April, 1978
Ihr Kopf ruhte in seiner Halsbeuge, ihre Hand lag auf seiner Brust, ihr Bein auf seiner Hüfte, das andere wurde von seinem an Ort und Stelle gehalten. Sein Arm lag um ihre Taille, und sie konnte seinen gleichmäßigen Herzschlag spüren, der sich mit seinem ruhigen Atem vermischte und sie beinahe wieder in den Schlaf zog.
Hermine betrachtete sein Gesicht. Die dunklen Wimpern hoben sich von seiner blassen Haut ab, seine markante Nase, seine schmalen Lippen unterschieden sich nur wenig vom Rest seiner makellosen Haut. Sie wusste, dass er nicht mehr schlief, wenn sie ihn so offen anstarrte. Doch sie hatte sich etwas in den Kopf gesetzt. Severus hatte in den letzten Wochen immer wieder Andeutungen gemacht.
Sie wollte es. Sie wollte es schon eine Weile, auch wenn sie nicht genau sagen konnte, wann diese Gefühle begonnen hatten. Vielleicht während einer ihrer späten Lerneinheiten, als sein scharfer Verstand etwas in ihr ausgelöst hatte. Vielleicht in den stillen Momenten auf dem Weg von Hogsmeade zurück zum Schloss, wenn er sie mit einem seltenen, unbedachten Lächeln ansah. Oder vielleicht lag es an den Küssen vor ein paar Wochen - leidenschaftlich, aber schlecht getimt.
Es gab hundert Gründe, warum das nicht passieren sollte, und tausend weitere, warum es absurd wäre, dem Verlangen nachzugeben, das seit Monaten zwischen ihnen brodelte.
"Du denkst zu laut."
Ertappt wurden ihre Wangen noch etwas röter. "Du warst ohnehin schon wach."
"Ich frage mich nur, was dir durch den Kopf geht."
Hermine antwortete nicht. Stattdessen rutschte ihr Bein etwas tiefer über seinen Schritt, was ihm ein leises Zischen entlockte. Sie grinste und begann, federleichte Küsse auf die Haut an seinem Hals zu setzen.
"Ich glaube, du bist noch in deiner Traumwelt." Als ihr Bein erneut über seinen Schritt strich, umfasste seine Hand sanft ihren Oberschenkel. "Du bist wirklich gemein. Wie lange willst du mir das noch vorhalten?"
"Ich meine es ernst."
"Hermine, bitte, wenn du mit mir spielst -"
Ihre Hände griffen nach der Vorderseite seines Hemdes und umklammerten den Stoff mit einer Dringlichkeit, die einen Hitzeschock in ihm auslöste. Und dann waren ihre Lippen auf seinen.
Der Kuss war nicht zaghaft, nicht vorsichtig - er war rau und leidenschaftlich, erfüllt von der Art von Verlangen, die eher gefühlt als hinterfragt werden wollte. Ihre Bewegungen waren kühn und hemmungslos, ihre Lippen schmiegten sich mit einer Verzweiflung an seine, die ihre Worte widerspiegelte. Severus spürte, wie sein Verstand aussetzte, jeder zusammenhängende Gedanke wurde von der schieren Intensität ihrer Berührung hinweggefegt.
Ihre Finger krallten sich in sein Hemd und zogen ihn näher zu sich heran, als ob sie jeden Raum zwischen ihnen auslöschen wollte.
Sein Herz klopfte wie wild, der Rhythmus hallte in seinen Ohren wider, als er sich mitreißen ließ. Er erwiderte ihren Kuss, zunächst zaghaft, aber als sie sich nicht zurückzog, wuchs sein Vertrauen. Seine Finger legten sich um ihre Taille, bevor sie nach oben glitten.
Es war überwältigend - ihre Wärme, ihre Berührung, der Duft ihres Haares erfüllte seine Sinne. Sein Mangel an Erfahrung spielte hier keine Rolle. Es war Instinkt, eine Reaktion auf die Art und Weise, wie sie sich in den Moment stürzte, als würde sie ihm alles schenken, was sie hatte.
Als sie sich schließlich trennten, atmeten beide schwer, ihre Stirnen lagen aneinander, und die Hitze des Augenblicks lag noch in der Luft zwischen ihnen.
"War das ... deutlich genug?" fragte Hermine atemlos, in ihrer Stimme schwang sowohl Humor als auch Verärgerung mit. Ihre Wangen waren gerötet, ihre Augen leuchteten mit einer Mischung aus Nervosität und Kühnheit, die sein Herz auf die beste Art und Weise schmerzen ließ.
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The Paradox of Us
FanfictionWas ist schlimmer als ein Severus Snape - ganz genau, zwei Der Titel Halbblut Prinz macht Hermines 6. Schuljahr alle Ehre. Als sie sich nach der Liaison von Ron und Lavender in den Gängen von Hogwarts wiederfindet führen sie diese in den Raum der W...
