Kapitel 25

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Ein paar Tage später...

„Eigentlich ist es Schwachsinn bei der Hitze zu joggen." murrte Magnus, während er neben Alec auf dem schmalen Pfad um den See herum trabte.
„Du wirst immer fauler." hielt dieser ihm vergnügt vor. „Liegst nur noch in Sand herum und lässt dir die Haut verbrennen."
Magnus schnaubte frustriert, hielt aber weiterhin Schritt.
„Außerdem..." kicherte er plötzlich los. „Wenn du heimkommst und vom Pferd fällst, weil du dich nicht mehr halten kannst oder zu schwer geworden bist, weil du einen Bauch angesetzt hast..."
„WAS?" fuhr der Asiat auf und Alec sprang lachend zur Seite, als er in seine Richtung hechtete.
„Ich hab den schönsten Waschbrettbauch, den man sich wünschen kann."
„Nicht mehr lange."
Alec sauste davon und Magnus nahm die Verfolgung auf.
„Das wirst du zurücknehmen."
Alec zwang gewaltsam sein Lachen nieder. Er wollte es Magnus nicht zu einfach machen und rannte im Zickzack zwischen die Bäume.
Es war als wären sie Kinder, die keine anderen Sorgen hatten als miteinander zu spielen und er konnte in diesem Moment vergessen, dass es eine Zukunft gab. In diesem Moment zählte das „Jetzt" und nichts weiter.
Magnus ließ ihn laufen, am Anfang gab er sich nicht einmal Mühe Alec zu fangen, weil er ihn etwas vom Camp wegtreiben wollte. Er kam sich vor wie ein Jäger und dass seine Beute eine Menge versprach, wenn er sie fing, machte das Spiel noch reizvoller.
„Du lahme Ente." stänkerte Alec über seine Schulter hinweg.
Doch der Asiat lachte nur leise. Dieser Alec war kaum noch mit dem jungen Mann von vor einigen Wochen zu vergleichen und es gefiel ihm.
„Was bekomme ich, wenn ich dich fange?" fragte er herausfordernd.
„Dazu musst du mich erst mal kriegen."
Wieder lachte Alec und sprintete den Hang zum Felsplateau hinauf.
Magnus hingegen grinste vor sich hin, als er den Weg verließ und zwischen den Bäumen hindurch rannte. Er hoffte so den Weg abkürzen zu können und vor Alec die kleine Quelle an der Aussichtsplattform erreichen zu können. Eilig kletterte er die Felswand hinauf und eilte geduckt weiter, um nicht gleich gesehen zu werden. Trotzdem übertrugen seine Ohren ihm jedes Geräusch, das Alec machte und er schmunzelte, vor sich hin, als er bemerkte dass der Jüngere auf dem Pfad geblieben war. Dieser blieb kurz stehen, als er das Plateau erreicht hatte und sah sich scheinbar nach ihm um, ehe er weiter zu dem kleinen, natürlichen Becken ging, in dem sich das Wasser sammelte.
Unterdessen hatte Magnus dieses bereits umrundet und näherte sich nun von der anderen Seite.
Erneut war Alec stehen geblieben, um Luft zu schöpfen. Diesmal stammte die Röte in seinem Gesicht von der Anstrengung, doch seine Augen leuchteten, als er kurz suchend die Umgebung scannte. Er hatte nicht damit gerechnet, dass Magnus plötzlich von oben neben ihn sprang und machte erschrocken einen Satz zurück.
„Du warst noch nie auf der Jagd, Darling." stellte der Asiat lachend fest, als Alec wendete und davon stürzen wollte. Doch diesmal schaffte er es nicht davon zu kommen. Mit einem Hechtsprung warf Magnus sich auf ihn und riss ihn durch sein Körpergewicht von den Beinen.
„Hey!" schimpfte der Jüngere erbost, als er zu Boden gedrückt wurde.
Magnus' Körper presste sich gegen seinen Rücken und ihm wurde ganz anders, als dessen Stimme neben seinem Ohr flüsterte: „Der Jäger jagt seine Beute und dann könnte er ein wenig mit ihr spielen..."
„S-spielen?" stotterte Alec verdutzt.
Magnus' Lachen ließ Schauer über seinen Rücken laufen. Während die linke Hand ihn weiter gegen den Boden drückte, ging Magnus' Rechte auf Wanderschaft, strich über seine Hüfte und fuhr um seinen Bauch unter das dünne Shirt. Sie trugen beide nur die kurzen Joggingsachen und Alec spürte überdeutlich wie sehr Magnus gefiel, was er gerade tat.
„Ich bin nicht deine Beute." gab er zurück und versuchte seiner Stimme einen festen Klang zu verleihen.
Gleichzeitig bäumte er sich auf, nur festzustellen, dass Magnus eindeutig in der besseren Position war.
„Doch..." hauchte dieser wieder neben seinem Ohr und er schloss die Augen, als er die Zunge spürte, die zart die Seite seines Halses berührte.
„Hah!" stieß Alec hervor.
„Ich hab dich gefragt, was ich bekomme, wenn ich dich fange..." raunte Magnus leise, während seine Hand über die Haut von Alec's Bauch streichelte. Seine Finger glitten langsam höher, strichen über das fein definierte Sixpack bis hinauf zum Brustansatz und Alec hatte plötzlich Mühe sich auf etwas anderes zu konzentrieren als die Hand.
„Ich bekomme dich..."
Trotzdem schüttelte er wild den Kopf.
„Nein Du... ah..."
Die Finger waren noch etwas weiter gewandert und spielten nun mit seiner rechten Brustwarze. Alec wollte es ihm keineswegs so einfach machen. Er hatte noch nie darüber nachgedacht einfach ein wenig Spaß zu haben, oder zu „Spielen" wie Magnus es nannte und er würde jetzt bestimmt nicht klein beigeben. Allerdings konnte er nicht verhindern, dass sein Körper reagierte und ein Kribbeln der Vorfreude sich in seinem Unterleib ausbreitete.
Wieder bäumte er sich auf, versuchte sich zu drehen, doch Magnus griff fester zu und drückte ihn wieder gegen den Boden.
„Darling..." schimpfte er belustigt. „...das ist gemein. Mich hier erst reizen und dann wieder flüchten wollen..."
„Reizen?"
Alec hätte im Traum nicht daran gedacht, dass er irgendwann einmal auf solch ein Spiel eingehen würde. Er hatte eher selten gesprochen, wenn er und Camille im Bett waren, er hätte gar nicht gewusst was er hätte sagen sollen. Als er jetzt jedoch Magnus' Stimme hörte, fragte er sich wo das Ganze hinführen würde. Ihm wurde zum ersten Mal richtig bewusst, dass er und Magnus nie ein richtiges Bett zur Verfügung hatten und auch nie haben würden. Aber es machte ihnen einen Heidenspaß und ihre Körper reagierten auf eine Art und Weise, die ihm völlig unbekannt war.
Er erkannte seine Stimme kaum wieder, als er sagte: „Gemein? Ich bin nie gemein. Da kannst du jeden fragen."
Magnus kicherte.
„Jeden? Oder meinst du Camille?"
Alec lehnte seinen Kopf zurück gegen Magnus und lächelte, als er seine Lippen an seinem Hals spürte. Unbewusst bewegte er seine Hüfte, was Magnus leise stöhnen ließ. Es war einfach Wahnsinn wie sehr der Asiat auf jede kleinste Regung von ihm reagierte.
„Eindeutig gemein." flüsterte Magnus und presste ihn wieder gegen den Boden.
„Spürst du, was du mit mir machst?"
Er rieb seine Erektion an Alec's Hintern.
„Ich sollte dich auch eine Weile zappeln lassen..."
Der Gedanke, dass ihn jemand zappeln lassen könnte, belustigte ihn.
„So ein Quatsch..." murmelte er leichtsinnigerweise und kicherte. Später war er froh, nicht das Wie willst du das denn anstellen gesagt zu haben, dass ihm auf der Zunge lag. Denn seine Finger griffen zum Bund seiner Hose und streiften sie ein Stück seine Hüften hinab. Plötzlich war er froh nicht stehen zu müssen und konnte nur mühsam ein Stöhnen unterdrücken, als Magnus' Hand zwischen seine Beine strich.

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