~Kapitel 19~

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Ein kurzes Vorwort.
Ich versuche heute mal, in der Ich-Perspektive zu schreiben :)
Mal schauen wie das klappt, das mache ich eigentlich eher ungern, da dieses "ich" andauernd verwendet wird, aber ich probiere das auszugleichen.
Und jetzt, viel Vergnügen! ❤

Es war ein neuer Tag in meinem täglichen Albtraum. Ich konnte spüren, wie er meinen Körper berührt, mich wieder anfasste und verdreckte. Jacob... dieser miese Bastard...
Aber was konnte ich schon tun?
Keine Ahnung, seit wann ich hier war, aber es waren sicherlich Monate vergangen. Mittlerweile war ich 17. An meinem Geburtstag hatte er mich länger berührt...härter... schmerzhafter...
Ich wollte das alles nicht...
Außerdem wurde mir klar, dass ich mich in einer Welt zwischen Leben und Tod befand. Ich sollte also entscheiden, das war selbstverständlich.
Es ist doch normal, leben zu wollen?
Oder nicht?
Das einzige was mich davon abhielt, ist dieses dreckige Schwein gewesen. Wenn ich erwachte, könnte ich die Schmerzen härter fühlen. Jacob würde mich zwingen, seine Berührungen zu erwidern. Das wollte ich nicht. Das würde ich nicht tun....
Scheinbar wusste er, dass ich noch "lebte"; jedenfalls merkte er es. Vielleicht bin ich ja im Koma oder so gewesen. Keine Ahnung...
Gedanklich stöhnte ich leise auf. Er tat mir erneut weh. Nichtmal in meiner dunklen Welt war ich dazu fähig, mich zu bewegen.
Weitere Tränen rannen meine Wangen herunter.
Schmerz.
Dieser Schmerz.
Und dann fühlte ich mich schwach und er ließ locker...verließ meinen Körper und das Bett. Ging.
Endlich...Für heute war es vorbei.
Plötzlich erklangt eine neue Stimme..in meinem Kopf.
Luna! Rette mich!
"Was...war das!?"
Ich bin dein innerer Wolf, du Vollidiotin...
Stille.
Tut mir leid...das hätte ich nicht sagen sollen. Ich wollte dich nicht beleidigen.
"Schon gut...Was auch immer das alles hier zu bedeuten hat. Diese innere Stimme scheint sowohl alles was ich denke als auch alles was ich mache mitzubekommen....Ganz schön strange..."
Ja...das denken sich die meisten, Kleines. Ich bin dein Wolf. Und da ich bald die Luna des Wildrudels bin, verhalte ich mich auch sehr mütterlich. Nicht wundern.
Die Stimme antwortete mir sanft.
"Hört sich gut an... Dann bin ich wenigstens nicht alleine."
Jacky kann mich nicht mehr finden...und hören.
"Oh...warum denn nicht?
Oh Gott...ich denke jetzt einfach in meinem Kopf und dann hört mich mein Wolf."
Ich wurde versiegelt. Und ja, das ist eigenartig. Aber gib es zu, cool ist es auch.
"Ja...Warum und wie wurde er versiegelt?"
Wie? Keine Ahnung. Warum? Die Vampire wollen dich benutzen...als ihre Königin. Du hast stärkeres Blut in dir als du denkst. Du brauchtest nicht gebissen zu werden, weil du alles von deiner Mutter übernommen hast. Deine Mutter ist Werwölfin gewesen. Nurie jedoch war eine Mitte. Ohne einen Biss hätte sie sich nicht zu einem Werwolf entfalten können...hätte sie jedoch ein Vampir gefunden und gebissen, so wäre sie jetzt einer von ihnen.
"So, Wolfi. Zu viele Informationen auf einmal..."
Ich schloss meine Augen kurz und spürte wie mein Körper, der zwischen zwei Welten stand, zusammenklappte und unsanft auf den Boden knallte.
"Wie heißt du?
Meine Gedanken..mein Bewusstsein...es geht verloren..."
Du bist seit ungefähr 2 Jahren hier drinnen...mittlerweile bist du fast 19. Irgendwann musst du entscheiden, ansonsten zieht dich der Tod mit.
"Oh nein...Wie?"
Ich kann dir helfen. Wie entscheidest du dich.
Irgendwie flossen die Worte durch meinen Kopf. Bevor ich mich entschied sagte ich gedanklich entschlossen:
"Ich, Luna, Anführerin des Wildrudels und Beschützerin der Wölfe, entscheide mich für das Leben. Ich schwöre von heute an, das Rudel zu schützen, selbst wenn es mein Leben kostet!"
Schön gesagt, Luna.
Ich, £urania, stolze Wölfin der Luna, Mutter des Wildrudels und Bewahrerin der Wölfe, hole meinen Menschen aus dem Reich der Toten zurück!
Ich schloss meine Augen.
Ein Lächeln zierte meine Lippen.
Die Dunkelheit verschwamm und nur wenige Herzschläge später stand ich in dem Raum. Hier hatte alles begonnen...Und hier würde es auch enden.
Mein Körper gehorchte mir nicht.
Verwirrt sah ich an mir runter.
Ein Gefühl der Schwäche und Angst überkam mich, mein Körper war voller Blut und ich war splitternackt. Meine Hände waren fest mit Eisenketten an die Wand gebunden.
Wie sollte ich hier nur raus kommen?

WOLFSRUF: Die Luna Der Wölfe | #PlatinAward2017Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt