Kapitel 39 ~Familien Konflikt

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Die Nacht verlief für mich überhaupt nicht schön, ständig wurde ich durch Albträume geweckt. Das, was gestern in der Schule meiner Schwester passierte, verfolgte mich. Irgendwas muss dagegen getan werden! Ich war schon ziemlich früh wach, aber ich wollte meine Schwester nicht wecken, weswegen ich einen Blick auf mein Handy wagte, das ich gestern den ganzen Tag nicht einmal in die Hand nahm. Sehr viele Nachrichten erhielt ich, 64 aus unserer Gruppe, 10 private Nachrichten, darunter auch einige verpasste Anrufe von Skylar und zwei Nachrichten von meinen anderen Freunden.

Skylar machte sich einfach nur Sorgen um mich und fragte, was bei mir los sei. Der Rest schrieb nur irgendeinen Mist. Etwas weniger als eine Stunde schrieb ich Skylar, was alles passiert sei und warum ich erstmal nicht komme, bis ich eine Lösung fand. „Guten Morgen..." sprach meine Schwester schlaftrunken. „Guten Mausi. Hast du gut geschlafen~?" Ich gab ihr ein Kuss auf die Stirn und strich über ihren Kopf. „Jaaaaa."

„Pass auf, du gehst fürs Erste nicht mehr in die Schule. Ich regel das ja, aber bitte bleib erstmal hier, Achja! Und bitte tu so, als wärst du krank. Wenn du das tust, wird es dir bald besser gehen, versprochen!!"

„Na gut.", sie freute sich.

Ich ging nach unten und holte Frühstück nach oben, dabei begegnete ich Mama. „Mama? Was machst du denn schon hier?!" das ist schlecht. „Ich bin früher zurückgekommen, und besser sollte ich dich fragen, was du noch hier machst? Du solltest schon längst in der Schule sein." sagte sie in einem leicht genervten Ton.

„Ich bin zu Hause geblieben wegen Lucy. Ihr gehts nicht gut und ich möchte mich, um sie kümmern! Ich hab angerufen und gesagt, sie komme erstmal die Woche nicht mehr!" sagte ich und holte alles, was ich brauchte für meine kleine Schwester. „Oh... Muss sie zum Arzt?" „Nein-„ schnitt ich ihr beinahe die Frage ab. „Ihr gehts soweit gut, nur sie fühlt sich schlecht, ich kümmere mich um sie."

Mit diesen Worten bin ich einfach nach oben gegangen. Sie darf nicht wissen, was da los ist. Lucy brachte ich das Frühstück und rief bei meiner Schule an, mit den Worten: Mir gehe es derzeit nicht gut, ich hole ein Attest und komme in einer Woche wieder. Ob sie mir das abkauften, weiß ich nicht, aber das spielte nun auch keine Rolle mehr. Ich werde mir irgendwas einfallen lassen müssen.

Den ganzen Mittag verbrachte ich mit meiner Schwester, meine Eltern nervten mich zum Glück nicht, allerdings wollen wir gleich zusammen Essen und Lucy gehts ja "nicht" gut. Nur sieht man ihr so gar nicht an, dass sie krank sei. „Lucy! Natsuya!! Kommt ihr?!" rief mein Vater.

„Jaaa!!" Rief ich zurück, „Pass auf, du bleibst hier oben, ich bring dir essen später hoch." Sagte ich meiner Schwester und verschwand.

„Wo ist deine Schwester?", fragte meine Mutter. „Die ehhh..., die möchte nichts essen. Ihr gehts immer noch nicht besser..." log ich. „Mhh vielleicht sollten wir dann doch zum Arzt, was meinst du, Schatz?", fragte sie mein Vater, der nur stumm neben ihr saß und aß.

„Entscheid du das", gab er trocken wieder und schob sich eine weitere Gabel in den Mund. „Ja ich guck dann mal nach ihr.", meine Mutter machte Anstalten aufzustehen.

„Nein Mama warte! Ihr gehts schon wieder ein wenig besser!! Sie muss nicht zum-„ versuchte ich sie, um zustimmen und versperrte ihr den Weg.

„Natsuya komm, lass mich durch, wenn sie nicht mal mit uns essen kann, muss sie zum Arzt." stand meine Mutter auf. „Nein, halt.", meine Mutter konnte sich an mir vorbei drängeln und wollte die Treppen hochgehen. „Natsuya, lass deine Mutter!", rief mein Vater.

„Nein Mama!! Du darfst da nicht hoch!" versuchte ich sie immer mehr von meiner Schwester abzuhalten, aber sie ließ sich nicht abwimmeln. Sie war schon kurz vor der Tür, aber ich versuchte sie irgendwie festzuhalten „Natsuya!! Los lassen sofort!! Oder du bekommst Hausarrest!!" brüllte sie mich halb wütend an.

„Natsuya!!! Aufhören!!" brüllte mein Vater und kam zur Treppe. Währenddessen riss sich meine Mutter los und öffnete erst Lucys Zimmer und dann meins. „Nein!!! Mama nicht öffnen!!" schrie ich. „Lucy du...?" Mama erschrak, ich lief die restlichen Treppen in 3-er Schritten hoch und sah meine Schwester auf dem Boden mit ihren Kopfhörern und ihrer kleinen Konsole spielen, sie bemerkte uns und nahm die Kopfhörer ab.

„Du bist gar nicht krank?", fragte Mama ziemlich irritiert. Dann schaute sie nur noch mich an, weil sie nicht wusste, was sie sagen sollte. „Mama, das ist nicht wie's aussieht, bitte glaub mir!" wollte ich meine Schwester schützen. „Achja und wo nach sieht es dann aus?!"

„Ich erzähle es dir... ok? Ich wollte sie nur schützen..." ich hatte keine andere Wahl, als ihr die Wahrheit zu erzählen. „Wovor? Was ist hier überhaupt los?!" Meine Mutter war schon wieder total neben der Spur.

Was ist denn hier los?" kam mein Papa dazu. „Ich sag's euch, aber bitte geht erstmal wieder runter", bat ich meine Eltern und sie taten, was ich sagte. „Lucy..., es tut mir leid..., aber ich muss ihnen die Wahrheit sagen. Ich komm gleich wieder hoch, ja?" Sie nickte und verblieb still.

„Der Grund, warum ich es verheimlicht habe, ist der, dass ich gestern, als ich an einer Grundschule vorbeigegangen bin, gesehen habe, wie Kinder ziemlich gedemütigt und gemobbt werden. Ich entschloss Lucy spontan abzuholen, weil ich ein ziemlich mieses Bauchgefühl hatte. Also schwänzte ich meinen Unterricht, um sie abzuholen, dabei täuschte mein Gefühl mich nicht, denn als ich sie sah, wie sie mal eben von der Hälfte ihrer Klasse zusammen geschlagen wurde, konnte ich da nicht tatenlos herumstehen! Ich scheuchte die anderen Kinder weg und nahm Lucy mit mir..." erzählte ich und schaute zu Boden.

„Ohh nein..." Mama fing an zu weinen und vergrub sich Papas Schulter. „Ist euch eigentlich nie aufgefallen, warum sie nie gute Noten mit nach Hause bringt?! Lucy ist nicht dumm! Das Gegenteil ist der Fall, sie ist schlauer als die anderen und bekommt extra schwierigere Aufgaben!!"

„Natsuya... ich glaub, das reicht jetzt erstmal für deine Mutter", sagte mein Vater.

Ich saß meinen Eltern nur traurig gegenüber. Ich fühlte mich zu dem auch noch unglaublich schlecht, weil ich Mama zum Weinen brachte.

„Bitte, Papa, Mama!! Tut irgendwas dagegen!! Lasst sie die Schule wechseln oder organisiert einen anderen Lehrer!!"

„Wir reden erstmal selber mit deiner Schwester und dann suchen nach einer Lösung. Beruhig dich erstmal Natsuya!"

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Leider habe ich jetzt kein passendes Bild für dieses Kapitel parat, aber ich werde das irgendwann wenn ich dazu komme es nochmal einfügen. Ich hoffe das ist nicht allzu schlimm für euch, aber für das nächste habe ich definitiv eins!!

Ich hoffe euch gefallt das Kapitel und schreibt gerne rein, was ihr glaubt was mit Lucy und Natsuya noch passieren wird. <3

Eure Lucychan~

Leiden schafft Liebe (Bungou Stray Dogs OC Fanfiction)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt