Lina kam erschöpft und mit zerzaustem Haar an. Ihre beinahe schwarzen Augen streiften die Straße.
Sie fragte sich, wieso hier so viele Krankenwägen standen. Das Mädchen ging weiter und öffnete die Haustür mit ihrem Schlüssel.
"Dad...? Hallo?", rief sie beunruhigt.
Es kam keine Antwort.
Lina zog ihre Jacke zögernd aus bevor sie durch das Haus huschte. Vor dem Zimmer ihrer Eltern erwartete sie etwas Schreckliches.
"I need somebody in my life...Come back..."
Einige Sanitäre standen um eine Blutlache, welche sich als die von Lenas Mutter offenbarte.
Ein Schrei entfuhr dem Mädchen.
Das durfte nicht wahr sein.
Ihre Mutter war die einzigste in ihrer Familie, die immer für sie da war.
Ohne diese Frau würde Lina verzweifeln.
"Nein!", kreischte sie. "Mama!"
Und plötzlich sah sie nur noch schwarz.
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Lina öffnete die Augen und lag in ihrem Bett. Ihre ganzes Gesicht brannte und hatte einen roten Schimmer angenommen.
Sie erinnerte sich langsam wieder.
Warme Tränen rannen ihre Wangen runter.
"Wieso sie...", flüsterte sie.
Doch es war zu spät. Von nun an würde sie mit ihrem Vater leben.
Mit diesem Mann, der kaltherzig war...sich nicht für sie interessierte.
"Aber es kann kein Zufall gewesen sein. Mama hatte schlimme Wunden...", murmelte Lina nachdenklich.
Auf wackeligen Beinen stand sie auf und ging durchs Haus. Als sie in dem Zimmer ankam, in dem sie ihre Mutter tot gesehen hatte, sah sie massenhaft Blut. Der Teppich war rot getränkt und rote Flecken beschmutzten die weißen Wände.
Lina raffte sich zusammen und ging weiter bis sie ihren Vater sah. Mit einem Messer in der Hand. Einem blutigen Messer.
Er schien nach einem geeigneten Versteck zu suchen während das junge Mädchen ihn wie gebannt anstarrte und letztendlich kehrt machte um in ihr Zimmer zu hasten.
"E...er hat Mama ermordet...Oh mein Gott...oh mein Gott...", flüsterte sie immer wieder. Sie schloss ihr Zimmer ab, lehnte sich an die Tür, nur um langsam runter auf den kalten Boden zu rutschen.
"Was ist wenn er auch mich umbringt?" Lina hatte nun gar kein Vertrauen mehr in diesen Psychopathen, der eigentlich nie einen Grund hatte, seine Frau zu ermorden.
Oder?
Jedenfalls war diese Frage nicht zu beantworten. Und wenn ihre Schule mitkriegte, dass ihre Mutter gestorben war, würde sie nur noch mehr gehänselt werden. Ja, sie war vielleicht schön und hatte lange dunkle Haare und beinahe schwarze Augen, eine schlanke Figur und eine niedliche Größe, aber sie wurde dennoch aufgrund vieler Gerüchte gemobbt. Lina wollte nicht mehr zur Schule. In ihrer Klasse hatte sie keine Freunde. Die einzigen Freundinnen waren in der elften, also eine Klasse über ihr. Doch wenn Lina neben den beiden stand fühlte sie sich hässlich, zu klein und einfach nur tollpatschig. Ihre beiden blonden Freunde konnten alles. Sie waren anmutig, hatten einmal blaue und einmal grüne Augen und lange schlanke Beine. Niemals waren sie eingeschüchtert. Im Gegensatz zu Lina.
Aber zurück zu dem Mädchen, das innerlich verzweifelte.
"Morgen ist wieder Schule", krächzte sie mit verheulter Stimme. "Und dann beginnt alles wieder von vorn'..."
Lina stand auf und drehte die Musik laut. Die Tür und die Wände waren sowieso schalldicht. Hoffentlich.
Danach machte sie die Hausaufgaben und legte sich ins Bett, die Tränen liefen noch immer ihre Wange herunter.
"Ich hasse es." Sie sah aus dem Fenster.
"Also mein Leben, versteht sich. Ich hasse jeden verdammten Moment, jede Sekunde und jeden Augenblick..."
Und nach einer langen Zeit des Wachliegens schlief sie endlich ein.
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WOLFSRUF: Die Luna Der Wölfe | #PlatinAward2017
Lobisomem(vorsicht: Das Buch wurde von meinem 14-Jährigen Ich geschrieben und ist teilweise fehlerhaft :,D ) Jung und genervt. Das sind die zwei Wörter, die Lina im Moment am besten beschreiben. Seit ihre Mutter gestorben ist, gehen Gerüchte um; jeden Tag sc...
