Hornsby schickte sie weiter auf die Suche nach den Waffen und den Leuten, die sie gestohlen hatten. In der vergangenen Nacht war er aus dem Lager verschwunden und nicht mehr zurückgekehrt. Die Hälfte der Einheit hatte er mitgenommen. Es war nicht schwer zu erraten, dass er etwas plante, von dem er wollte, dass Daryl, Samantha, Aaron und Gabriel nichts wussten. Also plante er einen Schlag gegen Hilltop. Sie mussten etwas unternehmen. Doch es war wichtig, den richtigen Zeitpunkt dafür abzuwarten.
Gerade durchsuchten sie gemeinsam mit den Troopern ein Haus. Noch spielten sie das Spiel mit. Aber auch nur, weil sie keine andere Wahl hatten. Zu viert sicherten sie einen Raum. Die Trooper blieben zurück. Es war eine der wenigen Gelegenheiten, wo sie offen sprechen konnten, wenn auch nur leise.
„Hey – sie verteilen sich nicht", stellte Aaron fest.
„Kommt noch", meinte Daryl.
„Es wär die beste Gelegenheit", fuhr Aaron fort.
„Viel zu riskant. Wir sollten mitspielen, damit wir wieder nachhause kommen", gab Gabriel zu bedenken.
„Das Spiel ist für uns längst zu Ende. Entweder wir landen in der Scheiße, oder wir kämpfen uns hier raus."
„Glaubt mir, es gibt hier niemanden, der schneller nachhause will als ich. Aber wenn wir das nicht mit Verstand angehen, sind wir am Ende nur alle tot", sagte Samantha eindringlich.
„Wir gehen weiter nach Norden, weg von der Gruppe. Wir nutzen die erstbeste Möglichkeit."
Daryl hatte seinen Satz gerade erst beendet, als die Trooper auf sie zukamen.
„Was soll das Kaffeekränzchen?", fragte Romano großspurig.
„Wir sind schon ewig unterwegs", blaffte Samantha ihn an, „auch wenn du's nicht für möglich hältst, weil wir aus Alexandria härter sind als ihr Weicheier aus der Großstadt – aber selbst wir brauchen mal 'ne Pause."
„Und wenn es nötig ist, dann dauert es auch noch länger", erwiderte Romano knapp und ignorierte Samanthas bissigen Kommentar geflissentlich.
„Habt ihr Charleston schon durchsucht?", wollte Daryl wissen.
„Warum? Was ist in Charleston?"
„Es gibt Gerüchte, auf den Dächern würden Waffen und sowas getauscht", erklärte Daryl beiläufig, „könnte was dran sein. Vielleicht auch nicht."
Noch ehe Romano antworten konnte, brachen einige Beißer durch die Tür und stürzten sich auf sie. Daryl stach dem einen ein Messer in den Schädel, während der Trooper, der sie gemaßregelt hatte, noch mit dem anderen kämpfte und dabei offensichtlich Schwierigkeiten hatte. Doch keiner der Umstehenden unternahm etwas deshalb. Schließlich schaffte er es, dem Toten den Schädel einzuschlagen. Erst da zog Daryl dem Beißer vor sich auch das Messer aus dem Kopf, sodass dieser zu Boden sackte.
Romano schnaufte noch lautstark, als das Funkgerät an seinem Gürtel knackte und um Positionsmeldung gebeten wurde. Schwer atmend riss sich der Trooper den Helm vom Kopf und hob das Funkgerät an seinen Mund.
„13 Meilen hinter dem letzten Außenposten", bellte er, „zweites Gebäude gesichert, jetzt noch eins."
„Verstanden", kam es aus dem Funkgerät.
Romano wandte sich wieder ihnen zu und warf Daryl einen scharfen Blick zu.
„Los – vorwärts!"
Daryl, Samantha, Aaron und Gabriel blieben dicht beieinander. Es war klar, dass sich ihre Lage immer weiter zuspitzte, je länger sie bei den Soldaten blieben.
„Hornsby kontrolliert uns", flüsterte Aaron ihnen zu.
„Also ist noch mehr Vorsicht angesagt", stellte Samantha fest.
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Die Ungebrochenen - In einer sterbenden Welt - Daryl Dixon
FanfictionDas Leben im Gefängnis hat sich für Daryl und seine Gruppe gerade etwas entspannt. Der Govenor ist verschwunden und die Bewohner von Woodbury leben nun gemeinsam mit ihnen im Gefängnis. Samantha hingegen lebt seit dem Ausbruch allein in den Wäldern...
