~Kapitel 5~

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Schwer atmend rann das Mädchen den Weg entlang. Ihr Blick huschte von rechts nach links. Misstrauisch beäugte sie die dunklen Gassen und bewegte sich schneller.
Links...rechts...links...rechts...links...
Erschöpft legt sie eine Pause ein und ging langsam weiter. Noch immer war sie sich der gefährlichen Lage bewusst, in der sie sich befand.
Die Tussenclique hätte keine Schwierigkeiten sie zu finden. Diese Kühe wussten doch sowieso alles. Auch wenn Lippenstift und Eyeliner deren Expertenbereich war. Pah.

"Diese eingebildeten Tussen...", brummte sie außer Atem. Noch immer schritt sie langsam durch die Straße, auf der Hut vor blonden Haarschöpfen. Mit ihren scharfen Augen war es ein einfaches Spiel. Doch sie konnte nicht damit rechnen, dass Sarah hinter ihr auftauchen würde. Mit einem großen und breitschultrigen Typen von einer Höhe von 1,85.
Nicht gut.
Gar nicht gut.
Als von vorne drei Mädchen kamen, wusste Lina, dass sie in der Falle saß.
Und es gab keinen Ausweg.

"Wen haben wir denn da?", fragte der Junge und seine tiefe Stimme widerte sie an.

"Ach, Schatz. Das ist Lina. Das Mädel, welches ihre halbe Familie ermordet hat.", entgegnete Sarah lächelnd.

"Nice. Du hast es ja drauf!", rief der -wer hätte es gedacht- blonde Junge lachend.
Daraufhin bekam er einen Tritt von Sarahs Seite. Ha.

"Einen Dreck hab' ich ermordet! Hör auf die Welt unter deine Fantasien leiden zu lassen, du Schnepfe!", keifte die Dunkelhaarige genervt wobei sie ihre Angst unterdrückte und gespielt selbstsicher ihre Haare nach hinten warf.

"WIE hast DU mich gerade genannt!?", grollte Sarah los. Sie schien ziemlich wütend zu sein.
Noch schlimmer.
Aber wo Lina jetzt schon in der Scheisse steckte, konnte sie sich ja wenigstens wehren. Naja, so dachte sie jedenfalls.

"Ich weiß ja nicht was du an den Ohren hast, aber ich habe dich Schnepfe genannt."

Der große Junge kam näher. Er schaute sie wuterfüllt an, schien sie gleich in den Boden stampfen zu wollen.

"Halt die Fresse, kleine Schlampe."

Sofort verstummte Lina und ging mit furchtgeweiteten Augen ein paar Schritte nach hinten. Sie könnte versuchen wegzurennen; ihr Haus war ungefähr, 3 Blocks entfernt. Und der Wald war sofort daneben!
"Ob ich es wagen sollte...?", fragte Lina sich in Gedanken und biss sich auf die Unterlippe.

"Mark, mach ihr die Hölle heiß.", befahl Sarah, doch sie verbesserte sich.
"Und du weißt was ich damit meine."

Mark grinste dreckig und verzog das Gesicht gespielt traurig. Dann drehte er sich wieder um und ging näher auf Lina zu.

"Lass mich in Ruhe!"

"Dann wiedersetze ich mich aber den Ansprüchen meiner lieben Sarah und das wollen wir ja nicht!", wandte er ein, schubste das verzweifelte Mädchen stark, welches stolperte und sich kurz darauf auf dem Boden wiederfand. Mit zusammengebissenem Zähnen packte sie sich an das schmerzende Knie. Ihre Hose färbte sich rot.

"Warum blutest du denn, du kleine Pussy?", fragte Mark herablassend.

Lina deutete auf einen spitzen Gegenstand auf der Straße, der sich sowohl in ihre Hose als auch in ihr Gesicht gebohrt hatte.
Glasscherben einer Bierflasche.
Tränen rannen über das Gesicht der Braunhaarigen, ihre Augen färbten sich nach kurzer Zeit rötlich und sie schniefte.
Doch erst als Mark näher rann ging bemerkte er die Ursache der eben noch übertrieben wirkenden Reaktion:
Eine Schraube hatte sich tief in ihren Arm gebohrt und das Blut strömte heraus.

"Was hat die denn jetzt?", zickte Sarah genervt rum.

"Eine Schraube in ihrem Arm...lass uns abhauen!"

Und mit den Worten drehte er sich um und verschwand hinter der nächsten Kreuzung. Sarah und ihre Mädchen folgten ihr.
Zurück blieb Lina, blutend und weinend. Wieder einmal wurde ihr klar, wie wenige Freunde sie eigentlich hatte. Doch die könnten ihr nun auch nicht mehr helfen.
Lina stand auf und hastete den Weg entlang, eine blutrote Spur hinterlassend. Als sie endlich an ihrem Haus ankam und aufschloss brach sie zusammen.
Es war zu viel.
All das war einfach zu viel.
Wimmernd kroch das Mädchen ins Haus. Nachdem sie sich vergewisstert hatte, dass ihr Vater nicht da war, fing alles an.
Lina zog sich die Schraube raus und kreischte vor Schmerz auf.
Dann entschied sie sich.
Für den Schmerz.
Mit einem gebrochenen Blick holte sie ein spitzes Messer aus der Küche und fuhr damit mehrmals über ihren sowieso schon verletzten Arm. Weinend betrachtete sie ihr Blut...wie es tropfte und tropfte.
Und merkte nicht, wie ihr Vater hinter ihr stand.

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Jaja, ich weiß, dass das fies von mir ist.
Aber das nächste Kapitel kommt ja bald! Bleibt gespannt *^*

Eure Schokolade naschende Tradicia.

PS: Lasst mir Schokolade da!
Oder eine Bewertung/ ein Kommi würde mich auch freuen 030

XD

WOLFSRUF: Die Luna Der Wölfe | #PlatinAward2017Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt