Die Valar

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Genau eine Stunde später standen die Elben und der Zauberer vor dem Thronsaal. Edhel öffnete die Türen und ließ sie hinein. Sie selbst blieb zurück. Der Saal war noch größer als die Eingangshalle und bot einen Blick auf einen Park. Große Säulen hielten die silberne Kuppel. Auch hier wuchsen Pflanzen um die Säulen.
An der Stirnseite des Saals befanden sich zwei Throne auf dem Manwë und Varda saßen. Rechts daneben standen die Fürsten und links die Fürstinnen. „Seid gegrüßt in unserem Lande.“, sagte Manwë. „Mittelerde liegt in einem Schleier aus Dunkelheit und ich war besorgt. Doch nun steht ihr vor uns und habt euer Volk mit nach Aman gebracht.“
„Was meint Ihr mit dem Schleier?“, hackte Gandalf nach. Der oberste Valar seufzte und sah zu seiner Gemahlin. „Vor einem Jahr verloren wir die Verbindung zu eurer Welt. Mein Gemahl konnte Mittelerde nicht mehr sehen.“, erklärte sie ruhig. Ungläubig schauten sich die Elben an. „Dann wisst ihr auch nichts von Melkors Auferstehung?“, fragte Elrond. Schock und Entsetzen zeichnete sich in den Gesichtern der Valar.

„Was soll das heißen? Ich habe ihn verbannt!“, rief Manwë wütend. Varda legte ihm eine Hand auf die Schulter und schien ein wortloses Gespräch mit ihm zu führen. Schließlich beruhigte sich ihr Mann und forderte die Elben auf, alles zu erzählen.
So wechselten sie sich ab. Legolas fiel es schwer und seine letzten Worte waren nur noch ein Flüstern. Thranduil legte eine Hand auf den Rücken seines Sohnes. Dankbar sah dieser seinen Vater an.
„Die Fae muss sich vor meinen Augen versteckt haben, denn seit der Tragödie habe ich keine mehr gesehen.“, stellte Manwë überlegend fest. „Orome, du standest den Fae am nächsten. Was hälst du von den Geschehnissen?“ Der Valar der Jagd hatte seine Arme verschränkt und sah dem obersten an. „Ich kann nur so viel sagen, dass die Fae Rache an Melkor planten. Ich glaube, der erste Teil wurde mit seiner Erweckung beendet. Was jetzt kommt, müssen wir abwarten.“
Da erinnerte sich Legolas an Fayas Worte und sagte laut: „Die Fae erwählten mich zum Geheimnishüter.“ Während die anderen ihn verwirrt ansahen, durchbohrte Oromes Blick den Elb. Er stieg vom Podest und blieb ein paar Schritte vor Legolas stehen. „Wirklich?“, war seine einzige Frage. Legolas nickte und…

„Er hat Recht Orome. Faya und Legolas sind Verbundene. Man kann ihm vertrauen.“ Die Stimme kam dem Elben bekannt vor. Tatsächlich lief die weiße Wölfin in den Saal. Wo sie wohl die ganze Zeit gewesen war? Orome fing an zu grinsen. „Na, wenn das nicht die oberste Wächterin ist. Lange ist es her, Luna.“ Der Valar strich der Wölfin über den Kopf.
Ein Räuspern von Manwë ließ sie aufschauen. Er war nicht gerade erfreut über nichts informiert zu werden. Orome stellte Luna den Valar offiziell vor. Die Wölfin ging etwas näher an das Podest. „Ich habe Faya vor Euch versteckt, aber jetzt ist es Zeit alte Bündnisse zu erneuern.“, sagte sie mit nachdrücklicher Stimme, „Die Fae hatten einen Plan und ohne die stärksten Völker und den Valar wird er nicht funktionieren.“ Alle Valar außer Orome schauten die Wölfin ungläubig an. „Und was genau bedeutet das?“, fragte Yavanna, die Königin des Erdreichs.
„Menschen, Zwerge, Elben und Valar müssen sich verbinden, um den endgültigen Frieden in Mittelerde herzustellen.“ Lunas Augen funkelten voller Entschlossenheit. Alle fingen an gleichzeitig zu reden und wollten ihre Meinung loswerden.

„Ruhe!“, brüllte Manwë und es wurde still. Der Valar erhob sich. „Ich denke, es war genug für heute. Wir werden uns morgen wieder treffen und dann weiter beraten, was wir gegen Melkor unternehmen.“ Er neigte seinen Kopf zum Abschied und ging, gefolgt von den anderen Valar, aus dem Thronsaal. „Wir sehen uns morgen, Legolas.“, sagte Orome grinsend und verschwand auch.
Die Elben teilten sich in der Eingangshalle auf, um verschiedenen Aktivitäten nachzugehen. Nur Legolas und Luna liefen in das Gästezimmer. Legolas war müde vom anstrengenden Tag und Luna leistete ihm gerne Gesellschaft. Vor allem da sie seine einzige Verbindung zu Faya war. Die Wölfin legte sich vor sein Bett. Wenige Minuten später war der Elb in den weichen Kissen eingeschlafen. Doch seine Träume waren diese Nacht ruhelos.

Die letzte FaeGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt