Kapitel 17 ~Spionage

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[Am nächsten Tag]

Wir schliefen wirklich sehr lange, die Nacht machte uns fix und fertig. Zum Glück hatten wir heute auch noch frei. Ich wurde wach, als ich meine Augen öffnete, sah ich in zwei friedlich schlafende Augen. Sie schlief tief und fest. Ich merkte aber vorerst gar nicht, dass sie ihre Arme um mich gelegt hatte und nahm es beim Aufstehen erst wahr. Dabei ist mir aufgefallen, dass sie sich ausgezogen hat. Ich blickte beschämt zu Seite und schaute weg. 

Als ich mich im Bett aufsetzte, machte sie ein komisches Geräusch und drehte sich leicht. Dabei musste ich an das Geschehen von dieser verwirrenden Nacht denken. >Sie hat mich geküsst!< außerdem sagte sie, ich solle sie niemals verlassen oder so. > Hat sie auch Gefühle für mich? Sonst hätte sie mich ja wohl nicht geküsst aber...? Wie sollte das mit uns beiden funktionieren?<

Ich stand auf und machte etwas zu essen. Dabei dachte ich immer an den gestrigen Abend. „Das beschäftigt mich einfach zu sehr", flüsterte ich vor mich hin. „Was beschäftigt dich zu sehr?", fragte meine Schülerin, die schlaftrunken aus meinem Zimmer kam.

 „Ach nichts! Ist nicht so wichtig... „Ahaaaa" gähnte sie. Sie kam auf mich zu und wollte schauen, was ich zu essen machte, dabei stolperte sie über ihre eigenen Füße und fiel auf mich. Sie konnte sich gerade noch an meinem Shirt festhalten. „Ahh.... mir gehts so schlecht...", stöhnte sie. Ich half ihr hoch und trug sie wieder in mein Bett. „Leg dich hin."

Und natürlich bin ich heute wieder derjenige, der sich um dieses Kind kümmern muss, auch wenn's für Lucy ist..., so wäre ich doch lieber jetzt auf Mission.

{Natsuya POV}

Ich traf mich gestern ein weiteres Mal mit Higuchi. Sie erzählte mir, dass sie durchaus wissen könnte, wo meine Schwester wohnt. Denn einer ihrer Mitglieder hat Geburtstag gefeiert und die beiden waren eingeladen. Zudem wusste Higuchi, wo sie stattfand, weil sie ihre Vorgesetzte war und es zufällig bei denen zu Hause war.

So machten wir uns gemeinsam auf den Weg und hatten über den ganzen Abend, einen groben Überblick wer alles kam und ging. Wir sprachen uns ab, dass sie darauf achtete, wer reinkommt und ich wer geht, zwar zog sich das alles voll in die Länge, aber das war's mir wert.

Nach Stunden ging Akutagawa alleine Heim, den wollte ich aber nicht verfolgen, denn bei ihm war die Chance größer erwischt zu werden. Doch ich wartete stattdessen lieber auf meine Schwester, die nach 3 Stunden endlich mal rauskam. Allerdings war sie Sturz betrunken, was mich traurig machte, wie kann jemand der auf den anderen aufpassen soll, den anderen einfach im Stich lassen?! 

Es machte mich so wütend zu sehen, um was einen scheiß sich Akutagawa, um Lucy kümmerte!! Sie torkelte halb nach Hause, aber ich hielt es nach gewisser Zeit nicht mehr aus. „Lucy?! Heyy!!" rief ich und nahm sie unter meine Fittiche. „Naaa wasch masch'te hieeeeer?"~

„Ich war nur etwas spazieren und... puh du hast getrunken..." ich hielt etwas mehr Abstand von ihrem Gesicht. „Yiaaaa das war soooooo toll!! Aber... er hat mich verlassen..."~ plötzlich kamen ihr die Tränen und sie heulte. „Alles ist gut, wenn er dich verletzt, dann brauchst du so jemanden nicht!" versuchte ich sie zu beruhigen. „Aber ich... Maaaag ihn dafür zu seeeehr..."~ >Ok so funktioniert das also nicht... egal ich bring sie erstmal nachhause< dachte ich. 

„Sag mir wo du wohnst und ich bring dich nachhause.", sie führte mich zu ihr, wenn auch so ziemlich desorientiert und ziemlich fehlerhaft, aber wir sind angekommen. „Wo genau wohnst du?", fragte ich neugierig. „Daaa Ooooben, wohnt der Herr, der mich verlassen hat!"~ zeigte sie auf eine Tür im ersten Stock, sie schien es zudem ja so ziemlich auf ihn abgesehen zu haben. „Soll ich dich hochbringen?"

„NÖÖÖÖÖ!!! Das schaaaff ich alleine!! Tschau, Bruder!"~ >Moment! Sie weiß es?! WOHER?! HAT AKUTAGAWA IHR DAS ERZÄHLT?! DEN MACH ICH KALT< ich sprintete zurück und merkte mir noch die Straße. Dann funkte ich Higuchi an „Higuchi!! Ich weiß es!!! Ich weiß wo sie wohnen!!! Und...."

Ich brach ab.

„Und was?! Was ist los?! Das sind doch gute Nachrichten!!" sprach sie.

„Ja aber... sie weiß es .... sie weiß ganz genau wer ich bin..." meine Stimme wurde immer leiser.

„Und? Hängt das wirklich davon ab, unsere Mission zu erfüllen?! Wir haben gesagt, wir machen das zusammen!!! Willst du etwa schon aufgeben?!" schrie Higuchi mich an.

>Nein will ich nicht!! Aber das schränkt mich ein...< „Sie weiß es schon länger... von wem weiß ich nicht, aber scheinbar hat sie es irgendwann mal, durch einen Zufall erfahren."

>Und sollte es Akutagawa gewesen sein.... bringe ich ihn um!!<

Ich atmete einmal ganz tief ein und aus, dann ging zurück zu Higuchi. Ich kam völlig aufgelöst bei ihr an. Sie wusste nicht, was tun sollte, als ich auf sie zu kam, fiel ich ihr direkt in die Arme. Es war mir egal, wie dämlich das aussehen mag, aber das brauchte ich gerade im Moment am meisten. Ständig hallten ihre Worte in meinem Kopf und ich wusste gar nicht, wie ich damit umgehen sollte. „Ist doch alles gut, dann weiß sie es eben."

„Das ist trotzdem nicht gut!! Unsere Eltern sind gestorben und ich suche schon seit Jahren den Mörder!!! Ihr schien das total egal gewesen zu sein und ich will wissen warum!! Aber als Bruder kann ich sie doch nicht einfach fragen?!"

„Shhh... jetzt komm mal runter. Das wirst du auch noch so erfahren..., aber beruhig dich bitte erstmal..., ich werde in ihrer Akte auch nochmal für dich gucken..." sagte sie beruhigend und löste sich von mir.

„Das würdest du ehrlich für mich machen...?"

Mein Herz fing an zu rasen. Es überraschte mich, wie Higuchi sich plötzlich so für mich sorgte, mein Bauch fing an zu kribbeln.

„Ja.... ich schau mal was ich finde."

„Vielen Dank Higuchi!! Das ist.... wirklich sehr süß von dir..." ich sah, wie sie errötet und wurde daraufhin auch rot und wollte sie umarmen, aber sie drückte mich weg und klatschte mir eine. „Aua..."

„Verdient. Nur weil ich dir entgegenkomme und helfe, heißt das nicht, dass ich direkt etwas von dir will!!" und drehte sich weg. „Aha... für mich sah das aber eben anders aus..., Naja komm lass uns gehen, ich will hier weg!" Higuchi stimmte mir zu, wir standen auf und gingen jeweils nachhause.

Wörter: 1050

Leiden schafft Liebe (Bungou Stray Dogs OC Fanfiction)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt