Mein allererster Stern

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Wo ist mein Stern am Himmelszelt,

Der eine, der als erstes schien?

Wo ist der, der Welt und Himmel hält,

Wohin mich alle Träume zieh'n?


Wo ist jener, der am hellsten glüht?

Die Wolken haben ihn verschoben.

Jetzt bin ich auf mich gestellt,

Eisig, einsam und verloren.


Wo ist mein Freund, Begleiter hin?

Ist er wohl ohne mich gezogen?

Dort, nicht hier, da, wo ich bin,

Ist er denn and'ren wohl-gewogen?


Mein allererster Stern,

Warum bist du nicht hier?

Sag, warum hältst du dich fern

Mit wem bist du, wenn nicht bei mir?


Mein aller hellster Stern,

Bist du denn schon verglüht?

Hilfst allen, immer, gern,

Durch Wut und Trän' und Müh'n.


Wo ist jener, der am hellsten glüht?

Die Wolken haben ihn verschoben.

Jeder Stern fällt nun vom Himmelszelt,

In allen Träumen dann verwoben.


Wo ist mein Stern am Himmelszelt,

Der eine, der als erstes schien?

Wo ist der, der Welt und Himmel hält,

Wohin mich alle Träume zieh'n?

Kunst der WorteWo Geschichten leben. Entdecke jetzt