Kapitel 2 ~Ein wenig Feingefühl

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{POV Akutagawa}

Dass die kleine es schon wieder wagt, mich anzulügen! Ich hasse lügen!! Ich hasse Ungehorsamkeit! Higuchi ist da nicht so schlimm, aber ich mache meine Sachen in der Regel immer alleine. Allerdings wollte der Boss unbedingt, dass ich jemanden ausbilde.

Ich ging zum Boss, um den nächsten Auftrag zu erledigen. Morgen geht es dann wieder weiter. Bevor ich in mein Zimmer ging, begab ich mich zu den Geiseln und erteilte Kyōka, das mörderische Mädchen, ihren Auftrag. Als ich meine Zeit dort genug verschwendet hatte, war ich auf dem Weg zu meinem Zimmer. Es war auf derselben Etage, wie das von meiner Schülerin, aber trotzdem einige Zimmer weiter. Es war fast immer dunkel in diesen langen Fluren, somit konnte man nicht immer alles sehen. Aber was ich sah, dass meine Schülerin immer noch an derselben Stelle ist, an der ich sie noch zusammengefaltet hatte.

{POV Lucy}

Ich saß immer noch im Gang. Ich konnte einfach nicht aufstehen... ich war zu schwach und mein Nacken hatte fürchterlich geschmerzt.

Plötzlich ertönten Schritte, bisher kam hier noch niemand lang. Meine Klamotten waren immer noch nass und ich hatte noch nicht mal mehr den Anschein gemacht, überhaupt hinter mich zu schauen, um zu sehen, wer überhaupt kam. >Was ist, wenn es Mori wäre oder Higuchi ? Dann ist da auch noch Elise.. Was sollen die denn von mir denken...!?<

Die Person blieb stehen, dann spürte ich, wie etwas um mich gelegt wurde und wusste, was es war, es war Akutagawas Mantel! Schlagartig hörte ich auf zu schluchzen und schaute hinter mich. Er blickte mich ausdruckslos an. Dann nahm er mich plötzlich mit Rashōmons Hilfe und trug mich in mein Zimmer, welches näher an uns dran war. Er legte mich aufs Bett und wollte Anstalten machen zu gehen, allerdings hielt ich mich an sein Hemd fest. „Warte bitte..." er drehte sich wieder zu mir. Plötzlich hatte ich wieder Kraft und setzte mich auf. Mein Meister stand vor mir und blickte mich an. Ich schlang schlagartig meine Arme um seine seinen Bauch und drückte ihn an mich, dabei zog ich tief seinen wundervollen Duft ein. „Es tut mir leid!! Es tut mir schrecklich leid, wie ich mich verhalten hab!! Bitte verzeih mir, Meister!!!" Ich hatte wieder Tränen in den Augen, diese kullerten direkt in sein Hemd hinein.

Bisher sagte er nichts, er hatte auch nichts dagegen, dass ich meine Arme um ihm schling. Nach einigen Minuten, die er mich weinen ließ, spürte ich eine Hand auf meinem Kopf. Ich hörte auf zu weinen und sah verschwommen zu ihm hoch. „Ist gut, aber hör endlich auf zu weinen. Das ist nicht gut für meine Ohren." Er fing direkt an zu husten und nahm die Hand von meinem Kopf, innerlich wünschte er hätte sie nie runtergenommen. In dem Moment, als sie auf meinem Kopf war, spürte ich volle Wärme, obwohl seine Hände eigentlich so kalt waren. Ich ließ von ihm ab und er wollte wieder gehen. „Akutagawa? Dein Mantel..." er blieb kurz stehen und sagte: „Behalte ihn bis morgen" und ging. Die Tür fiel ins Schloss, ich war alleine in meinem Zimmer. Sofort als er weg war, zog ich den Mantel an mich und nahm seinen Duft wieder wahr. Mein Meister war das wichtigste auf dieser Welt, für ihn würde ich mein Leben geben!!! Für niemand sonst würde ich sowas tun!

[...]

Ich lag schon eine Stunde lang im Bett und versuchte zu schlafen, aber ich konnte irgendwie nicht. Dann begann ich einen Manga zu lesen und schlief plötzlich ein.

Als ich meine Augen aufmachte, war ich in meinem Bett. Akutagawas Mantel war weg. Ich sprang auf und rannte zu seinem Zimmer, >vielleicht war er noch da!<. Ich stürmte in sein Zimmer und sah, dass er nicht da war. „Akutagawa? Meister?! Wo bist du?!" Ich durchsuchte das Zimmer ab und fand ihn nicht. Dann rannte ich zum Boss, die Türen gingen gerade auf und ich sah, wie Mori meine toten Eltern betrachtete. „Na sie mal einer an, du hast fleißige Arbeit vollbracht", sagte Mori. „Wa..." meine Stimme verschwand. Ich ging langsam auf meine Eltern zu und sah ihre Leichen an. „Mama... Papa.. Es.. Es tut mir so leid..." Trotz allem liebte ich meine Eltern. „Hör auf zu heulen!! Du hast sie doch selber dort hingebracht, wo sie jetzt sind!!" ich nahm eine Stimme wahr, die mir vorerst nicht bekannt war, allerdings als die Person aus dem Schatten hervortrat, erkannte ich Chuuya Nakahara. „Das stimmt!" hab ich ihn recht. Auch wenn ich meine Eltern liebte, so hasste ich sie mehr, als alles andere. Sie hatten mir das Leben zur Hölle gemacht.

„Wo ist Akutagawa?", fragte ich. „Nicht hier. Er ist irgendwo in Yokohama und erledigt seine Aufträge." ich verschwand sofort und machte mich auf den Weg. Ich nahm mein Handy in die Hand und versuchte anzurufen. Ungefähr paar hundert Meter weiter, ging ein Gebäude in Flammen auf, ich rannte noch schneller und in eine riesige Menschenmenge rein. Alle blickten in dieses wütende entflammte Gebäude, was schon halb einstürzte, durch die Flammen konnte ich Menschen liegen sehen, ich rannte in die Flammen und vernahm nur schockierte Geräusche der Menschen wahr. Als ich in diesen riesigen Flammen war, suchte ich nach Menschen. >Eben waren hier doch noch welche!< ich suchte und suchte, bis ich endlich das fand, wo nach ich suchte. Allerdings schockierte es mich zu gleich, ihn so zu sehen, ich sah meinen Meister am Boden bewusstlos liegen. Auf dem Weg zum ihm liefen mir schon die Tränen das Gesicht runter. „Nein... bitte lass es nicht wahr sein..." ich ging auf die Knie zu ihm herunter und traute mich kaum, ihn anzufassen, aber ich musste schauen, ob er noch einen Puls hatte. Als ich mich dann doch überwand, ihn zu berühren, um den Puls zu messen, sah ich ein Riesen Loch in seinem Bauch. „Nein!! Nein das ist, kann nicht wahr sein!!! Akutagawa!!!! Tu mir das nicht an!!" ich weinte bitterlich und sah im Augenwinkel, wie das Gebäude auf uns abzustürzen scheint....

Schweißgebadet schreckte ich hoch. >Was... was war das...< umgehend musste ich an meinen Meister denken und konnte nicht anders, als nachzuschauen. Ich rannte so schnell, wie gefühlt noch nie durch diesen Gang. So dauerte es auch nicht lange, bis ich vor seiner Tür stand. Ich klopfte nicht gerade leise, aber nur so laut, das hätte nur er, es mit bekommen können. „Akutagawa, Meister mach bitte die Tür auf..." ich wartete ungeduldig, bis er sie geöffnet hat und fiel ihm direkt um den Hals. Daher das es dunkel war, sah man nicht viel und Akutagawa ist mit mir auf den Boden gefallen. „Ich hatte solche Angst um dich!!" ich weinte so stark, wie noch nie zuvor, >Solch eine schreckliche Angst hatte ich davor ihn zu verlieren<. „Lucy... es ist alles gut, aber gehst du bitte runter mir" er fing an zu husten. „Ohh... tut mir leid..." ich stand sofort auf. „Mein Rücken..." „Tut mir wirklich... leid" „Was ist denn so wichtig, dass du mitten in der Nacht mich wecken musst und mich überrumpelst?" fragte mich Akutagawa. „Ehhmm... ich hab nach dem was gestern passiert, geträumt, dass du gestorben bist..." das Ende meines Satzes hab ich nur noch geflüstert. Er seufzte „soweit würde ich es nie kommen lassen... und für sowas weckst du mich? Im Ernst?" Enttäuschung war in seiner Stimme zu hören. Er ging zu seinem Bett, machte eine kleine Lampe an und setzte sich auf sein Bett, sein Blick war ausdruckslos.

„Tut mir leid..." ich blickte weg und fühlte mich schlecht, weil ich mir Sorgen machte,>Wieso erkennt er es nicht? <. „Hör auf dich für alles zu entschuldigen!" schreite er fast schon, daraufhin zuckte ich zusammen und wurde eingeschüchtert. „A-aber.." „Kein aber!! Kannst du nicht einfach wieder in dein Zimmer gehen und wieder schlafen gehen? Ist das so schwer?! Oder muss ich dich wieder mal ins Bett tragen, damit du gehst?!" er stand, während des letzten Satzes, auf und wollte zu mir gehen. Er schubste mich gegen die Wand und blieb ganz dicht vor mir stehen, sodass sich unsere Körper fast schon berührten. „Kannst du bitte einfach wieder zurück in dein Bett gehen?", flüsterte er mir in mein Ohr und seine Stimme war plötzlich total weich.

„Wenn es das ist, was du möchtest..." brachte ich nur monoton raus und machte Absichten zu gehen, als ich aus der Tür war, wurde sie auch sofort geschlossen. Das Letzte, was ich nur noch wahrnahm, war ein starkes Husten. Ich wäre am liebsten wieder zurück, aber mein Meister wünscht es so. Also ging ich wieder zurück in mein Bett und versuchte zu schlafen.

Wörter:1420

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Und das zweite Kapitel ist nun auch draußen! Schreibt gerne mal in die Kommentare, wie sie euch bisher gefällt und was ihr so von Lucy und Akutagawa haltet :D

Eure Lucychan~

Leiden schafft Liebe (Bungou Stray Dogs OC Fanfiction)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt