Auf dem Rückweg war Samantha sehr schweigsam. Durch das Funkgerät von Jesus konnte sie den Funksprüchen lauschen. Gerade sprach er über einen Kerl namens Fat Joey, der tot war, weil Daryl ihm wohl den Schädel zertrümmert hatte. Samantha zog eine Augenbraue hoch, als sie das hörte, doch sie sagte nichts dazu. Rick fuhr zwischen ein paar Wagen durch und hielt dann an. Die Straße war blockiert von drei Reihen Autos. Das waren ohne Zweifel die Saviors gewesen.
Sie beschlossen, sich eine Durchfahrt zu ermöglichen und die Autos schließlich wieder so hinzustellen, wie sie sie vorgefunden hatten. Dazu stiegen alle aus, schoben die Wagen weg. Nachdem Rick hindurchgefahren war, schoben sie die Wagen wieder an ihren alten Platz. Michonne hielt unterdessen mit einem Fernglas Ausschau. Bevor sie weiterfuhren, entdeckte sie etwas auf der anderen Straßenseite. Als sie dorthin gingen, stellte es sich als Stolperdraht heraus. Es war ein Startkabel auf dem überall Dynamit befestigt war. Es sollte wohl eine Herde abhalten.
Da sie den Sprengstoff brauchten, entschärfte Rosita den Sprengsatz. Als sie gerade angefangen hatte, ertönte Negans Stimme aus dem Funkgerät.
„Wir haben hier eine Gefahrensituation. Ich brauche einen Suchtrupp. Mal sehen ob dieser Blödmann Daryl zu seiner superscharfen Freundin nachhause gelaufen ist. Verdenken kann ich's ihm jedenfalls nicht."
„Bin dran, zum Mittagessen zurück", ertönte nun eine andere Stimme, die Samantha als Simons erkannte.
„Stell dieses verschlafene kleine Nest komplett auf den Kopf."
Michonne sagte, dass sie nun sofort losmussten, damit sie vor den Saviors wieder in Alexandria waren, aber ihr war auch klar, dass sie den Sprengstoff brauchten. In dem Moment schaffte es Rosita, den Sprengsatz zu entschärfen.
„So, erster Teil geschafft", stellte sie fest, „jetzt sind die sekundären Sprengstoffe dran, das Dynamit, die Panzerfäuste. Achtet darauf, dass die Hülsen nicht beschädigt sind und beschädigt sie nicht selbst. Das Ding kann immer noch hochgehen."
Daraufhin machten sie sich daran, die Dynamitstangen abzumontieren. Samantha hielt sich diesbezüglich zurück und hielt stattdessen gemeinsam mit Carl Ausschau, während die anderen das Dynamit und die Panzerfäuste im Kofferraum des Kleinbusses verstauten. Als das erledigt war, schoben sie die Wagen zurück an ihre Plätze. Vor ihnen näherte sich eine Herde und kam direkt auf sie zu. Sasha und Jesus beschlossen, dass sie zu Fuß nach Hilltop zurücklaufen würden und rannten sofort los, damit die Herde ihnen nicht folgen konnte.
Die Herde näherte sich immer schneller und schließlich waren sie beim Wagen angekommen. Samantha, Carl, Rosita und Tara hatten sich bereits in den Kleinbus gesetzt, während Rick und Michonne mit den Wagen auf der anderen Straßenseite, zwischen denen das Drahtseil gespannt war, losfuhren und damit die Beißer einen nach dem anderen niedermähten. Als sie beim Kleinbus angekommen waren, kämpften sie sich durch die restlichen Beißer durch und sprangen dann hinein. Tara gab Gas und fuhr davon. Alle atmeten schwer und als sie durch das Heckfenster zurückschauten, sahen sie eine Explosion. Offenbar hatten sie einen Sprengkörper vergessen.
„Ich hab's übertrieben", stammelte Rick zwischen zwei schweren Atemzügen.
„Wir sind noch hier. Du darfst lächeln. Wir haben's geschafft. Wir können's weiter schaffen", sagte Michonne glücklich lächelnd zu ihm und nahm ihn in den Arm.
Samantha lächelte daraufhin und schaute dann aus dem Fenster. Die Landschaft zog schnell an ihnen vorbei, da Tara mit halsbrecherischem Tempo die Straße entlang fuhr. Als sie endlich in der Nähe von zuhause waren, versteckten sie den Wagen an einem sicheren Ort und gingen das letzte Stück zu Fuß nach Alexandria.
Als sie durch das Tor gingen, erkundigte sich Tobin sofort bei Rick, wo der Wagen war und ob sie nichts gefunden hatten. Rick antwortete nur knapp, denn er inklusive der anderen Bewohner von Alexandria wussten nichts von ihren Plänen, die Saviors anzugreifen. Je weniger Leute etwas davon wussten, desto besser war es für sie alle. Samantha ging neben Rick her und hörte plötzlich das Geräusch von Motoren, als Rick Tobin gerade sagte, dass sich alle bereit machen sollten. Samantha sagte Ricks Namen und drehte sich zum Tor um. Rick tat es ihr gleich.
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Die Ungebrochenen - In einer sterbenden Welt - Daryl Dixon
FanfictionDas Leben im Gefängnis hat sich für Daryl und seine Gruppe gerade etwas entspannt. Der Govenor ist verschwunden und die Bewohner von Woodbury leben nun gemeinsam mit ihnen im Gefängnis. Samantha hingegen lebt seit dem Ausbruch allein in den Wäldern...
