ZURÜCK BEI LUNA:
Während sie mit geschmeidigen schnellen Sprüngen durch das Schilf rannte, konnte sie laute Stimmen hinter sich ausmachen. Es waren mindestens drei Männer. Was die wohl wollten? Naja...sie hatten ja gerade einen Wolf in einem Dorf gesichtet.
Als eine Kugel an Luna vorbeizischte jaulte sie auf. Die Männer jagten sie!
Sofort beschleunigte die Wölfin, sprang verzweifelt ins Unterholz und kroch zitternd weiter. Das Blut dröhnte in ihren Ohren. Ein weiterer Schuss war zu hören. Vorbei.
Und noch einer. Heftiger Schmerz durchfuhr den Körper der Wölfin während ihr Sichtfeld langsam dunkler wurde. Die Ruhe zog sie an...So verführerisch und beruhigend.
"Da! Da ist er!", brüllte ein Mann. Schwankend warf Luna den Kopf hoch um zu schauen aus welcher Richtung er kam. Und dann merkte sie, es war nicht irgendein Mann. Es war ihr Vater.
Aber was machte er hier? Warum jagte er? Eigentlich arbeitete diese Pappnase doch im Büro...oder nicht? Hatte er sie die ganze Zeit angelogen!? Sofort durchströmte sie ein Gefühl des Zornes. Mit neuer Stärke erhob sie sich, da sie unmerklich zu Boden gesunken war, und wandte sich ihm zu. Nun würde sie kämpfen. Gegen diesen Mann...den sie einst "Vater" zu nennen pflegte. Einst. Doch die Zeiten waren schon sehr lange vorbei. Und würden nie mehr wieder kommen.
Luna hatte sich jedoch um einiges überschätzt. Die Kugel, die sich in ihre Schulter gebohrt hatte, schmerzte höllisch und dieses Gefühl war nicht auszublenden. Schwankend hob sie die Lefzen...stürmte auf ihren Vater zu...doch er war besser. Mit Leichtigkeit warf er sich auf sie und packte sie am Nacken, trotz ihrer Größe. Werwolfe, so solltet ihr wissen, waren mindestens 1,50 groß. Also war es erstaunlich, wie schnell alles ging. Nach wenigen Sekunden fand die blutende Luna sich in einem Käfig wieder. Winselnd warf sie sich gegen die Stäbe, jaulte aber auf, als eine Nadel sich in ihre Hinterhand bohrte und ihr schwummriger wurde. Dann kippte sie um- und blieb liegen.
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Als Luna die Augen öffnete sah sie schwarz. Verwirrt blinzelte sie und versuchte -erfolglos- aufzustehen. Nach einer gefühlten Ewigkeit saß sie in Wolfsgestalt auf dem kalten Boden, versuchte ihre Augen an die Dunkelheit zu gewöhnen. Wo war sie?
Mit misstrauisch zusammengekniffenen Augen erhob die Wölfin sich und tappte auf möglichst leisen Pfoten durch den Raum. Dort war nichts...oder?
Sie konnte keinen Gegenstand ausfindig machen, als sie plötzlich gegen etwas Hartes stieß. Es war aus Metall und darauf lag...eine Matratze. Ein Bett.
Es war größer als ihr Bett zuhause.
Als Wolf müsste sie den Kopf eigentlich senken, doch nun hatte sie eher das Problem, sich strecken zu müssen. Letzten Endes nahm sie Schwung und sprang auf das Bett, sie witterte jemanden... jemand Unmenschlichen. Knurrend bewegte sie sich auf das Wesen zu, als sie plötzlich den Duft erkannte. Das war ihr Vater. Was wollte er hier? Mit Mühe konnte die Wölfin seine Umrisse erkenntlich machen und musterte ihn.
Der große Mann saß im Schneidersitz und fummelte an seinen Fingern rum. Knurrend sprang sie auf ihn, jedenfalls versuchte sie es. Doch er drehte sich blitzschnell um und packte ihre Kehle während ER SIE niederdrückte.
"Wage es ja nicht mich anzugreifen", zischte er. Seine Augen waren blutrot am leuchten während seine spitzen Finger sich in Lunas Pelz bohrten.
"Lass mich los, Christopher!", winselte Luna flehend. Ihr tat der Körper weh, der Mann, den sie einst Vater nannte, war schwer.
"Dein Blut ist jung, Liebes...Warum nicht einmal kosten?", fragte er sie mit tiefer betörender Stimme. Die Wölfin schüttelte den Kopf, um wieder Kontrolle über sich zu bekommen.
"Was...redest...du?", brachte sie erschöpft hervor.
"Dein Blut. Hatte ich lange nicht mehr. Werwölfe schmecken immer sehr gut, noch dazu junge!"
"Du bist ein Vampir...?", wimmerte Luna. "D...du warst die ganze Zeit einer?"
"Oh ja, Schätzchen. Was denkst du was ich mit den Polizisten und deiner Mutter angestellt habe? Alle mussten erstmal entsorgt...beziehungsweise ausgesaugt werden!"
Lunas Körper erschlaffte. Vielleicht würde sie so rauskommen... Als sie bemerkte, dass sein Griff sich lockerte, donnerte sie mit allen vier Pfoten gegen seine Brust und warf ihn vom Bett. Leider landete Christopher auf den Füßen und zischte bedrohlich. Die große Wölfin zog sich zurück und warf den Kopf rum, um sich umzusehen. Irgendwo musste doch eine Tür sein!
Dann erblickte sie das große Tor am anderen Ende des Raumes. Mit einem Blick auf den näherkommenden Vampir sprang sie über ihn himweg und landete mit klackernden Krallen hinter ihm. Durch seine übernatürlichen Fähigkeiten hatte der Mann ein hohes Reaktionsvermögen. So drehte er sich schnell um und rannte der fliehenden Wölfin hinterher.
"Flieh, und wir finden dich. Bleib, und wir foltern dich. Renn, und wir täuschen dich.", brüllte er laut.
Luna hatte die Tür derweil erreich und warf sich dagegen. Einmal...zweimal...und frei war sie.
Freiheit!
Mit dem Gedanken rannte sie ihrem Feind in die Falle...
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WOLFSRUF: Die Luna Der Wölfe | #PlatinAward2017
Hombres Lobo(vorsicht: Das Buch wurde von meinem 14-Jährigen Ich geschrieben und ist teilweise fehlerhaft :,D ) Jung und genervt. Das sind die zwei Wörter, die Lina im Moment am besten beschreiben. Seit ihre Mutter gestorben ist, gehen Gerüchte um; jeden Tag sc...
