•BEI DIAMOND•
Unauffällig sah ich mich in der Menge um. Die Wölfe in meiner Gegenwart schienen nichts zu bemerken und so verließ ich leise die Lichtung. Mein Beta, Shadow, würde das geregelt bekommen, das war mir klar.
Mein Blick huschte von einem Baum zum nächsten, jeden Schatten sah ich mir zweimal an, während ich vorsichtig durch den Wald schritt. Irgendwo musste er doch sein...
Ich spürte ihn.
Ich spürte seine Gegenwart.
Und mein Wolf wollte ihn.
Sofort.
Als ich meine Nase hob, um die Gerüche meiner Umgebung einzunehmen, konnte ich ihn wittern.
ER war es. ER war hier.
Mit zuckenden Ohren und geduckter Haltung kroch ich weiter, auf den Wolf zu. Noch konnte ich ihn nicht sehen, meine Nase leitete mich.
"Diamond.", ertönte die tiefe Stimme.
Ich hob den Kopf, um in das Gesicht des hübschen Jungens sehen zu können. Mein Schweif wedelte automatisch. Glücklich verwandelte ich mich in einen Menschen und wurde von meinem Gegenüber gemustert.
"Ja!", hauchte ich leise und schritt auf ihn zu. Er kam ebenfalls näher.
"Wie geht es dir?"
"Gut...ich vermisse dich aber, Teufel..."
"Pscht...", raunte er, als er bei mir angekommen war, in mein Ohr. Ein Schaudern lief meinen Rücken herunter. Während ich meinen Blick hob, um in seine schönen Augen schauen zu können, kam Teufel wieder näher.
"Ach, Lucifer...ich wünschte es wäre anders gekommen. Egal was du tust, ich werde dich immer lieben!", sagte ich ehrlich und schlang meine Arme um seinen muskulösen Nacken. Lucifer, oder auch Teufel genannt, drückte seine Lippen auf meine und bald kämpften unsere Zungen voller Leidenschaft miteinander. Mir war alles egal -mein Rudel war mir egal. Sie sollten doch alle verrecken, hauptsache, sie ließen meinen Teufel, meinen Lucifer, in Ruhe!
"Ich dich auch, Diamond...", antwortete er gegen meine Lippen und hob mich sanft hoch. Ich schlang meine Beine um seinen Oberkörper und schlang mich enger an ihn. Liebevoll küssten wir uns weiter.
"Komm ins Rudel, Lucifer", bat ich ihn nach einer Weile atemlos. Noch immer klammerten wir uns aneinander, meinen Kopf hatte ich in seiner Schulter vergraben.
Er schüttelte nur den Kopf bevor er mich betrübt ansah.
"Du weißt, dass das unmöglich ist. Auch wenn du mich akzeptierst, dein Rudel tut es nicht. Sie fürchten sich vor mir, so wäre ich kein guter Alpha...", murmelte er.
Seufzend setzte Lucifer sich auf einen Baumstamm und ich ließ mich auf seinen Schoß sinken.
"Ich hätte es mir denken können... Es geht einfach nicht. Aber ich halte es nicht aus! Luna braucht scheinbar noch lange und muss viel lernen. Sie ist nicht bereit, das Rudel zu führen!", maulte ich leise.
Das war so unfair!
so unendlich unfair!
Während wir stundenlang so zusammen da saßen, wurde es immer später und später bis die Nacht einbrach. Langsam erhob ich mich.
"Lucifer, ich muss gehen...", flüsterte ich traurig, ohne es wahr haben zu wollen. Er nickte nur und stand ebenfalls auf. Schnell drückte er mir einen Kuss auf die Stirn. Dann drehte er sich um und war binnen weniger Sekunden im Wald verschwunden.
Ich sah einige Minuten auf die Stelle, wo er eben noch gestanden hatte. Dann tat ich es ihm gleich und entfernte mich in die entgegengesetzte Richtung, steuerte auf mein Rudel zu. Wie schon so oft setze ich eine glückliche Mine auf.
Und das Schauspiel begann von vorne...
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WOLFSRUF: Die Luna Der Wölfe | #PlatinAward2017
Werewolf(vorsicht: Das Buch wurde von meinem 14-Jährigen Ich geschrieben und ist teilweise fehlerhaft :,D ) Jung und genervt. Das sind die zwei Wörter, die Lina im Moment am besten beschreiben. Seit ihre Mutter gestorben ist, gehen Gerüchte um; jeden Tag sc...
