"Jungs?! Wir sind wieder da!"
Und kaum hallen die Wörter im Haus wieder, stürmen auch schon unsere Freunde aus verschiedenen Ecken zu uns in den Flur.
"Und?" Omah guckt uns mit großen Augen an.
Nils ist der Nächste. "Sagt schon!"
"Was habt ihr gemacht?!", fragt Sulu ganz aufgeregt und zappelt wie verrückt.
"Wart ihr im Kino? An dem Strand? In einem Restaurant? Oder an einem total romantischen See?", fragt Will mit leuchtenden Augen und ist genauso aufgeregt wie die anderen auch.
Denni mischt sich jetzt auch ein. "Leute! Beruhigt euch doch. Die werden euch bestimmt eh nichts sagen, so wie sie gucken."
Er hat es auf den Kopf getroffen. Diese paar Stunden gehörten nur Alej und mir und niemand wird jemals davon erfahren.
Also gehen wir beide einfach an der flippigen Meute vorbei und setzen uns im Wohnzimmer auf ein Sofa. Dicht nebeneinander natürlich. Die Bindung zwischen uns ist noch enger geworden.
"Man ihr seid scheiße!", beschwert Sulu sich in heulender Stimme und stampft durch das Wohnzimmer.
Aber egal wie sehr irgendjemand uns ausfragt. Wir werden nichts sagen.
"Habt ihr schon eure Sachen gepackt?" Alej lenkt von der jetzigen Situation ab und streicht mir währenddessen über meinen Oberarm.
"Hab die Führung übernommen und alles ist in Taschen verstaut. Wir können jederzeit los fahren." Will setzt sich uns gegenüber und guckt meinen Freund ernst an.
"Alles klar. Ich bin auch fertig, aber..." Und jetzt dreht er sich zu mir. "Ich möchte, dass du hier bleibst."
Empört gucke ich ihn an und will lautstark protestieren. Ich meine, das geht doch nicht! Er sagt, ich bin ein wichtiger Teil seines Lebens und jetzt will er sich bei der wichtigsten Sachen nicht dabei haben?!
"Bitte. Baby... Ich will doch einfach nur, dass du in Sicherheit bist. Und das ist nun mal hier im Haus."
"Hast du nicht gesagt, dass ich bei dir am sichersten bin?!", frage ich ihn eingeschnappt und funkel ihn böse an.
"Ja, das habe ich. Aber wenn ich grade im Ring bin, kann ich mich nicht auf dich konzentrieren. Da könnte so viel passieren!"
"Aber..."
"Nichts aber! Meinetwegen...", fängt er an, macht aber eine Pause und schluckt kräftig, bevor er mich wieder anguckt. "...meinetwegen kannst du Zayn anrufen, damit er herkommt. Dann bist du nicht so alleine und du hättest jemanden zum reden." Man sieht ihm deutlich an, dass ihm diese Worte nur schwer über die Lippen kommt.
Aus dem Augenwinkel kann ich die schockierten Blicke der anderen erkennen und bei mir sieht es wahrscheinlich nicht anders aus. Wir alle wissen, dass er sowas normalerweise niemals sagen würde. Deshalb ist mir auch jetzt klar, dass es ihm wirklich ernst ist, dass ich hier bleibe.
"Okay...", hauche ich ihm entgegen und setze mich auf seinen Schoß. Das beruhigt ihn sonst immer.
Und auch diesmal klappt es.
Einige Minuten rührt sich keiner in diesem Haus. Nur seine Arme schlingen sich um mich. Doch als Alej wieder vollkommen entspannt ist, ergreift er das Wort.
"Dann los. Sonst kriegen wir noch mehr Stress."
Zustimmend erheben sie sich und Alej schiebt mich von ihm. "Bis nachher. Ich beeile mich auch, mein Schatz."
Stumm nicke ich und erwider seinen langen Kuss.
Aber leider kann unser Kuss Alej nicht soweit ablenken, dass er sein Vorhaben vergisst.
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Lügen (boyxboy)
RomanceSergej ist anders. Er hat zwei Gesichter. Am Anfang zumindest... Und da hilft auch nicht gerade, dass er nicht nur in eine neue Stadt ziehen muss. Er bekommt noch einen Stiefbruder und einen Stiefvater dazu! Tolle Voraussetzungen für ein harmonisc...
