Dann schließlich verschwand der Truck um die Ecke und auch das Dröhnen der Motoren verklang nach einigen weiteren Sekunden. Rick schloss das Tor und ging dann direkt auf Spencer zu. Er erklärte ihm, dass er die von ihm versteckten Waffen gefunden und an die Saviors übergeben hatte. Als er nichts erwiderte, sagte Rick noch einmal warnend seinen Namen, dann endlich sagte er etwas.
„Du warst in meinem Haus?"
„Die wollten Olivia töten, Mann. Ich mach dir keinen Vorwurf draus, dass du die Waffen hattest, sowas hab ich auch gemacht", entgegnete Rick dann, „aber das Essen und der Alkohol. Das macht dich so klein, Spencer. Du bist schwach. Du hattest Glück mit den Wänden und auch mit uns."
Dann drehte sich Rick um und ging auf Samantha zu. Doch Spencer rief ihm etwas nach.
„Wir hätten mit denen einen Deal machen sollen, als wir es noch konnten. Oh ja, wir haben so viel Glück gehabt. Du hast uns alle ins gelobte Land geführt, stimmt das nicht, Rick? Wer sind wir nun?", während Spencer sprach ging Rick unbeirrt weiter, doch als Spencer weitersprach, hielt er inne, „ich glaube Glenn und Abraham hatten auch Glück."
„Wenn du noch mal sowas zu mir sagst", sagte Rick mit bedrohlich leiser Stimme, „brech ich dir den Kiefer und schlag deine Zähne aus. Hast du mich verstanden? Sag ja."
„Ja."
Dann ging Rick weiter, sah Samantha auffordernd an. Sie gesellte sich neben ihn, ging in dieselbe Richtung, wie er. Sein Ziel war ihr Haus, um nach dem Rechten zu sehen. Als sie dann im Flur standen, sahen sie, dass im Haus alles unordentlich war. Die Saviors hatten ganze Arbeit geleistet und alles durcheinander gebracht und die meisten Möbel bei ihrer Suche nach Dingen umgeworfen. Sie beiden hielten inne, sahen sich das Chaos an.
„Geh nach oben, bring die Sachen dort in Ordnung. Doch wenn du damit fertig bist, dann komm wieder runter. Es gibt da was, worüber ich mit dir reden möchte", erklärte Rick ihr mit ruhiger Stimme.
Samantha nickte ihm zu, dann ging sie die Treppe hinauf und betrat das Schlafzimmer. Wie sie es erwartet hatte, waren ihr Bett und ihre Matratze verschwunden. Lediglich das Bettzeug war noch da. Da machte sich Panik in ihr breit und sie fuhr herum, sah in Richtung der Kommode. Die Fotos waren nicht mehr da, wo sie sie zurückgelassen hatte. Samantha sah sich hektisch um, und sah die Bilderrahmen dann in einer Ecke liegen. Die junge Frau ging in die Knie und hob sie hoch. Bei einem von ihnen, dem Gruppenfoto, war das Glas gebrochen, doch noch alle Fotos waren hier. Erleichtert atmete sie auf.
Samantha hob ihre Hand und rieb sich die Stirn, so als hätte sie Kopfschmerzen. Dann nahm sie die Bilderrahmen und trug sie dorthin, wo einst das Bett gestanden hatte. Mit den verbliebenen Decken schaffte sich Samantha eine Schlafstätte und stellte die Bilderrahmen neben das Kopfkissen.
Anschließend ging sie nach unten und half Michonne dort, die Möbel wieder zurecht zu rücken. Nach einer Weile gesellte sich auch Rick zu ihnen und half ebenfalls mit. Samantha wusste, dass er mit ihr reden wollte, doch noch sprach er sie nicht auf das an, was ihm auf der Seele brannte. Erst als sie alles im Haus wieder in Ordnung gebracht und sich auf dem letzten Sofa niedergelassen hatten, sah er sie eingehend an.
„Vorhin sagte ich, dass ich mit dir sprechen möchte", begann Rick das Gespräch dann und sah Samantha dabei ernst an, „doch das möchte nicht nur ich, sondern auch Michonne. Wir beide haben dich in letzter Zeit beobachtet und machen uns Sorgen um dich. Dein Verhalten..."
„Welches Verhalten?", unterbrach Samantha ihn mit kalter Stimme.
„Wir möchten nicht mit dir streiten", warf Michonne ruhig ein, doch Samanthas Blick lag weiterhin auf Rick.
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Die Ungebrochenen - In einer sterbenden Welt - Daryl Dixon
FanfictionDas Leben im Gefängnis hat sich für Daryl und seine Gruppe gerade etwas entspannt. Der Govenor ist verschwunden und die Bewohner von Woodbury leben nun gemeinsam mit ihnen im Gefängnis. Samantha hingegen lebt seit dem Ausbruch allein in den Wäldern...
