okay ich nehm alles zurück." lachte sie nun. „By the way; Lyra, das Biest. Lyra, das ist Baui's eindeutig bessere hälfte Lina." Bausa sah empört zu John, was Lina und mich kichern ließ. „Freut mich euch kennen zu lernen. Was treibt euch hier her?" -„Wir waren bei meinen Eltern zu besuch und wollten natürlich bei den Jungs auch nochmal vorbei schneien während unser Sohnemann bei meinen Eltern alles auf den Kopf stellt." überrascht sah ich zu Baui welcher ganz Stolz wirkte als Lina ihren Sohn erwähnte. „Können wir endlich zu Mio?" Tyga zog an meiner Hand. „Zuerst sagst du Papa noch Tschüss!" beschwerte sich John und ging in die Hocke um seine Tochter in dem Arm nehmen zu können. „Marten holt euch später wieder ab und bringt dich zu Mama." sagte er zwischen zwei Küsschen die er ihr auf die Stirn gab und Tyga nickte. „Tschüss Lina und Baui!" rief sie noch winkend während sie zu uns ans Auto rannte.
Marten verstaute Tyga sicher auf der Rückbank, ich verabschiedete mich auch noch von den dreien und wollte gleich ins Auto steigen, da spürte ich eine große Hand auf meinem Hintern welche mit viel Gefühl und druck hinein kniff. Ich quiekte auf und wirbelte herum. John stand lachen vor mir, ich boxte ihm leicht schmollend auf die Brust. „Blödmann!" murmelte ich. „Pass mir gut auf meine Prinzessin auf. Wir sehen uns heute Abend." verwirrt sah ich zu ihm rauf. Hatte ich irgendwas verpasst? „Wir gehen heute Abend feiern." er zwinkerte mir zu. „Wenn das nicht wieder Eskaliert wie beim Park." John schüttelte darauf den Kopf. „Ne heute nicht. Also bis später." er schloss die Tür und ging in das Gebäude, ließ mich dabei noch immer verwirrt zurück.

Kopfgeficke. || Bonez Mc FFGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt