Kapitel 5 ~Meister und Schüler

85 6 0
                                        

{Akutagawa POV}

Ich folgte natürlich meiner Schülerin, bis zum Café und wartete draußen. Ich prüfte meine Uhr schon zum dritten Mal und bemerkte, dass sie dort jetzt schon länger zu Gange ist, als man normalerweise braucht, um ein Buch abzuholen. Dann trat ich dem Café etwas näher und sah durch die Scheiben, dass was ich die ganze Zeit vermeiden wollte bzw. sollte, trat ein. Sie traf genau auf den Mann, auf den sie nie hätte treffen dürfen. Und so ging ich ins Café rein, um die ganze Sache schnell abzuhacken.

{Lucy POV}

Ich traf diesen jungen Mann, der rötliche Haare und auch helle Strähnen in den Spitzen hatte, wie ich, er trug eine lange Sweatshirt-Jacke und ein hellgraues T-Shirt. „Vielen Dank für das Buch, aber wie ist eigentlich Ihr Name?" „Mein Name ist..." mehr hab ich nicht verstanden, weil Akutagawa ins Café reingestürmt kam und mich auf der Stelle vor allen Leuten, auf seine Schultern nahm und wieder herausrannte. Ich hörte nur wie der Fremde, der mir mein Buch wieder gab, noch schrie, „Heyyy!!! Bleib stehen !!" und sah, wie schnell er sich entfernte.

{POV Akutagawa}

Das, was eben passiert ist, hätte niemals passieren dürfen. Ich hab sie gerade noch rechtzeitig daraus holen können, aber das hat für Aufsehen gesorgt. Ich kann nur hoffen, dass sie nicht weiter nachfragt, obwohl ich mir diesen Gedanken sparen könnte...

[...]

Die ganze Zeit von dem Vorfall bis zur Mafia herrschte absolute Stille. Ausnahmsweise sagte sie mal nichts. Ich ging zum Boss und musste ihm erklären, was in der Stadt los war, weil die Militärpolizei eingeschaltet wurde und für Aufsehen gesorgt hatte. „Das ist ja alles schön, dass du sie noch gerade so dort wegholen konntest, aber..." der Boss hielt kurz inne, „... Hattest du nicht eine einzige richtige Aufgabe!! Du weißt, dass das ihr Bruder ist!!"

„Wieso? Wieso wusste ich nie was davon? Wieso habt ihr mir eigentlich verschwiegen, dass ich einen Bruder habe? Und wieso darf ich seinen verdammten Namen nicht wissen ?!" schrie sie plötzlich in den Raum, ich habe nicht gemerkt wie sie in den Raum kam. „Das hat seine Gründe. Deine Aufgabe ist es, die Mafia zu unterstützen und nicht mit diesem Menschen, der sich nie um dich gekümmert hat, deine Zeit zu vergolden!! Du solltest eigentlich nie, was von diesem Gespräch mitbekommen, vor allem kein Teil davon sein und jetzt raus!!" Der Boss hatte klare Anweisungen gemacht und meine Schülerin wurde sofort rausgeschmissen. Ich mochte es nicht, wie sie einfach angefasst und rausgeschmissen wurde, aber ich konnte nichts tun, ich durfte nicht tun. „Hör zu Akutagawa..., sie wird sich ab jetzt jede Gelegenheit nutzen, um ihm zu suchen. Lass sie nicht aus den Augen! Und pass auf, dass die beiden sich nicht näher kommen, ich habe nämlich keine Lust, selbst Hand anlegen zu müssen!" „Verstanden..." und so ging ich Richtung in mein Zimmer,>Dabei ist er ja nicht mal unser einziges Ziel, gerade ich hab den Menschentiger noch vor mir sowie Dazai!<.

{Lucy POV}

Nachdem ich rausgeschmissen wurde, bin ich trainieren gegangen, dabei traf ich auf Gin und fragte sie, ob sie mit mir trainieren würde. Alles klappte soweit, allerdings war sie wegen ihrer guten Kampffähigkeiten mir deutlich überlegen. In dem Moment, als ich Gin angreifen wollte, wurde ich von etwas anderem auf den Boden geschleudert. „Aua..." stöhnte ich und hielt mein arm fest. „Bist du eigentlich noch ganz bei Trost?!" Diese Stimme. Es war wieder mein Meister, der mit mir sprach. „Was? Dass ich meinen Bruder, der als einziges noch da ist, kennenlernen möchte?" „Schweig endlich!!" ich wurde heftig von Rashōmon angegriffen. „ Ah... aber was wäre...", ich stand zittrig auf meinen Beinen und hielt meinen Arm fest, dabei musste ich heftig grinsen. „... wenn du Gin vorher nie kanntest und erfährst, dass sie als einzige noch lebt...?"

„Nimm das nie wieder in Mund und schweig du nutzlose Untergebene" Rashōmon kam von fast von allen Seiten und verprügelte mich. „Sowas lasse ich mir ganz sicher nicht bieten und will ich nie wieder hören!! Du weißt gar nicht, was ich alles durchmachte im Gegensatz zu dir!!" Akutagawa war furchtbar wütend, aber irgendwie schaffte ich es, mich vor Rashōmon zu retten. Ich versuchte mich, trotz weniger Kraft aufzuraffen, „Haha... , Nein das weiß ich wirklich nicht, aber das kann ja nur bedeuten, dass du ein genauso elendiger untergebener und Versager warst.... hahaha, wie schrecklich doch dieser Tag war...ahhh..." ich hatte Tränen in den Augen, lächelte und war zu tiefst amüsiert, doch durch die Schmerzen wurde mir schwarz vor Augen.

{POV Akutagawa}

„haha... Nein das weiß ich wirklich nicht, aber das kann ja nur bedeuten, dass du ein genauso elendiger Untergebener und Versager warst... hahaha, wie schrecklich doch dieser Tag war...ahhh..." sie fiel zu Boden und sagte dies amüsiert. Ich kochte wie noch nie zuvor, >wie kann sie es nur wagen, sowas zu sagen?!<. Dass Gin das mit bekam, nervte mich genauso, sie wusste von allem, aber sagte nie was dazu, sie hätte sich nie so widersetzt.

Doch warum tut meine Schülerin das nur? Ihre Worte hallten immer noch in meinem Kopf „aber das kann ja nur bedeuten, dass du ein genauso elendiger Untergebener und Versager warst..." ,>Ja, das war ich tatsächlich...<,ich hab mich nur immer gefragt, was ich falsch machte, was Dazai von mir erwartete, warum ich nie gelobt wurde. Plötzlich kamen mir viele unsere Aufträge in dem Sinne, dabei bemerkte ich, dass ich sie auch noch kein einziges Mal gelobt hatte. Ich hab sie immer nur angeschrien, gefoltert und wie Dreck behandelt, „Ich bin genau wie Dazai! Ich weiß nicht was Barmherzigkeit ist! Woher auch! Ich hasse dich, Dazai!!" schrie ich und fing wieder für einen kurzen Moment an, mich selbst zu hassen. Schnell wurde mir aber auch bewusst, dass er mich zu dem gemacht hat, was ich heute bin, denn heute bin ich jemand, der wahrgenommen wird, auf den nur ein einziger Mensch herabsieht und nicht alle Menschen...

Ich fühlte mich gerade unausgesprochen leer, doch dann holten mich Geräusche von irgendwo ins hier und jetzt, >Lucy! Ich muss sie zu Mori bringen!<, ich nahm sie so, dass ich mit ihr im Arm schnell zu Mori laufen konnte. „Es tut mir so leid, meine geliebte Schülerin..., dass du mich damals als deinen Ausbilder zugeteilt bekommen hast... und dass ich so zu dir war...", flüsterte ich ihr zu und gab ihr ein Kuss auf die Stirn.

Wörter:1056

~~~~~~~~~~

Uhhhh..., da krachte es extrem zwischen Lucy und Akutagawa..., ob sie ihm das verzeihen wird?

Schreibt gerne eure Vermutungen rein :)?

Achja und ich dachte ich füge einfach mal paar Bilder zur Abwechslung rein, diese sind aber nicht von mir gemacht worden, wenn es meine eigenen Bilder sind, dann werde ich's schon sagen :)

Eure Lucychan~

Leiden schafft Liebe (Bungou Stray Dogs OC Fanfiction)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt