März, 1997
Severus fühlte sich, als stünde sein ganzer Körper in Flammen, als er sich auf den Weg zurück nach Hogwarts machte. Als er das Tor erreicht hatte, rannte er praktisch in seine Räume und knallte die Tür hinter sich zu.
Es war absolut erbärmlich, dass sein Herz so schnell schlug, nur weil sie seine Wange berührte. Aber seinem Herzen war das anscheinend gleichgültig.
Er war so verdammt erbärmlich, dass ihm Bilder von ihr aus den letzten Wochen durch den Kopf schossen.
Sie hatte wieder angefangen, mit ihm zu reden ohne nachzudenken. Worte, die ihr aus dem Mund sprudelten, wenn sie wütend war, ihre Augen leuchteten vor Wut.
Es war, als wäre er wieder ein Teenager, der Angst hatte. Er hatte wieder verspielt. Er hatte verspielt, und er würde ihre Stimme nie wieder hören. Er liebte den Klang der Worte in ihrem Mund. Und diese Worte, ihre Entschlossenheit, seine Angst hatten ihn nach Hogsmeade getrieben.
Er hätte es lassen sollen.
Schon damals hatte er ihre Vergebung nicht verdient. Er hatte alles zerstört, und er hätte es akzeptieren sollen. Es wäre besser gewesen - für sie. Aber er konnte nicht.
Er war kein guter Mensch.
Er war selbstsüchtig genug gewesen, sie dazu zu bringen, ihm zu verzeihen. Um ihre Zeit zu stehlen. Und er würde es wieder tun. Er hatte es bereits getan. Und dies waren die schönsten Wochen seines erbärmlichen Lebens gewesen.
Denn sie hatte ihm alles gegeben.
Er erinnerte sich an die Geräusche, die sie von sich gab, daran, wie sich ihr Mund anfühlte, wenn sie Küsse auf seinen Bauch hauchte. Er erinnerte sich daran, wie der Schein des Feuers im Raum der Wünsche ihre blasse Haut erleuchtete.
Erinnerungen vermischten sich mit der Fantasie, als er sich vorstellte, wie gut es klingen würde, sie nach all der Zeit wieder seinen Namen stöhnen zu hören.
Severus verfluchte sich selbst. Er war bereits zu tief gesunken, um noch Hoffnung auf Erlösung zu haben.
März, 1978
"Du humpelst immer noch, wie ich sehe", sagte Hermine und nickte Severus zu, als er sich zu ihrem Tisch begab. Er ließ seine Tasche von der Schulter auf den Tisch gleiten, wo sie mit einem dumpfen Aufprall landete, und holte seinen Aufsatz für Alte Runen heraus.
Er blickte sie finster an. "Dank dir, möchte ich hinzufügen."
"Du hast es verdient", sagte Hermine und grinste ihn verlegen an.
"Nicht, dass ich das je zugeben würde", murmelte er, bevor er sich auf den Platz neben ihr fallen ließ.
Und einfach so war es. Sie arbeiteten zusammen an Hermines Arithmantikaufgabe, stritten sich über Kleinigkeiten und widmeten sich dann wieder ihren eigenen Aufgaben. Erst als Hermine mit den Hausaufgaben für Verteidigung gegen die dunklen Künste begann, merkte sie, dass etwas nicht stimmte.
"Du bist nicht so unauffällig, wie du vielleicht denkst, weißt du", sagte sie, ohne von ihren Pergamenten aufzublicken. "Dich beschäftigt etwas."
Severus schenkte ihr ein überlegenes, spöttisches Grinsen. "Und wenn schon?"
Hermine warf ihm einen misstrauischen Blick zu. "Du willst etwas wissen", stellte sie fest.
Er lehnte sich in seinem Stuhl zurück, schlug vorsichtig die Beine übereinander und schenkte ihr ein selbstgefälliges, selbstzufriedenes Grinsen. "Und was, wenn ich es tue?"
Hermine betrachtete sein Gesicht einen Moment lang und wandte sich dann mit einem selbstgefälligen Lächeln ab, um ihre Arbeit fortzusetzen. "Dann werde ich wohl abwarten müssen, um es herauszufinden."
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The Paradox of Us
FanfictionWas ist schlimmer als ein Severus Snape - ganz genau, zwei Der Titel Halbblut Prinz macht Hermines 6. Schuljahr alle Ehre. Als sie sich nach der Liaison von Ron und Lavender in den Gängen von Hogwarts wiederfindet führen sie diese in den Raum der W...
