Wütend machte Raja sich auf die Suche nach Impa. Sie war die einzige, die von dem Geheimnis ihrer Mutter wusste. Wenn man ihre Tante nicht einbezog. Sie wusste nicht mal, ob sie noch am Leben war. Sie wäre nicht überrascht wenn nicht.
Schnell fand sie die Shiekah, die bei den anderen Recken stand und eine Strategie sich ausdachten. Gezielt stampfte sie zu der Truppe. „Wieso hast du mir nie erzählt, dass meine Mutter eine Yiga war? Wieso hast du mir das verschwiegen?", schrie sie die königliche Beraterin an. Alle Beteiligten sahen verwirrt zur 17-jährigen. Sie verstanden nicht wie sie es herausfinden konnte, wenn alle auf Impas Aufforderung hin, geschwiegen haben.
„Woher weißt du das?", mischte sich die Prinzessin ein. Bei der Reaktion von Zelda, realisierte Raja, dass sie davon wissen müsste. So entsetzt wie sie aussah. „Du wusstest davon?" Keiner sagte etwas und wich den Blicken von Raja aus. Das blieb nicht unbemerkt und bei der Frage, ob sie ebenfalls davon wussten, schwiegen sie erneut. Sie konnte nicht fassen, wie die Menschen, von denen sie dachte ihnen vertrauen zu können, sie jedes mal anlügen konnten.
„Ihr seid das allerletzte. Während ich mich schlecht gefühlt habe, wie ich euch nichts von der Verheerung erzählt habe, wozu ich eigentlich gezwungen wurde, habt ihr mir vorenthalten, was meine Eltern angeht? Ich habe sie vor 10 Jahren verloren und das einzige an was ihr denkt ist, seid ihr selbst." Die Worte sprudelten nur aus ihr heraus. Am liebsten hätte sie nicht aufgehört und hätte sie zu gerne auf ihre eigenen Komplexe eingegangen.
„Wir wissen, dass wir das nicht hätten tun sollen, aber wir wussten nicht wie du reagiert würdest. Du hättest-" „Mir reicht es. Ich lege offiziell meinen Titel als Recke ab. Und denkt ja nicht, dass ich zurück komme. Ich verschwinde." Als sie ihr Rücktritt veröffentlichte, zog sie das zerrissene und mit Blut vollgetrunkene Reckentuch und ließ es zu Boden fallen. Bevor jemand sie aufhalten konnte, packte sie ihren Shiekah-Stein aus und teleportierte sich zu dem Ort, wo sie sich nützlich machen konnte. Auch wenn sie gerade eben verkündet hatte nicht mehr als Recke aktiv zu sein, hieß es nicht dass sie aufhören würde die Forschung weiterzubringen. Die Anderen würden die Forscher nicht bei ihrer Arbeit unterbrechen. Somit verblasste ihr Körper in einem blauem Licht.
„Und was sollen wir machen?", fragte Luna in die Runde. So als würde das antike Relikt auf diese Frage warten, blinkte der Shiekah-Stein der Prinzessin auf. Es zeigte eine Monsteraktivität in Akkala an. „Wir werden zum Akkala-Institut aufbrechen. Wir brauchen nur zu lange bis dahin." „Wir können Vah Ruta nehmen. Er ist noch in Ranelle und wäre damit am nähersten", machte Sidon den Vorschlag. Schnell waren sich alle einig und liefen gemeinsam aus Kakariko.
„Wenn wir von der Verteidigung zum Angriff wechseln müssen, werdet ihr die Folgenden Schritte durchgehen. Beine durchtrennen und ihr Auge treffen." Raja führte die Garde in die nächste Schlacht. Als sie im Akkala-Institut ankam, sah sie wie unzählige Soldaten in Richtung der Akkala-Festung liefen. Bevor sie realisieren konnte wie es um sie geschah, blinkte das antike Relikt in ihrer Hand und informierte über einen Angriff auf die Festung. Da sie wusste, dass die Krieger nichts über die Technologien wusste, entschied sie sich zur Schlacht aufzubrechen und wenigstens bei den Strategien zu helfen.
„Dabei dürft ihr euch nicht von deren Energiestrahl treffen lassen. Eure Chance zu überleben sind praktisch Null. Also müsst ihr euch agil bewegen, einen kühlen Kopf bewahren und bis zum Schluss durchhalten." Raja war nie der Mensch der großen Worte und hoffte inständig, dass die Truppen wenigstens etwas ermutigt wurden oder mehr Lebenswillen in die Schlacht bringen würden. „Und wieso werdet Ihr nicht bei der Schlacht dabei sein? Ihr seid eine Recke und müsstet uns in den Kampf führen, wenn niemand der königlichen Familie hier sein kann." Der General trat voran. Er war darauf aus, die 17-jährige zu provozieren. Der Grund hierfür war der Neid auf die sechs Recken. Auf manche mehr als die anderen. Wie konnten diese Kinder zu so einem hohen Titel kommen? Wieso wurden genau diese sechs auserwählt? Er wusste von deren Fähigkeiten, auch wenn man die von Raja noch nie zu Gesicht bekam, und doch war der Neid zu groß um sie dafür zu bewundern.
„Ich habe vor kurzem den Titel Recke abgelegt. Da ihr jedoch keine Ahnung von den Gefahren, die von der Technologie stammen, habt, war ich so frei und habe mir eine Strategie ausgedacht. Wenn Ihr von mir keine Befehle annehmen wollt, dann könnt Ihr von mir aus, Euch in den Tod stürzen." Monoton sah sie in die Menge vor ihr an und wartete auf deren Reaktion. Lange hatten sie nicht Zeit, denn die Wachposten schlugen Alarm, denn sie haben die erste Welle an Monstern entdeckt.
Sofort gingen alle auf ihre Position und fingen an die Kanonen zu bedienen. Durch den Lärm des Geschosses, bemerkte sie nicht wie ein altbekannter Forscher hinter ihr hervortrat. „Wie ich sehe hast du überlebt. Wo sind die Anderen?" Da Raja nicht mit der Anwesenheit von Robelo gerechnet hat, erschrak sie sich, als dieser hinter ihr erschien. Als sie jedoch sah wer sie erschrak, entspannte sie sich wieder. So entspannt, wie die jetztige Situation es erlaubte. „Sie werden, so wie ich sie kenne, bald hier antreffen. Wobei ich mir nicht mehr so sicher bin, ob ich sie wirklich kenne." Den letzten Satz erwähnte sie eher für sich, wobei der Forscher, trotz des Lärms, sie verstand. „Was meinst du?" „Nur dass alle mir verheimlicht haben, dass meine Mutter der Yiga entstammt und sie durch ihren Austritt wahrscheinlich ermordet worden ist und da ich das nicht wusste die auch meine Schwester auf dem Gewissen haben. Wenn ich noch meine Waffen hätte, dann würden hier ein paar Köpfe mehr liegen." Robelo wusste nicht genau was er sagen sollte. Hätte er sie trösten sollen? Oder einfach ein anderes Thema wählen? Er wusste nie wie man in solchen Situation mit anderen umgehen sollte.
„Es tut mir wirklich Leid. Sie hatten bestimmt einen Grund weshalb sie das getan haben, so wie ich Impa kenne. Aber wegen deinem Waffenproblem hätte ich vielleicht eine Lösung." Ohne auf die Reaktion von ihr zu warten, verschwand der Forscher in ein kleineren Stützpunkt. Während sie auf die Überraschung von ihm wartete, bemerkte sie wie ein Wächter es auf die Mauer schaffte. Sofort schleuderte sie diesen wieder zurück auf den Boden. Die Soldaten sahen sie verblüfft an. Sie hatten ja noch nie ihre Fähigkeit im Einsatz gesehen. „Wenn ihr weiterhin Löcher in die Luft starrt, dann werden sie die Festung einnehmen!" Schnell waren sie wieder auf die Gegner konzentriert und verteidigten die Festung.
„Die hier habe ich selber fertiggestellt. Ich habe mich von der antiken Technologie der Shiekah inspirieren lassen." Robelo hielt ihr, für sie abstrakte, Gegenstände, die nicht ansatzweise wie Waffen aussahen. Skeptisch sah sie zu dem Shiekah, der mehr als begeistert über seine Erfindung war. „Es soll nicht böse klingen, aber als du mir was von Waffen erzählt hast, habe ich keine Stöcke und Steine erwartet." Der Forscher lachte nur und gab ihr einen der zwei sogenannten Stöcke. Bei Berührung von dessen, erschien eine blaue Klinge. Überrascht von dem neuen Schwert, schwang sie dieses durch die Luft. „Die antike Ausrüstung reagiert nur auf die Personen, die einen Shiekah-Stein besitzen. Sie aktivieren sich wenn du sie in die Hand nimmst." Auch wenn sie begeistert über die Erfindungen war, fragte sie sich was der andere Stock war. Es war gebogen und sah deshalb wie ein Bogen aus.
„Ich denke das was du noch in der Hand hältst ist ein Bogen. Leider kann ich damit nicht umgehen." „Das ist ein spezieller Bogen. Damit schießt du direkt in das Ziel, welches du dir ausgesucht hast. Somit steigt die Erfolgsquote um das fünffache", verkündete er voller Freude.
„Wenn die restlichen Recken nicht bald kommen, wird die Festung eingenommen!" Ein junger Soldat rief schon fast panisch zu den zwei Forschern. Robelo versuchte ihn wieder zu beruhigen, was ein wenig half. Man merkte, dass er nicht lange den Posten hatte und deutlich unerfahrener war als der Rest.
„Ein Titan in Gestalt eines Elefanten hat sich erhoben und macht sich auf dem Weg hierher", schrie einer vom Wachposten. Für Raja war es das Zeichen, dass sie sich zurückziehen sollte. Unbemerkt verschwand sie in die Festung. Sie wollte nicht auf den Rest der Recken treffen, vor allem weil sie immer noch auf diese wütend war oder enttäuscht. Genau wusste sie nicht wie sie dieses Gefühl in ihr beschreiben sollte.
Das wars mit der Lesenacht. Ich hoffe es hat euch gefallen. Gute Nacht :)
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Revali x OC
FanfictionEs wurde ein fünfter Titan in Gestalt eines Wolfes in der Phirone-Region ausgegraben. Dafür wurde Raja aus Angelstedt von Prinzessin Zelda auserwählt. Jedoch haben die beiden nicht gerade das beste Verhältnis. Warum gerade Raja dafür ausgewählt word...
