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Ich wachte auf, als Jungkook mir mehrmals gegen die Nase stupste. Brummend wendete ich meinen Kopf, doch Jungkook stoppte nicht. Träge öffnete ich meine Augen einen Schlitz. Eigentlich hatte ich erwartet, dass mich die Sonne förmlich erschlagen würde, aber der Raum war dunkel, wegen unserem Filmabend.

„Guten Morgen", grüßte er mich lächelnd. Ich schloss meine Augen wieder und vergrub mein Gesicht in den Kissen. „Ich hab Hunger", maulte Jungkook und piekte mir in die Seite. „Sounds like a you problem", konterte ich und wollte weiterschlafen. „Kannst du mir nicht was machen?" Meine Augenlieder hoben sich wieder und ich sah ihn so eindringlich an, wie ich in meinem Zustand konnte. „Seh' ich so aus?" Er überlegte nicht einmal. „Ja." Ächzend drehte ich mich auf den Rücken.

„Ich hasse dich!" Er grinste. „Tust du nicht." Langsam setzte ich mich auf starrte ins Leere. „Hast ja recht", murmelte ich und stand auf.

Ich ging in die Küche und schaltete das Licht an. Natürlich alles im Schneckentempo, um Jungkook extra zu zeigen, wie gerne ich noch schlafen würde. Aber ich hatte mich aus freien Stücken dazu entschieden ihm ein Frühstück zu machen.

„Was willst du überhaupt", hackte ich nach, als er in die Küche geschlurft kam und sich grinsend, wissend, dass er mich zu allem zwingen konnte, auf die Anrichte hievte. „Rührei." Ich nickte müde und richtete meine Zutaten zu Zubehör her.

Ich nahm eine Schale und füllte das Rührei um. Freudig nahm Jungkook es an und bals schon hatte er alles aufgegessen. „Wie kann man bitte so schnell essen." Verstört schüttelte ich den Kopf. Er zuckte gleichgültig mit den Schultern.

„Ich geh wieder ins Bett." Ich schlürfte in Richtung Schlafzimmer. „Willst du nichts essen?" Jungkook lief mir hinterher und griff sanft nach meinem Arm. Ich schenkte ihm ein erschöpftes lächeln. „Bei aller Liebe, ich bin echt müde."

Er schmiss sich neben mich aufs Bett. „Was wird das, wenn's fertig ist", fragte ich. „Ich schlaf mit dir." Ich kniff meine Augen zusammen. „Ähm, also nicht so schlafen...du weißt was ich meine." Hitze stieg in sein Gesicht und er sah beschämt an die Decke. „Du willst kuscheln?" Das Grinsen konnte ich nicht unterdrücken. „Genau." Er sah mich vorsichtig an. Ich breitete meine Arme aus. Scheiß auf alles. Ich will diesen Jungen jetzt umarmen. Mit ihm in meinen Armen noch einmal einschlafen und aufwachen, weil es so ein unschlagbar gutes Gefühl ist.

Er vergrub sein Gesicht in meiner Brust und schlang seine Arme um mich. Auch sein Bein legte er wieder besitzergreifend um mich. Ich legte mein Kinn auf seinen Kopf und meine Hand wanderte zu seinen Haaren. In lagen Zügen strich ich durch seine Haare. „Das tut gut", murmelte er. „Gut, ich werde nicht aufhören", flüsterte ich zurück.

Ich war mir sicher, er merkte, wie verdammt schnell mein Herz schlug, aber das war mir gerade egal.

SoulmateWo Geschichten leben. Entdecke jetzt