„Wie komme ich wieder runter?" Diese Frage stellte sich die Recke schon seit etwas längerem. Revali schien nachzudenken. „Ich denke der einzige Weg ist Fliegen." Das Herz von ihr rutschte in ihre Hose. Meinte er das ernst? Er wusste doch von ihrer Angst. Bevor sie fliegen würde, würde sie sich ohne Waffen mit einem Leunen anlegen. „Bist du bescheuert? Ich habe leider keine Flügel und kann nicht runterfliegen." Dabei betonte sie das leider stark, um den Satz als Ironie zu betonen. „Deswegen wirst du auf meinem Rücken fliegen." Ist er jetzt von allen guten Geistern verlassen worden oder wie kam er auf die Schnapsidee. „Bist du als Kücken einmal zu oft auf den Kopf gefallen oder wie kommst du auf die dumme Idee, dass ich freiwillig auf deinen Rücken mitfliege?" „Entweder du fliegst mit oder du bleibst für immer auf Vah Medoh. Mir gefällt diese Idee auch nicht, aber ich muss zugeben, dass wir dich für den Kampf gegen Ganon brauchen." Verwirrt sah sie den Vogel an. Seit wann muntert der Orni auf, beziehungsweise versucht es? Sonst ist er ja immer auf sich fokussiert.
„Versprichst du mir, dass du mich nicht fallen lässt, keinen Fall vortäuschst, keine plötzlichen Bewegungen machst, nicht zu-" „Ich verspreche dir, dass du heil und sicher im Orni-Dorf ankommst. Auch gebe ich mein Bestes, nichts zu machen, was dich in irgendeiner Weise beängstigt", unterbrach er sie. Raja wusste, dass er dass ernst meinte, was sie auch letztendlich überzeugte.
Jetzt standen sie da. Auf Medoh. Raja sah nach oben, um das Schwindelgefühl nicht zu reizen. „Willst du noch lange Löcher und die Luft starren oder können wir los?" Dafür kassierte er einen genervten Blick von der 17-jährigen. So als ob der Titan es nicht mehr aushalten konnte endlich die beiden loszuwerden, fängt der Titan, wie zuvor, an zu kippen. Vor Schreck griff sie nach dem einzigen was in ihrer Nähe war, Revali. Sie klammerte sich an seinen Flügel. „Wieso muss dein Titan unbedingt jetzt kippen. Hast du den nicht unter Kontrolle?" Raja presste ihre Augen zusammen und zitterte leicht. „Er dreht seine Runden. Gleich müsste er wieder normal fliegen." Und wie er es ansprach, flog der Titan wieder in seiner waagrechten Form. Die machen das doch mit Absicht. „Wir können los. Ich will wieder runter." Zögerlich kniete der Orni sich hin und wartete, bis die andere Recke sich auf seinen Rücken stieg. Nach erneutem Überlegen, ob sie wirklich es machen soll, stieg sie letztendlich auf.
Sofort setzte er seine Fähigkeit ein, womit sie in Sekunden in der Luft waren. Durch die plötzliche Bewegung krallte sie sich in den Schulterschutz fest. Wenn er diese nicht tragen würde, würden wahrscheinlich Narben durch ihre Nägel entstehen. Sie traute sich nicht die Augen zu öffnen und grub ihr Gesicht in die Halsbeuge von dem Orni. Sein Gefieder kitzelte etwas ihre Nase. Es war weich und geschmeidig. Dies ließ sie etwas entspannen und hatte nicht mehr allzu große Angst, was sie aber nicht vom zittern abhielt.
So schnell die Beiden in der Luft waren, so schnell verging auch der Flug. Natürlich landeten sie auf dem Revali-Platz, wo denn auch sonst. Als sie endlich auf dem sicheren Boden ankamen, stieg sie auf der Stelle von ihm runter und atmete das tief durch. Sie war wirklich froh nicht mehr oben in der Luft zu schweben, sondern den festen Holzboden unter ihren Füßen zu spüren. „Du bist ganz schön schwer. Es ist ein Wun- Au. Wofür war das denn?" Sie haute ihm auf die Schulter, wegen zwei Dingen. „Sage niemals eine Frau, dass sie schwer ist, denn bei der falschen Person würde das sicherlich nicht gut ausgehen für dich. Noch dazu war das wegen vorhin. Wenn aus meiner Tasche etwas rausgefallen wäre, wie mein Shiekah-Stein, dann würdest du nicht mehr hier stehen", erklärte sie ihr Tun. Er kommentierte dies nur mit einem „Tze."
Raja wollte gerade das Dorf verlassen. Sie hatte hier nichts mehr zu tun und wollte auf dem schnellsten Weg nach Angelstedt zurückkehren. Seit einer Woche war sie schon unterwegs und sie wollte nur noch zu ihr nach Hause. Aus Freude auf ihr eigenes Bett, wollte sie die erste Brücke überqueren, als sie jemand aufhielt. „Willst du schon los? Es ist ein langer Weg nach Schloß Hyrule, dabei ist es schon fast Nacht und die Monster kommen aus ihren Verstecken." Schloß Hyrule? Stimmt sie musste ja noch zu Zelda, um ihr Bericht zu erstatten. Somit konnte sie nicht sofort nach Hause reiten. „Wenn es dich beruhigt, werde ich im Stall übernachten und morgen weiterreisen." Sie ging weiter, wurde aber wieder abgehalten. „Ich dachte du hast Höhenangst. Hast du keine Angst die Brücke zu überqueren?" Beim Umdrehen sah sie in einen skeptisch blickenden Revali. „Die Brücke hat eine Absicherung, wo man eben nicht leicht runterfallen kann. Solange das vorhanden ist, habe ich auch keine Angst. Ich darf nur nicht direkt runterschauen, mir wird sonst schwindelig. Aber bitte erzähl das keinem, mir ist es unangenehm wenn es so viele wissen." Daraufhin nickte er bloß und ließ sie endlich in Ruhe.
Noch bevor sie die Brücke zu Ende überquerten konnte, drehte sie ein letztes mal um. „Danke." „Wofür? Das du die Ehre hattest mit mir dem stärksten Recken Zeit verbringen konntest?" Sie wusste, dass er wieder ihn in Fokus bringen würde. Sofort bereute sie ihm zu danken. „Ich denke du verwechselst da jemanden, aber ich wollte dir fürs Auffangen danken. Du hättest mich auch einfach in den See fallen lassen können." Wenn sie in den See gefallen wäre, dann würde sie sich nicht noch einmal zu dem Dorf trauen und erst recht nicht mehr auf Vah Medoh. Sie hörte nur noch wie der Orni „Keine Ursache." sagte und wegflog.
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Revali x OC
Fiksi PenggemarEs wurde ein fünfter Titan in Gestalt eines Wolfes in der Phirone-Region ausgegraben. Dafür wurde Raja aus Angelstedt von Prinzessin Zelda auserwählt. Jedoch haben die beiden nicht gerade das beste Verhältnis. Warum gerade Raja dafür ausgewählt word...
