Zurück nach Hause

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Ihr Weg führte sie an den Ort, wo sie den verkohlten Beißer mit dem Motorradhelm gefunden hatten. Daryl betrachtete ihn eine Weile, dann entdeckte er etwas am Boden. Es war ein Schild, das auf eine Treibstofffirma hinwies. Als sie weitergingen, entdeckte Daryl im Gebüsch etwas Seltsames. Etwas war dort versteckt, ein Wagen, ein Treibstoffwagen mit einem Kennzeichen, auf dem „Patty" stand. Dwights Gruppe hatte also nicht nach einer Person gesucht, sondern nach genau diesem Transportmittel. Der Wagen war mit jeder Menge Gestrüpp bedeckt worden und Daryl legte ihn frei. Samantha wollte ihm helfen, doch er wies sie an, Ausschau nach Beißern zu halten. Als das Gestrüpp entfernt war, ging der Fährtenleser zur Fahrerkabine und öffnete die Tür. Ein Beißer kam ihm entgegen und Daryl erledigte ihn mit seinem Messer.

Als das erledigt war, kam er wieder zu Samantha und ging mit ihr zur Fahrertür. Er öffnete ihr die Tür und half ihr beim Einsteigen, da sie sich mit ihrem linken Arm nirgends festhalten und sich damit auch nicht hochziehen konnte und ihr darüber hinaus auch ihre rechte Seite starke Schmerzen bereitete. Beinahe hob er sie hinein und Samantha kam mit einem Stöhnen bäuchlings auf dem Sitz zum Liegen. Daryl stieg hinter ihr ein und startete den Wagen. Samantha legte sich rücklings auf den breiten Sitz und bettete ihren Kopf auf Daryls Schoß, der inzwischen losfuhr.

Der Weg aus dem Wald hinaus erwies sich als überaus schwierig. Der Truck war groß und es war kein Leichtes, einen Weg zwischen den Bäumen hindurch zu finden. Die ständigen Erschütterungen entlockten Samantha das eine oder andere schmerzerfüllte Stöhnen, doch sie versuchte, ihre Schmerzen so gut es ging vor Daryl zu verbergen, immerhin fuhr er so vorsichtig er konnte.

Nach schier einer halben Ewigkeit konnten sie den Wald endlich hinter sich lassen und fuhren auf das Dorf zu, wo sie Abraham und Sasha zuletzt gesehen hatten. Es dauerte nicht lange, und sie kamen dort an. Daryl fuhr zwischen den Häusern durch und näherte sich der Dorfmitte. Der Ort war inzwischen verlassen, es war keine Spur mehr von ihren Angreifern. Irgendwo dort mussten Sasha und Abraham sein. Mit etwas Glück, würden sie sie auch finden. Daryl hielt den Tankwagen an und hoffte, dass sich Sasha und Abraham zeigen würden, als er mit der Armbrust im Anschlag aus dem Wagen stieg. Und tatsächlich. Nur fünf Minuten später kamen sie aus einem Gebäude und rannten lächelnd auf den Wagen zu. Im Wagen, der nur eine Fahrerkabine hatte, wurde es allerdings ziemlich eng.

„Komm her", sagte Daryl, der inzwischen wieder hinter dem Lenkrad saß, zu Samantha und breitete den Arm aus, als Sasha die Beifahrertür öffnete und einstieg.

Samantha setzte sich auf, rückte zu ihm hinüber und drängte sich dann dicht an ihn. Daryl nahm sie liebevoll in den Arm, während sich Samantha an ihn kuschelte und ihren Kopf auf seine Schulter bettete. Nun würden sie endlich nachhause kommen und dort würde man Samanthas Wunden richtig versorgen. Obwohl sie starke Schmerzen hatte, fühlte die junge Frau in diesem Moment so etwas wie Zufriedenheit und Glückseligkeit. Sowohl sie, als auch der Mann, den sie liebte, hatten eine weitere schwierige Situation lebend überstanden. Sie waren verletzt, doch letztendlich war nur wichtig, dass sie beide noch atmeten.

Als Samantha das klar wurde, erschien ein kleines Lächeln auf ihrem Gesicht und sie schlang ihren rechten Arm um Daryls Körper. Daryl drückte ihr unterdessen einen sanften Kuss auf den Kopf und streichelte ihren Arm, während er mit der anderen Hand den Wagen lenkte. So fuhren sie die Straße zurück nach Alexandria entlang. Währenddessen berichteten Samantha und Daryl, was ihnen widerfahren war, ebenso wie Sasha und Abraham es taten. Die beiden hatten in einem Gebäude auf sie und Daryl gewartet und dort sogar eine RPG gefunden und mitgenommen. Als sie nahe genug waren, schnappte sich Daryl das Funkgerät.

„Rick, hörst du mich? Hört mich irgendjemand?"

„I.. ...che ...fe."

Das Funkgerät knackte und die Stimme war fast völlig unverständlich, doch eines war klar – sie stammte nicht von Rick. Dennoch kam sie Samantha unsagbar bekannt vor, deshalb horchte sie auf.

Die Ungebrochenen - In einer sterbenden Welt - Daryl DixonGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt