Das Spiel des Lebens

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Ich bin heute viel zu spät dran,
Die Brille vergessen,
Die Tasche nur halb gepackt,
Hab ich den richtigen Zug verpasst.

Immer wieder bin ich zu spät,
Denn wenn es nach mir geht,
Würd' ich viel lieber schlafen als gehen;
Als standhaft dazustehen
Und der Kälte zu widerstehen.

Wir spielen ein Spiel,
Es ist das des Lebens,
Jeder geht auf seinen eignen Wegen,
Jeder hat mal wenig,
Jeder hat mal viel,
Von Geld,
Von Emotion,
Von Intelligenz
Oder Geheimnis,
Doch was es ist,
Das wählen nicht wir.

Ein Joker der mir zugekommen ist,
Weil du nicht mehr bei mir bist.
Ein Spiel, das sich Leben nennt
Und ich zwischen den Zügen-
Eingeklemmt.

Ich weiß, ich bin es, die den Joker hält,
Doch ich bin nicht allein auf dieser Welt.
Lasse andere ihre Züge legen,
Und bis sie fertig sind,
Gehe ich auf meinen zermarterten Wegen.

Das Leben ist ein Spiel,
Hat meine Mutter mir mal gesagt
Aber ich frage mich,
Wie oft soll ich denn noch verlieren,
Bis ich endlich mal gewonnen hab?

Kunst der WorteWo Geschichten leben. Entdecke jetzt