Februar, 1978
Hermine lag auf dem Sofa, den Kopf auf Severus Beinen abgelegt. Weiche Decken bedeckten ihre Körper während sie, wie so oft in den letzten Wochen, jeder gemütlich in ihren Büchern lasen.
"Was machst du am Valentinstag?", fragte er beiläufig.
Severus konnte nicht genug von ihr bekommen, von ihrem Körper, ihrem Lächeln, ihrem Lachen. Er war ihr unwiderruflich verfallen, und er brachte es nicht über sich, ihr zu sagen, wie weit seine Gefühle reichten. Er hatte es nicht einmal sich selbst gegenüber zugegeben.
"Wolltest du mich etwa zu Madame Pudifoot ausführen?", grinste sie.
"Wenn du das schon vorschlägst. Es wäre doch keine schlechte Idee, oder?", antwortete er und fuhr mit seinen Fingern die Loken auf seinen Oberschenkeln nach.
"Da muss ich dich leider enttäuschen. Du musst dir einen deiner anderen Freunde suchen, der dir Gesellschaft leistet."
"Na danke", murmelte er in ihren Nacken.
Sie lachte, "Slughorn hat leider eine Slugclub Veranstaltung organisiert, und ich bin verpflichtet, daran teilzunehmen."
"Du musst nicht hingehen", sagte er und seine Hand fand eine Locke welche er abwesend um seinen Finger wickelte.
"Nein, ich muss wirklich." Hermine hatte Harry versprochen, dass sie dabei sein würde. Nach seinem letzten Treffen mit Dumbledore war er völlig darauf fixiert, Slughorn die vollständige, unveränderte Erinnerung über Riddle zu entlocken, und Hermine hatte versprochen, ihm dabei zu helfen. Selbst wenn das bedeutete, dass sie auf einen Abend Faulenzen und Lesen mit Severus verzichten musste, um zu Slughorns dummer Party zu gehen.
"Du gehst ohne ein Date?" murmelte Severus und versuchte, nicht so zu klingen, als wäre er eifersüchtig.
"Ich weiß, es ist ein bisschen erbärmlich, aber es gibt nicht wirklich jemanden, den ich fragen kann.", erwiderte Hermine und versuchte, nicht zu enttäuscht zu klingen. "Du wirst auf jeden Fall auch dort sein", sagte sie leise.
"Wenn ich 19 Jahre warten muss, damit du Valentinstag mit mir verbringst, dann werde ich eben warten."
Hermine spürte, wie sich eine Gänsehaut auf ihrer Haut bildete, trotz der Wärme des Feuers.
Februar, 1997
Severus rückte seine Fliege im Spiegel seines Badezimmers zurecht.
Er hatte sich noch nie besonders wohl gefühlt in Festumhängen. Er fühlte sich wie ein kostümierter Junge aus der Arbeiterklasse von Cokeworth, der sich wie einer der Poshos kleidete.
Er konnte sich den Gesichtsausdruck seines Vaters nur vorstellen, wenn er ihn jetzt sah.
Slughorn sollte lieber verdammt dankbar sein, dass er sich bereit erklärt hatte, den Abend zu beaufsichtigen. Die Kombination aus Valentinstag, Alkohol und geilen Teenagern war wirklich ein Rezept für eine Katastrophe, und er freute sich nicht gerade auf seine Patrouillen in dieser Nacht.
Er redete sich ein, dass er es als Gefallen tat - einen Gefallen, für den er eine Gegenleistung erwartete - und nicht wegen einer schwachen Erinnerung aus vergangenen Jahren, dass Hermine an diesem Abend anwesend sein würde.
Er ließ sein Rasiermesser über seine Wangen gleiten, die nun schwach nach Rasierwasser rochen. Er fuhr sich mit einem nassen Kamm durch die Haare und schob die Strähnen seitlich des Gesichts hinter die Ohren. Er dachte, dass er sich mit ein wenig Mühe in jemanden verwandeln könnte, dem eine Frau vielleicht einen zweiten Blick schenken würde.
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The Paradox of Us
FanfictionWas ist schlimmer als ein Severus Snape - ganz genau, zwei Der Titel Halbblut Prinz macht Hermines 6. Schuljahr alle Ehre. Als sie sich nach der Liaison von Ron und Lavender in den Gängen von Hogwarts wiederfindet führen sie diese in den Raum der W...
