"Hey, aufwachen! Hallo? Alles klar?" ich werde von einer nervigen Stimme und einem Rütteln aufgeweckt. Ich öffne langsam meine Augen um einen kräftigen Kerl in blauer Uniform zu sehen.
"Hm? Was ist los?"
"Miss, wir müssen die Tonne leeren, gehen Sie bitte ein Stück zur Seite?" Ich gucke nach links, dann nach rechts
"Hier ist doch keine Tonne." ich schaue ihn verwirrt an.
"Gegenüber von Ihnen aber. Ich muss Sie bitten aufzustehen damit unser Wagen vorfahren kann." Genervt nicke ich und stehe auf.
"Haben Sie ne Uhrzeit für mich?" frage ich, während ich meinen Rucksack aufsetzte.
"7:26 morgens" ich sage nichts weiter und gehe aus der Gasse hinaus, in der ich meine Nacht verbracht habe.
Es war kalt, ab und zu regnete es, dementsprechend Nass sind meine Klamotten. Ich entschließe mich in einen Waschsalon zu gehen. Lange nach einem suchen muss ich nicht, nach keinen 5 Minuten komme ich an einem kleinen Salon an, er trägt den Namen 'Frischer Duft' und ist von außen pink. Ich betrete den Laden, von innen ist der äußere Schein wieder vergessen. Es stehen drei Waschmaschinen mitten im Raum direkt hintereinander, die Wände an denen die Trockner stehen scheinen vor langer Zeit mal weiss gewesen zu sein, an der Kasse steht eine alte Dame mit einer Zigarette im Mund, ihr Namensschild ist verblichen.
"Gibt's hier ne Toilette?" frage ich, sie macht eine Kopfbewegung nach rechts und ich nicke dankbar.
Das Badezimmer sieht genauso heruntergekommen aus wie der Rest des Ladens. Ich ziehe meine Jeans aus und dafür meine schwarze Jogginghose an. Mein Shirt tausche ich ebenfalls aus, wie auch meine Unterwäsche. Ich gucke in den Spiegel, meine Haare hängen strähnig in mein Gesicht. Auf einmal kommen mir Jokers Worte wieder in den Kopf.. 'deine Haarfarbe hilft dir nicht dabei, unentdeckt zu bleiben' ein Friseurbesuch würde mir gut tun. Ich gehe zu den Waschmaschinen und stecke meine Wäsche rein, mache sie an und gehe zur der alten Dame.
"Ich würde in der Zwischenzeit gerne was erledigen. Wenn meine Wäsche fertig ist, würden Sie sie dann in den Trockner legen?"
"Mäuschen, ich bin nicht hier um deine Wäsche zu bewachen." ich rolle mit den Augen und hole einen 50$ Schein raus, um ihn auf den Tresen zu legen. Sie nimmt ihn. Ich lächle.
"Ich hoffe, jetzt verstehen wir uns. Bis in zwei Stunden."
Ich verlasse den Laden und mache mich auf den Weg. Ich muss eine Weile suchen, um einen Friseursalon zu finden. 'Wäre ich noch in der Nähe des Waynetowers, würde es hier nur so von Schicki-Micki Friseuren wimmeln..' Und doch finde ich einen. "Yasmins Stübchen." Hat denn jeder Laden hier so bescheuerte Namen? Ich gehe durch die Glastür in den eher schlicht gehaltenen Laden, wo ich gleich freundlich begrüßt werde.
"Guten Morgen, ich bin Yasmin und so wie ich das sehe brauchst du einen Haarschnitt."
"Wahnsinn Sherlock, darauf wäre bestimmt keiner gekommen." ihr lächeln verschwindet. "Also. Ich will, dass du meine Haare braun färbst. Und sie sollen kürzer sein, ungefähr bis hier.." ich zeige auf meine Schulter, "ich werde dich gut bezahlen, beeil dich bitte."
"Ähm.. ja, klar setz dich." sagt sie verdutzt.
Nach 1½ Stunden bin ich einer menge Haare und 100$ leichter. Ich laufe die Straßen entlang und komme an unzähligen eingefallenen Häuser und Menschen vorbei. Obwohl ich nur etwa eine halbe Stunde vom Stadtzentrum entfernt bin sieht man bereits hier das Gotham viele Probleme hat, viel zu viele. Am Waschsalon angekommen scheint es, als sei ich immer noch die einzige, die den Laden heute betreten hat und wird. Als ich zu den Trocknern gehe, sehe ich nirgends meine Wäsche, auch in den Maschinen ist sie nicht.
"Wo sind meine Sachen?!" die Frau an der Kasse guckt erschrocken hoch, als wenn sie nicht bemerkt hat, dass ich den Laden wieder betreten hab.
"Hier." sie holt einen kleinen Stapel Wäsche hervor. "Für 50$ ist der Faltservice inklusive." sagt sie und lacht.
"Danke." ich lächel sie an, drehe mich um und gehe wieder ins Bad.
Wieder umgezogen mache ich mich auf den Weg zu einem kleinem Cafe. Ich bestelle mir einen Kaffee und ein Croissant, anschließend setzte ich mich mit dem Tablett an einen kleinen Tisch am Fenster. Ich sitze eine Weile nur da und denke nach. Darüber, was ich als nächstes tun werde, darüber, was der Joker sagte. Über alles mögliche. Doch dann wurde ich unterbrochen, als kein geringerer als Carmine Falcone das Cafe betritt. Er ist ein großer Mafia Boss in Gotham, wenn nicht sogar der Größte. Er und ein anderer Typ den ich vorher noch nie gesehen hab, setzten sich an einen Tisch nicht weit von mir entfernt. 'Ziemlich ungewöhlich für die Mafia am helllichten Tag einfach so in ein Cafe zu platzen..' Nun fange ich an meinen mittlerweile kalten Kaffee zu trinken und versuche, so viel von Falcone's Gespräch mitzubekommen wie möglich.
"Erst die Vogelscheuche, jetzt der Clown. Es gibt nur noch Psychopathen in dieser Stadt. Die ganze Welt lacht über uns, Bryan, wir werden überschattet von ein paar Irren. Die Fledermaus macht das alles nicht besser. Gordon rückt uns auf die Fersen. Wir brauchen einen Plan, wir müssen sie loswerden, alle von ihnen. Und ich hab da auch scho-" er guckt zu mir. Ich richte meinen Blick wieder aus dem Fenster. Wann hab ich überhaupt angefangen sie anzustarren? Ich esse das letzte Stück des Croissants und verlasse schnell das Cafe.
Der Himmel zieht sich wieder zu, trotzdem laufe ich in Richtung des Parks. Warum zur Hölle hält Falcone eine so wichtige Besprechung tagsüber in einem öffentlichem Cafe ab? Die Chance dort auf einen Spitzel zu stoßen ist viel zu groß. Aber er schien entschlossen zu sein. Er will Batman aufhalten. Erst jetzt dämmert es mir wen er mit der Vogelscheuche und dem Clown meinte. Scarecrow und den Joker. Scarecrow ist mindestens genauso gefährlich wie Joker, bloß dass er ein Gift benutzt um seine Opfer in den Wahnsinn zu treiben. Joker ist eher der Sprengstoff und Waffen Typ. Ich setze mich im Park auf eine Bank die in unmittelbarer Nähe einer Telefonzelle steht. Mit Jokers Karte in der Hand, spiele ich mit dem Gedanken ihn anzurufen. Ich will wissen was er gestern Abend meinte. Ich denke nicht dass er mir was antun will, denn dazu hätte er Gestern die perfekte Gelegenheit gehabt.. allerdings ist er unberechenbar. Aber ich habe eh nichts zu verlieren.
Es klingelt nur drei Mal bis jemand abhebt.
Er schmatzt in den Hörer. "Ja?"
"Ja, hi. Levia hier.. ich hab da doch noch einige Fragen."
"Wo bist du?"
"Im Park in der Nähe von - Hallo?" er hat aufgelegt.
Ich gehe zum Kiosk nicht weit von der Telefonzelle entfernt und kaufe mir was zu trinken. Kaum zurück an der Bank angekommen klingelt das Telefon in der Zelle, ich hebe ab.
"Guck in Richtung See. Dort siehst du eine Art Wald. Ich bin da. Komm." wieder aufgelegt.
Ich schnappe mir meinen Rucksack und verstaue mein Messer in meiner Jackentasche, nur für den Fall. Ich hätte zwar eh keine Chance einen Kampf gegen ihn zu gewinnen, aber kampflos Aufgeben ist nicht mein Stil.
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Smile
FanfictionLevia, 19 Jahre alt, führte ein nicht gerade normales Leben, doch als sie in ihn traf, drehte sich alles. In welche Richtung weiß sie allerdings selbst nicht wirklich. -------- Hey! Das ist mein erstes, fertiges Buch! Es sind einige Rechtschreibfehl...
