Kopfgewitter

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Tränen tropfen

Keine Hoffnung,

Weil alles hier verloren ist.


Kraft vergangen, 

Durch Hände geronnen,

Bevor ich neugeboren bin. 


Und mein Atem bebt

Die Stimme zittert,

Weil jeder Alptraum lebt,

Der Donner sich erneut  erhebt:

Vollkomm' neues Kopfgewitter.


Leere Zeilen,

Leere Stellen,

Leere Seiten:

Hier bin ich allein.


Viele Zweifel,

Viel gescheitert,

Viel gelernt,

Doch Wissen hab ich keins.


Alle fragen und ich läch'le stumm

Alles was ich jemals sage

Ging in meinem Kopf schon rum

In den Händen jenes Zittern:

Und schon wieder Kopfgewitter.


Nacht um Nacht,

Tag um Tag,

Laufe ich, mit aller Kraft,

Im altbekannten Hamsterrad. 


Stille Schreie,

Lautes Schweigen,

Jeder Wille, jede Hilfe,

Kann niemals genügend sein.


Und ich eile

Ehe ich hier noch verweile

Jede Zeile, jede Träne bitter,

Wenn sie um die Wette tropfen:

Immer noch nur Kopfgewitter.


Oma sagte: 

In der Ruhe liegt die Kraft

Doch woher hol' ich sie

Wenn mich nur in der Nacht

Alles lacht und alles plagt?


Wer bin ich, wenn ich nicht bin?

Wo geht all die Kraft nur hin?

Was schlägt da so vor sich hin?

Wann nur seh' ich einen Sinn?



Und mein Herz, es schlägt,

Die Seele klagt im Stillen.

Trommelnd, klopfend, unentwegt,

Und im Kopf dies herrlich Wetter:


In mir drin herrscht Kopfgewitter.

Kunst der WorteWo Geschichten leben. Entdecke jetzt