19. Teil

144 12 8
                                    

Samus Sicht

Befand ich mich gerade in einem schlimmen Alptraum? Riku hatte sich von mir getrennt, weil er auf seinen blöden Ex-Partner Matias hörte. Warum glaubte er ihm mehr, als mir? Ich liebte meine Ex-Verlobte nicht mehr. Ich liebte nur noch Riku und das von ganzem Herzen. Ich fuhr unter Tränen zu mir nach Hause und rutschte erst Mal an meiner Haustür nach unten. Eine ganze Weile weinte ich bitterlich. Warum nur? Warum hasste Gott mich gerade so sehr? Warum klappte das mit dem Baby jetzt und nicht schon viel früher? Seit wir zusammen waren, hatten wir es versucht ein Baby zubekommen. Irgendetwas war doch daran faul. Betrog sie mich, während wir noch zusammen waren? Okay, unsere Beziehung war sowieso schon am Ende, als ich damals mit Riku zusammen war, aber wir kamen wieder zusammen, als ich mich von Riku trennte, aber Liebe war das nicht mehr. Nur noch eine sexuelle Beziehung.

Nach einer ganzen Weile versuchte ich aufzuhören Mitweinen, weil ich spürte wieder diese Wärme in mir. Wenn ich jetzt nicht aufhören würde, würde ich hohes Fieber bekommen und am Ende sogar im Krankenhaus landen. Da wollte ich nicht hin, weil ich Krankenhäuser hasste, obwohl Riku sich gerade in einem befand. Ich würde ja niemals zu ihm ins Krankenzimmer kommen, weil er lag auf einem ganz anderen Bereich. Ich stand auf, wischte meine Tränen weg, lief in mein Schlafzimmer und legte mich auf mein Bett. Ich konnte nicht aufhören an Riku zudenken. Zu sehr liebte ich ihn und ich wollte ihn nicht verlieren. Erneut weinte ich bitterlich. Die Wärme in meinem Körper stieg an und es wurde unerträglich. Ich griff zu meinem Handy und rief meine Mutter an. Ich fragte sie, ob sie vorbeikommen könnte und ob sie mir auch was bringen könnte? Sie sagte Ja und machte sich auf den Weg zu mir. Ich hatte die beste Mutter von der ganzen Welt. Sie war immer für mich da. Nach 20 Minuten hörte ich, wie meine Mutter mein Haus betrat. Sie hatte einen Zweit-Schlüssel für mein Haus.

Sie kam nach oben in mein Schlafzimmer, reichte mir ein Glas Wasser und eine fiebersenkende Tablette. Sowas hatte ich nämlich nicht mehr in meinem Arzneischrank. Deswegen rief ich sie an. Ich nahm die Tablette ein und danach fragte sie mich natürlich aus, warum ich so bitterlich weinte? Ich erzählte ihr alles und sie sagte zu mir: "Wie naiv bist du eigentlich, mein Sohn? Warum glaubst du deiner Ex-Verlobten, dass das Baby von dir ist? Ihr hattet es ewig versucht und sie wurde nie schwanger, aber jetzt soll das Kind von dir sein. Wer's glaubt. Rikus Ex-Partner Matias war bestimmt bei ihr und hat ihr diesen Floh ins Ohr gesetzt. Das ist doch ein abgekartetes Spiel, weil dieser Matias Riku zurückhaben möchte, erfindet er mit ihr zusammen solche Märchengeschichten. Du solltest auf jeden Fall einen Vaterschaftstest machen lassen, wenn das Baby auf der Welt ist. Und jetzt hörst du bitte auf zu weinen. Morgen Früh fährst du gleich wieder zu Riku und dann sprichst du meine Vermutung mal an. Okay?", ich nickte, weil meine Mutter hatte recht und ich sollte mir auch mal diesen Matias zur Brust nehmen.

Sie verabschiedete sich bei mir, indem sie mir einen Kuss auf meine Stirn gab und noch mal ausdrücklich zu mir sagte, dass ich aufhören sollte Mitweinen, weil sie sonst den Arzt anrufen würde. Sie wusste es ganz genau, wie hoch mein Fieber steigen konnte. Erneut nickte ich, sagte Gute Nacht und Danke zu ihr. Sie verließ mit einem warnenden Blick mein Haus. Meine Mutter meinte es sehr ernst und wenn ich nicht schon erwachsen wäre, hätte sie mir jetzt den Hintern versohlt, aber das konnte sie auch auf eine ganz andere Art. Wie gesagt, ich liebte meine Mutter sehr, weil sie immer für mich da war. Ich beruhigte mich und schlief anschließend ein. Am nächsten Morgen machte ich mir nur einen Kaffee, trank ihn in Ruhe aus und fuhr anschließend in die Klinik. Während ich zu seinem Krankenzimmer lief, wurde ich von einer Krankenschwester angesprochen, dass Riku verlegt wurde auf die normale Station. Er würde aber mindestens noch eine Woche in diesem Krankenhaus bleiben müssen wegen seiner Gehirnerschütterung. Ich bedankte mich bei ihr für diese Auskunft und lief dann auf die normale Station.

Riku lag in einem Einzel-Krankenzimmer. Anscheinend wollte er es so, weil auch er immer mehr erkannt wurde.
Ich klopfte an, aber es kam kein Herein und somit entschied ich einfach einzutreten. Er schlief gerade und somit nahm ich mir einen Stuhl und setzte mich neben seinem Krankenbett. Seine gesunde Hand nahm ich in meine und strich ihm dabei öfters über seinen Handrücken. Ich liebte ihn so abgöttisch. Hoffentlich würde er mir zuhören und mich nicht gleich wieder aus seinem Krankenzimmer werfen. Er wurde dadurch wach. Ich lächelte ihn an und sagte zu ihm: "Guten Morgen, Babe. Bitte höre mir zu und schmeiße mich nicht gleich raus.", er nickte, schluckte dabei seine aufsteigenden Tränen nach unten. Oje, anscheinend hatte er auch die ganze Nacht geweint. Warum war ich denn nur so blöd und erzählte ihm nichts von dem Treffen mit meiner Ex-Verlobten? Ich fing Miterzählen an und er hörte mir aufmerksam zu. Ich erzählte ihm auch das von meiner Mutter und er sagte daraufhin zu mir: "Sie könnte damit recht haben. Es tut mir so leid, Honey. Ich habe gestern überreagiert, weil ich einfach noch keinen klaren Verstand hatte. Ich liebe dich auch so abgöttisch, Honey. Verzeihst du mir? Ich möchte dich auch nicht verlieren."

"Natürlich verzeihe ich dir, Babe und es tut mir auch so sehr leid, dass ich dir nichts von dem Treffen erzählte."
"Schwamm drüber", sagte er und zog mich mit seiner gesunden Hand zu sich. Ich legte dadurch meine Lippen auf seine weichen Lippen. Ich war so froh, dass wir das geklärt hatten und wir wieder zusammen waren. Und dieser Matias würde auf jeden Fall einen Besuch von mir bekommen. Ich musste nur irgendwie herausfinden, wo er wohnte. "Woran denkst du gerade, Samu?", fragte Riku, weil ich war nicht wirklich bei der Sache. "Ähm...sorry. Mir geht dein Ex-Partner nicht aus dem Kopf. Kannst du mir sagen, wo er wohnt?"
"Ja, ich weiß, wo er wohnt, aber Samu du solltest keinen Blödsinn machen."
"Ich werde keinen Blödsinn machen, Riku. Versprochen.", er musste ja nicht alles wissen, aber ich wollte es wissen, ob er mit meiner Ex-Verlobten gesprochen hatte. Ich würde das schon aus ihm herausbekommen. Vor allem mit einer Anzeige. Immerhin durfte er sich Riku nicht nähern und er hatte eine Bewährungsstrafe, die bei Fehlhandlungen von seiner Seite her in eine Freiheitsstrafe umgeändert werden konnte. Riku gab mir die Adresse von Matias. Ich machte mich auch gleich auf den Weg zu ihm. Der konnte was erleben.

My American DreamWo Geschichten leben. Entdecke jetzt