~Kapitel 50~

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"Um mein WAS!?"
Schockiert wich ich von dem Fremden zurück.
"Was fällt dir ein, du Unmensch...Ich habe kein Kind!"
Mein Atem ging schnell, mein naives Herz knallte gegen meine Brust, Blut dröhnte in meinen Ohren.
"Doch, Luna Lights. Du hast ein Kind. Von Aiden."
Ein Kind...
Von Aiden...
Ich sank auf die Knie. Meine Beine waren zu schwach, um meinen schweren Körper zu tragen. In diesem Körper befand sich ein Kind? Weiteres Leben?
"Ich verstehe nicht..."
Hilflos starrte ich zu dem Mann hoch.
Sagte er überhaupt die Wahrheit?
Keuchend ließ ich mich auf die Seite fallen.
Er musste. Es war die Wahrheit.
Warum sonst würde sich mein Körper plötzlich zu unglaublich schwer anfühlen? So voll...so...
"Alles in Ordnung?"
Als ich eine große Hand auf meiner Schulter spürte, hob ich langsam den Blick.
"Nein..", krächzte ich. "Ich kann doch kein Kind haben...nein... Das Kind wird ohne-"
"Stopp.", unterbrach er mich forsch. "Mein Name ist James und ich werde sein Vater sein. Versprochen."
Er half mir auf die Beine und legte seine Hand an meine Wange.
"Ich verspreche es dir."
Sanft strich er mir die Tränen aus dem Gesicht.
"Kann ich dir vertrauen?" Zweifelnd blickte ich ihm in die dunklen Augen.
"Das kannst du."
Er lächelte liebevoll bevor er seine Lippen auf meine legte.
Und ich wusste, genau so sollte es sein.
So und nicht anders.
"Danke..."

Die Monate vergingen und meine Wunden heilten. Es schien so, als wäre der Tag des Feuers vor Jahren gewesen und als hätte es Aiden nie gegeben.
Das war gut so, wenn ich ehrlich war.
Mein Leben wurde beinahe normal, denn ich hatte den besten Freund der Welt. Er jagte mir Nahrung, machte viele Späße und sonst war er einfach nur voll und ganz Badboy.
Von Woche zu Woche schwoll mein Bauch mehr an, bis mich langsam die Angst plagte, dass er irgendwann platzt.
Doch James' Anwesenheit beruhigte mich einfach immer.
Ohne ihn wäre ich entweder an den Wunden oder an der Einsamkeit gestorben.
"Ich bin wieder da!", rief er mir gerade zu und riss mich aus den Gedanken.
"Willkommen zurück."
Ich grinste leicht und erhob mich.
Im nächsten Moment fiel ich ihm bereits um den Hals.
"Was hast du mir mitgebracht?"
Neugierig linste ich über seine breite Schulter.
"Nein, du Pudel. So nicht."
Er lachte und hielt mir die Augen zu. Ich wehrte mich nicht; bei ihm hätte das keine Wirkung.
Da könnte man gleich versuchen gegen eine Wand zu laufen. Es wäre ganz einfach dasselbe.
"Rate!", forderte er mich auf.
"Mhm... Beute?"
"Falsch!"
Verwirrt dachte ich nach.
Was könnte es sein?
"Ein neues kleines Haustier."
Mit einem breiten Grinsen trat er zur Seite, sodass ich das kleine schwarze Kaninchen sehen konnte.
Quiekend stürzte ich vor und drückte es an mich.
"Das ist so süß, James!", brachte ich entzückt hervor.
"Vorsichtig, du bringst es noch um, Liebes."
Das kleine Tier hob sein Näschen und schnupperte an mir, bevor es zögernd die kleinen Pfoten an meinem Hals platzierte.
"Woher hast du ihn?"
"Sein Name ist Mini Marshmellow- kurz Mello. Ich habe ihn hier gefunden, als er seine Nase in Höhlen gesteckt hat, die ihn nichts angingen.", entgegnete James belustigt.
Ich begann, Mello sanft zu kraulen und setzte ihn anschließend ab.
"Danke..."
Lächelnd beobachtete ich das Kaninchen, wie es zufrieden weghüpfte.
"Du lässt ihn frei?"
Nickend antwortete ich: "Natürlich. Auch er hat seine Freiheit verdient."
Er nickte ebenfalls, um mir zu zeigen, dass er verstanden hatte.
Und dann beugte er sich vor...
und küsste mich.

WOLFSRUF: Die Luna Der Wölfe | #PlatinAward2017Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt