Meine Finger sehnen sich nach Saiten,
Nach Akkorden, Noten und Gesang.
Sie sehnen sich nach Freude,
Nach Kreativität, dem Leben und dem Hang,
Sich in der Vergangenheit zu verlieren
Und unendlich lang darüber zu sinnieren,
Was sein könnte und was ist gewesen.
Und so sehnen sie sich wohl am meisten
nach den alten Zeiten.
Meine Finger rufen nach Struktur,
Doch greifen sie ins Leere.
Alles läuft wie von der Schnur,
Nur die Finger hängen in der Schwebe.
Meine Finger strecken sich,
Bevor sie sinken,
Nach den Worten, sie zu finden,
Doch mein Kopf, zu voll, lässt mich ertrinken,
In dem Sturm aus Stress und Perfektion.
Ich les' nur noch
Ich schreibe nicht
Ich hör' Musik
Ich mach sie nicht
Ich habe Angst,
Verfange mich,
Beginnt das alles hier von vorn?
Alle haben's schwer zu atmen,
Alle haben's schwer zu singen,
Wie könn' sie nur weiterlaufen,
Während ich um Rettung schweige,
Meine kleinen Zeilen schreibe,
Mich konstant nur noch versinge,
Bis ich mich frag, was ei'm die schiefen Töne bringen:
Können and're es nicht besser?
Warum setz ich mich ihm ständig aus,
Meinem gehässigen Gelächter?
Doch was macht das schon?
Ich mache weiter.
Es ist keine Zeit zu scheitern.
Also weiter lieben, lachen, leben
Als hätt' ich es nie gesehen,
Den Schmerz, den sie vergraben,
Grab' ihn aus und lass' sie laben,
An meines Herzens Frohnatur.
So ist es und so war es immer,
Denn wer sonst will das schon tun?
Also gib nicht auf,
Spiele weiter,
Noten, Akkorde, Frohnatur.
Ungestimmte Saiten,
Sind wie Moll,
Doch kling'n nach Dur.
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Kunst der Worte
PoesiaWorte können mehr bewirken als so manch einer denkt. Sie bringen einen zum Nachdenken, zum Lachen, ja, manchmal auch zum Weinen. Deswegen sind hier ein wenig Poesie und ein bisschen Lyrik für euch. Ich wünsche euch viel Spaß beim Eintauchen in die W...
