„Ich denke, dass reicht erstmal. Es wird gleich Frühstück geben.“, sagte Orome. Legolas stimmte ihm zu. Er brauchte Zeit, um die neuen Informationen zu verarbeiten. Außerdem hatte er einen großen Hunger und freute sich auf die anstehende Mahlzeit. Zu dritt liefen sie durch den Garten und in den Palast.
Nach dem Frühstück versammelten sich wieder die Valar und Elbenfürsten. Diesmal standen sie in einem kleineren Raum um einen Tisch herum. Auf diesem lag eine Karte von Mittelerde. Manwë hatte Adler ausgesandt, die ihm Bericht erstatten sollten. So erklärte der Valar den anderen, was in Mittelerde vor sich ging.
„Melkor hat seine alte Festung besetzt und seine Monster freigelassen. Wie er unseren Bann umgehen konnte, ist mir nicht klar.“ Legolas wechselte mit Orome einen Blick. Der Valar schüttelte unmerklich den Kopf. „Die Adler haben den Zwergen und Menschen Bescheid gegeben und sie wollen sich verbünden, um Melkor entgegen zu treten.“
„Sie werden es trotzdem nicht allein schaffen.“, bemerkte Elrond. Ihm stand die Sorge ins Gesicht geschrieben. Der Elb dachte an seine Tochter, die einzige Elbe in Mittelerde derzeitig. „Wir müssen sofort wieder mit Verstärkung zurück.“ Für Legolas kam das nicht sinnvoll vor. Warum sollte Faya sie alle wegschicken, wenn sie gleich wiederkommen würden? Er sprach seine Gedanken laut aus. Stille füllte den Raum.
„Ihr könnt nicht sofort zurück, sondern müsst den richtigen Moment abwarten. Melkor würde sonst seine ganze Armee zuerst auf die Elben loslassen.“ Legolas bewunderte Lunas Mut sich ohne Erlaubnis dazu zu stellen. Generell tat die Wölfin, was sie wollte, dennoch achtete sie auf Grenzen. Einige Valar sahen sie skeptisch an. Manwë knirschte mit den Zähnen. „Wie lautet also dein Plan?“, fragte er nicht wirklich freundlich. Orome verzog die Lippen zu einen schmalen Streifen und starrte den obersten Valar ärgerlich an. Manwë starrte mit hochgezogenen Augenbrauen zurück.
Luna ließ sich von dem Verhalten nicht ablenken. „Womöglich werden sich die Menschen und Zwerge in Minas Tirith treffen und die Stadt zu ihrem Hauptsitz ernennen. Wenn die Zeit ran ist, sollten wir uns dort mit ihnen verbünden. Falls ich Melkor richtig einschätze, wird er eine so rießige Armee aufbauen, die den drei Völkern deutlich überlegen ist. Deshalb brauchen wir die Hilfe der Valar.“
„Das geht nicht!“ Manwë verschränkte die Arme vor seiner Brust. „Wir können nicht nach Mittelerde.“
„Das ist mir bewusst. Dennoch könntet ihr uns helfen, indem ihr einen Teil eurer Fähigkeiten auf die Elben übertragt.“
„Du verlangst, dass wir einfach unsere Kräfte an irgendwelche Elben abgeben?! Was erlaubst du dir!?“, rief Manwë verärgert. Seine Augen funkelten und er trat näher an die Wölfin heran. Orome gefiel dies überhaupt nicht und stellt sich mit verschränkten Armen vor Luna. „Rede gefälligst nicht so mit ihr.“, zischte er. Manwë sah ihn überrascht an. Der Jäger hatte noch nie jemanden so vor ihm beschützt.
Vána schritt zwischen die beiden Valar. „Können wir das nicht ohne streiten klären? Lunas Idee ist wirklich gut. Wir können nicht nach Mittelerde, aber wir können ihnen helfen. Das ist das Mindeste dafür, dass sie gegen Melkor, deinen Bruder, kämpfen müssen.“ Bei ihrem letzten Satz richtete sie sich direkt an den obersten Valar. Manwë musste eingestehen, dass sie recht hatte. Es gab keinen besseren Plan.
„Warum könnt ihr nicht nach Mittelerde?“, fragte Thranduil. Da schien es den Valar wieder einzufallen, dass sie Gäste hatten. Manwë wandte sich zu dem Elbenkönig und sagte nun mit ruhiger Stimme: „Den genauen Grund wissen wir nicht, aber wir denken, es hat etwas mit dem Untergang der Fae zu tun.“ Eine bedrückende Stimmung legte sich über den Raum. Legolas musste augenblicklich an Faya denken. Er hoffte, dass es nicht allzu lange dauern würde, bis er sie wieder sehen kann.
„Ich würde sagen, da wir Zeit haben, solltet ihr Elben trainieren und euch auf den Kampf vorbereiten. In der Zwischenzeit können Manwë und Aulë noch weitere Flugschiffe bauen, die ihr benutzen könnt. Wir, Valar, werden uns auch nochmal über Lunas Idee beraten. Wenn ihr Fragen habt, wendet euch an Edhel.“ Ulmo entließ die Elben und Gandalf. Sie liefen die Gänge hinunter bis in der Eingangshalle jeder seinen eigenen Weg nahm. Legolas überlegte, was er machen sollte, als sein Vater einen Arm um ihn legte.
„Möchtest du mit zum Bogenschießen?“ Der Prinz stimmte zu. Etwas Zeit mit seinem Vater zu verbringen, klang nicht schlecht. Sie kamen an dem Platz an, wo am anderen Ende ein paar Zielscheiben standen. Thranduil übergab seinem Sohn einen Köcher mit Pfeilen und einen Bogen. Er selbst nahm sich auch die Sachen und stellte sich schmunzelnd neben Legolas.
„Dann zeig mal, was du kannst.“
Sorry, dass dieses Kapitel so kurz ist und spät kommt🫣
Ich hoffe die nächsten kann ich früher hochladen.
Bis dahin👋
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Die letzte Fae
Fanfic~Eine Kriegerin. Ein großes Geheimnis. Ein vergessenes Volk.~ Was treibt die Orks und Uruk-Hais nach Bruchtal? Und wer ist die mysteriöse Kriegerin? Diesen und weiteren Fragen müssen sich Elrond, Gandalf, Galadriel, Legolas, Aragorn und Gimli stelle...
