27. Kapitel

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Geschockt springe ich auf und renne so schnell ich kann.
Ich sprinte die Treppe herunter und stoße die schwere Tür auf. Plötzlich sehe ich ihn. Das darf doch nicht war sein! Er watet auf
Anne zu. Hat ein kleines mintgrünfarbenes Elixier in der Hand. Was ist das bloß??
"Nein! Stopp!", schreit Sophie. Ich Blicke abwechselnd von ihr zu ihm. Er lacht. Sophie sagt dauernd: "Lass sie! Sie haben schon genug gemacht! Stopp!"
Ich versteh nicht was er schon wieder hier will. Aber eins ist klar: es ist definitiv nichts Gutes. Absolut nichts Gutes...

Ich renne los. Ich werde ihm das Elixier aus der Hand schlagen. Die Tür hinter mir knallt auf einmal zu. Das muss wohl ein Windstoß gewesen sein. Hier zieht es schließlich überall. Doch dann dreht er sich um und starrt mich aus geröteten Augen an. Er hat sie weit aufgerissen. Doch dann sprintet er los. Zu meiner Schwester. Kingsley hat sie fast erreicht, als ich letztendlich Partei ergreife. Auch ich stürme los.
Schnell packe ich ihn an der Schulter. Sein Gesicht zieht sich zu einer verdutzten Grimasse. Höhnisch lächelnd schlage ich ihm schnell die Flüssigkeit aus der Hand. Das Glas beginnt zu fallen. Immer schneller rast es auf den Boden zu. Die Flüssigkeit schwappt. Schließlich prallt es klirrend auf den Boden auf. Das Glas zerspringt in tausend Stücke.
Das Elixier fließt zu allen Zeiten weg. Es erinnert an einen kleinen Stern. Gewissermaßen. Ein wenig.

"Nein!", stößt Kingsley aus.
"Oh doch! Tja, Pech gehabt!", grinse ich keck.
Ich drehe mich auf dem Absatz herum und spaziere theatralisch zur Tür.
Doch dann: Kingsleys dämliches tiefes Lachen.
Schnell wende ich mich wieder herum und beobachte sein Handeln.
"Ich wusste, dass ihr alle leicht zu täuschen seid!", lacht er.
Ich weiß nicht, wie mir geschieht. Ich bin verwirrt...

"Du kleines Miststück hast das Gegenmittel zerstört! Damit hättest du sie retten können! Hahaha!", lacht er schrill.

Das darf doch nicht sein! Mist! Ich laufe erneut blitzschnell auf ihn zu, während er sie abschnallt, über die Schultur nimmt und mit ihr hinausrennt! Ich stürme hinterher aber als ich durch die renne, schlägt mich etwas zu Boden. Alles wird schwarz vor mir und ich sacke zusammen.

Als ich aufwache, befinde ich mich in einem roten Sessel wieder.

"Schwierige Lage.", murmelt Elias nachdenklich.
"Wir könnten..."
Ich richte mich auf und schaue ihn an.
Er kneift die Augen zu und denkt sichtlich nach.
"Was könnten wir?"
"Oh, geht es dir besser? Gut. Hmm..."
Er macht mich wahnsinnig. Er spannt mich so dermaßen auf die Folter, dass ich ganz hibbelig werde.
"Elias! Sag es mir jetzt! Bitte.", flehe ich.
"Jetzt lass mich doch nachdenken und sei leise!", mahnt er.
Mehr oder weniger geduldig warte ich seine Antwort ab.
Sekunden, Minuten verstreichen.
Ich schaue aus dem Fenster. Es wird langsam Abend und dicke Wolken hängen in der Luft. Ein Schwarm Zugvögel fliegen in einem ordentlichen geordneten "V" über einen Häuserblock.
"Ja. Das könnte vielleicht klappen. Aber leicht wird es keineswegs."

"Sag es mir. Bitte. Aber Stopp! Wo ist Anne?"
"Okay. Hör zu. Kingsley hat sie mitgenommen. Doch Sophie ist hinterher und sucht sie momentan. Gemeinsam mit Alia. Aber pass auf: Wir machen es folgendermaßen..."

KatzenaugenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt