Kapitel 35 ~Ein dunkles Geständnis

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{Natsuya POV}

Nun morgen ist es eine Woche her, dass Higuchi verzweifelt zu mir kam. Sie schlief noch, während  ich wie fast jeden Morgen Frühstück für uns machte. Statt wie die Tage zuvor hatte ich an diesem Tag einen sehr strengen Zeitplan.

Ich weckte Higuchi ganz sanft, allerdings stach dieses Mal in ihr der Morgenmuffel hervor. „Komm steh auf, du benimmst dich wie ein Kind."- „Heyy!! Stimmt nicht!!" Verdeckte sie ihr Gesicht unter der Decke.

„Na komm, wir haben heute eine Menge vor! Und das erfordert ziemlich viel Zeit!" sagte ich, nahm die Decke von ihrem Kopf und bat sie aufzustehen.

Direkt nach dem Frühstück nahm ich alles, was ich brauchte mit und ging mit Higuchi zum Auto. „Wo fahren wir eigentlich hin?", fragte sie. „Das ist eine Überraschung!", sagte ich spielerisch und fuhr los.

Die Fahrt dauerte ca. 45 min, da mein Ziel ein wenig außerhalb von Yokohama lag. Den Weg erkannte ich ab einem bestimmten Ort wieder, ich bekam Gänsehaut. Dieselben Bäume wie damals, die Straße unverändert, die Windmühle auf der linken Seite Halb abgerissen, die Kirche immer noch total bemoost, hier hat sich nichts verändert.

„Natsuya?! Ist alles ok? Du... du siehst total blass aus und zitterst ja, Halt an!!" riss mich Higuchi aus den Gedanken. Ich bremste und fuhr an die Seite. Ich schaute in den Spiegel und sah mich an. >Ich sah wirklich schlimm aus? Kommt das, weil wir hier lang fahren?< ohne ein Wort stieg ich aus, ich atmete die Luft tief ein und aus, mir wurde schlecht. Ich spürte eine Hand auf meiner Schulter. „Heyy... es ist alles gut", versicherte mir Higuchi und allmählich beruhigte ich mich wieder.

Nach kurzer Zeit fuhren wir weiter. „Danke, dass du mir eben geholfen hast..." bedankte ich mich bei ihr. „Ach, immer wieder gerne!"

Es waren keine 10 min mehr und wir kamen an einem alten Gebäude an. „Wir sind da."

Wir stiegen aus und ich betrachte es von außen. Es war weiß, hatte kaum Fenster, nur wenige Türen und sah schon ein wenig heruntergekommen aus. „Wo sind wir hier, Natsuya?" klemmte sie sich unter meinem Arm, wie ein Kind, ich bemerkte ihre Unsicherheit. „Wir sind in einem alten Forschungslabor!", sagte ich mit stolz.

„Ich bin echt bin erleichtert, dass dieses Gebäude noch relativ gut erhalten ist, sonst wäre das ziemlich stressig geworden."

„Was meinst du?", fragte sie. „Das erzähl ich dir gleich, lass uns erstmal hereingehen."Ich streckte ihr meine Hand aus, allerdings zögerte sie. „Ich kann auch erstmal alleine vorgehen, wenn du unbedingt-„

„Nein ich komm mit!!" unterbrach sie mich und nahm meine Hand.

Wir gingen rein. Alles war dunkel und ein Tropfen war zu hören. Viel Spinnweben und Staub erfüllten den Raum. Ich machte eine kleine Taschenlampe an und ich sah direkt zwei kaputte Rohre.

Ich versuchte die Treppe ausfindig zu machen, um jeweils nach oben oder nach unten zu gelangen. Nicht lange brauchte ich, um die Treppe zu finden, in mir breitete sich Aufregung aus. Ich wollte weitergehen, doch eine Stahltür verhinderte es. Sie sah etwas demoliert aus, wahrscheinlich haben schon viele versucht diese Tür zu knacken.

Ich fand meine Eltern tot vor, meine Schwester war weg. Ich durchsuchte alles nach Hinweisen, irgendwo musste es doch was geben. Unser halbes Haus lag in Schutt und Asche. Vielleicht gibt es ja Hinweise in Papas Zimmer, als ich jedoch dieses vorfand, war alles von Trümmern umgeben. Versuchend alles zu durchsuchen fand ich was. Es war ein Schlüssel, war das der Schlüssel zu dieser Tür?! Papa ließ mich nie in diesen Raum...

„Warte mal!" Ich kramte in meiner Tasche nach meinem Schlüsselbund, als ich ihn fand, schaute ich den Schlüssel an. „Nun sag mir Vater, was wolltest du ständig vor mir verheimlichen...?" Ich steckte den Schlüssel in das alte Schlüsselloch rein und drehte ihn.

Leiden schafft Liebe (Bungou Stray Dogs OC Fanfiction)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt